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  • Vernunft 1

    Vernunft

    Die Magie des Logos des geordneten Kosmos:
    Wir können zu den Geschehnissen in ihm analoge Bewegungen unserer Gedanken finden.
    Analoge mit der äußeren Wirklichkeit vergleichbare Gedanken Abstraktionen Erklärungen des materiellen Seins.

    Wir glauben daran.

    Dabei ist es unfassbar, dass zwei so unterschiedliche Ebenen der Wirklichkeit, unsere Gedankenkonstrukte und die materielle mit Händen greifbare Existenz,
    nach gleichen oder vergleichbaren ähnlichen Gesetzen gestaltet sei.
    Warum sollte der Kosmos die geformte Wesensnatur unserer Gedanken dem Kosmos der uns scheinbar umgebenden Wirklichkeit gleichen?
    Warum ist es uns möglich unseren Geist so zu bewegen, dass die Verstehen genannte Geste uns nutzt?
    Weil da ein Logos ist.

    Verstehen als die Kunst der Selektion

    Nach den Gesetzen der gewählten Perspektive, Belangloses ausblenden, ignorieren, vergessen, dass es uns nicht als störende ablenkende Assoziation belästigt.
    Das Wesentliche in gewählter Perspektive abbilden, vom eigenen oder vom Standpunkt Anderer aus gesehen und beurteilt.
    Wir deuten und verstehen die Welt, indem wir entscheiden, was bedeutsam sei.

    Verstehen? Nein, Abbilden.

    Sprichwort: Wenn man glaubt, etwas verstanden zu haben, ist man nur falsch unterrichtet.

    Aus der Ritterzeit: Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing'
    Zeitgemäß: Wessen Sprache ich spreche, dessen Wahrheiten ich beweisen werde.

    Symptome sind scheinbare Banalisierung Säkularisierung Verweltlichung des Erforschten!
    Doch mit welcher Berechtigung geschieht dies?
    Der Mythos Göttliches Heiliges sei stets fern unberechenbar unbegreiflich, diese Legende wird missbraucht zu beweißen, dass nichts heilig göttlich sei, da sich nichts finde, was sich dem Zugriff unserer Wissenschaften entziehe.
    Offensichtlich noch bestehende Lücken werden durch Götze Zufall und noch bestehende Unvollkommenheiten unseres Wissens erklärt.
    Es ist nur gewohnte Pose zu glauben, dass Begreifbares vom menschlichen Geist erfassbar sei, zwar nie in seiner Gesamtheit so doch ausschnittweise,
    in allen seinen Teilen, von zahlreichen Sichtweisen Perspektiven aus betrachtet verstanden gedeutet.

    Begreifbar zu sein, was heißt das schon?
    Nicht mehr und nicht weniger als passende Gedankenpfade samt Reaktionen darauf zuordnen zu können.

    Heilig sein, göttlich zu sein, was verbinden wir damit?

    Erinnerungen an historische oder zeitgemäße Götzendienste.
    Faszinierend, brauchbar sind Vorstellungen Ahnungen, die wir mit diesen beiden Begriffen verbinden:
    Man befreie sie von dem Gefühl Mächtigem Unbegreiflichem dem Zugriff Fernem gegenüberzustehen.
    Was bleibt als Destillat ist zumindest erinnerte Wahrnehmung, wenn nicht gar Erleben jetzt . . .

    Projizieren Assoziieren Verbinden.
    Welche Assoziation, was mit welchen Gefühlen Gedanken Vorstellungen verbunden wird, bestimmt der Glaube, der Konsens, die von der eigenen Kultur
    uns aufgeprägten Kombinationsmuster.

    Alles ist ein Verbinden von Gefühlen Gedanken reproduzierten Wahrnehmungen, gleichgültig, ob wir dieses Geschehen Erkennen Verstehen Begreifen, oder Vorstellung Interpretation Glaube Imagination nennen.

    War es solcher Glaube, den der Nazarener als größte irdische Macht uns bezeugte?
    "Nicht ich, dein Glaube hat dich geheilt." wies er viele zurecht.
    Welches lateinische oder griechische Wort wird hier als Glaube übersetzt? Welche Nebenbedeutungen sind im aramäischen Begriff, den Jesus gebrauchte, enthalten?

    Bewegter Spiegel

    Wasserspiegelungen verlieren durch Strömungen durch Teichbewohner durch Windböen fallende Blätter Steine an Wahrheitsgehalt an Authentizität bis zur Unkenntlichkeit.
    Dennoch entstehen oft bezaubernde Muster, vielfarbige.
    Ähnlichkeit mit Abgebildetem geht dabei verloren.
    Wie soll eine bewegte Oberfläche objektiv authentisch wiederspiegeln?
    Nur selten ist ein Gewässer regungslos genug, erkennbare Wieder-Spiegelungen der Welt zuzulassen.

    Unsere Wahrnehmungen der Wirklichkeit, was unsere Sinnesorgane hervorbringen,
    als gespiegeltes Abbild der Außenwelt, was unser Bewußtsein erreicht,
    wird reichlich bemalt ergänzt korrigiert wird verzerrt verfälscht gebrochen verschleiert.
    Leidenschaften Hoffnungen Sehnen innere Bewegung Regung nach uns eigenen Gesetzen.
    Wellen Turbulenzen Wallungen der Gefühle Improvisiertes Eingebungen.
    Was sich so findet im Tümpel unserer Innenwelt an Bauten Konstrukten an Getier und Wucherndem.
    Was wir von Anderen erworben haben und Fundstücke Eigenschöpfungen Selbsterrichtetes Erarbeitetes Zerstörtes als Zeugnis von erlittener Gewalt, Müll Anderer, Erlerntes Gewohntes wie die Welt sei, Vorstellungen subjektive ichbezogene Träume.

    Malregel: Nicht schönmalen!

    Häufig anzutreffender Kunstfehler beim Ideologienmalen:
    Es wird schärfer, detailreicher gepinselt, als es die eigene Optik Perspektive das eigene Blickfeld zulässt.
    Gleich Porträtisten, die Schönheit ihres Modells idealisierend.
    Das Gemälde und kaum noch das Abzubildende wird betrachtet.
    Träumend wird Alles Andere übersehen.

    Jede Wahrheit, Ideologie, Religion, auch jede Wissenschaft blickt oft nur auf sich selbst, dass es ein geschlossenes hübsches stimmiges Weltbild werde.
    An der gefälligen Manier am zeitgemäßen Stil des Bildes wird die längste Zeit gearbeitet.
    Auf der Suche nach reinen Farben und ebenem Malgrund verirren wir uns im Wohlklang der Worte.
    Es soll sich reimen nicht stocken und muss glänzen.
    Man nimmt der Schattenspur der Welt die Silhouette.
    Was bleibt sind dunkle wohlgeformte Flecken.

    Suche nach Kategorien

    Beim Verstehen, Interpretieren der Welt das rechte Maß finden.
    Die Anzahl der zur Beschreibung benutzten Kategorien ist nicht Beweis von Objektivität.
    Verlockend: Das Bild wird differenzierter farbiger räumlich begreifbar sichtbar fassbar.
    Es verselbstständigt sich, wird autonom.
    Das Bild ist kaum mehr Abbildung einer Realität.
    Im Übereifer zu detailiert geworden, wird es oft unbrauchbar, da zuviel Erträumtes den Blick verstellt.
    Differenziertheit beweißt niemals Wahrhaftigkeit.
    Unterscheidungen können inszeniert, zu Wolkenschlössern aufgetürmt sein.

    Gerade kulturgeprägte Mythen, die durch ihr hohes Alter und zahlloser Köche Arbeit sehr komplex, unüberschaubar wurden, verlocken dazu sie zu verstehen, indem wir ein Dutzend neue passende zugehörige Kategorien entwerfen.

    Weiblichkeit Männlichkeit Heldenhaftigkeit Ruhm und Ehre Schande Sünde das Böse Wohlgeschmack Schönheit

    Zeitgemäße Assoziationsbündel.

    Verstehen heißt nur wiedererkennen

    Etwas kennen deuten hindeuten auf Bekanntes.
    Etwas erkennen, Bedeutung kennen, das Erkannte im Weltbild finden.

    Die Aufmerksamkeit deutet an die zuzuordnende Stelle, samt Umfeld, samt Assoziationsumgebung, Zusammenhang.
    Dass wir beruhigt den Wimpel Kenn-ich versteh-ich hissen können.
    Dass unsere unwillkürliche Aufmerksamkeit, dieser Spürhund, nicht länger wühle.
    Der Drang verstehen erkennen zu müssen, nährt jeden Zahir jede fixe Idee.
    Fragen, die uns stundenlang beschäftigen, in Erinnerungen kramen lassen, obwohl sie eigentlich belanglos sind.
    Wie hieß doch gleich?
    Vergeudete geraubte Stunden.

    Halt wider Labilität

    Verstehen ist ein bedingter Halt.
    Es ist eine nötige Utopie, ohne die unser Denken sehr an Stabilität Berechenbarkeit Sicherheit verlöre.
    Es ist Baumaterial für Konsens Glauben gegenseitiges Mit-Fühlen jedes Übereinkommens.
    Es ist funktionale effektive innere Geste - nicht mehr und nicht weniger.

    Erklären, begreifen: Es wird benannt geordnet sortiert.

    Mit einem 'Was' beginnende Fragen fordern Wahrheit Erklärungen Bedeutungen Analyse
    Was ist ein Baum ein Mensch ein Tier?
    Was ist Materie? Was ist Raum Zeit Ursache Gott?

    Wonach fragen wir?
    Wie Kinder fordern wir ein Bonbon von anderer Farbe, nach neuem Spielzeug, das aber zum alten passt.

    Alte Begriffsspielereien Bedeutungskram!

    Reproduktion Erklären Werten Reaktion
    des Verstehen Urteilen
    Wahrgenommenen Interpretieren
    Erinnern Begreifen

    Def: Verstehen

    Was existiert ist Schöpfung, ist erschaffen.
    Ohne Kommentar, ohne Interpretationen.

    Verstehen heißt Blumen Malen
    Reales Abbilden in einer Wirklichkeit von gänzlich anderer Art.

    Ist ein Vergleichen dennoch gestattet?
    Man kann Farbe auf Papier mit den realen Blumen der Vorlage vergleichen.
    Doch ist selbst ein Polaroidfoto niemals eine Blume oder gar Wahrheit oder das Wesen der Blume.

    Bedenke: Was als Sphinx, voll verborgener Wahrheit und Zauber erscheint ist oft banales systembedingtes Paradoxa.

    Beispiele, deren Existenz im Einzelfall beweisbar ist, werden oft mißbraucht, um sich ganze neue Ordner samt Etikett durch sie einzurichten.

    Auf die erreichbare Funktion sich bescheiden!

    Finde Ich wesentliche Zusammenhänge für dieses oder jenes
    Unterfangen, Vorhaben - prima. Praktisch. Hilfreich.
    Machtmehrend.
    Doch muss man sich nicht wundern, sollte dem eigenen Gedankengemälde widersprochen werden, sollte es unvereinbar sein mit anderen, die andere Ziele verfolgen und darum uns momentan Unwesentliches als wesentlich bewerten.

    Im Hinblick auf, im Licht von... betrachtet, in funktionsbedingter Perspektive gesehen.
    Ein Gedankengeflecht, -gewebe, -gebäude ist niemals absolut gültig, wesentlich zu nennen.
    Existieren gemeinsame Interessen kann, sollte es zur Einigung der Abbilder des Realen kommen.

    Gemalte neue Schattenbilder, neuerrichtete Gedankenschlösser.
    Ein neues Bild, neue Perspektiven Überblick Ausblick.
    Unsere Möglichkeiten unser Machtspektrum hat sich vergrößert
    oder auch nur verändert.
    Was wir wahrnehmen wird neu interpretiert effektiver brauchbarer verarbeitet.

    Malregel: wider lineares Denken

    Warum ein Geschehen nur linear, eindeutig verstehen, begreifen?
    Zugeordnete Assoziationen füllen Räume.
    Lieber Mehrdeutereien betreiben.

    Multikausal denken, nach allen mitwirkenden Kräften Ursachen fragen!
    Welche Definition Abgrenzung Bezeichnung Abbildungen von Objekten Subjekten Teilbereichen, samt gegenseitiger Wechselbeziehung ist für mein Vorhaben, für mein Interesse gegenwärtig wesentlich?

    Das Wesentliche wird abgegrenzt, abgebildet, dass sein Bild
    unserem Interesse, unserem Vorhaben genüge.
    Auf das Wesentliche die zahllosen mitwirkenden Ursache-Wirkungsbeziehungen reduzieren

    Durch eine Erklärung entsteht ein gewohntes geprägtes Muster
    im Weltgebilde unserer Innenwelt, im lebenslang gestalteten Bauwerk aus Gebilden genannt: Bekanntes, Erfahrenes.
    Eine Struktur im geformten Bildungsgebilde, im Erfahrungsinnengebäude

    Tangram, Bedeutungskram

    Erklärungen sind Tangram-Gefüge aus inneren Gesten.
    Was man auch legt, einen Baum, ein Schiff, ein Haus, einen
    Menschen, es bleiben die selben Holzblättchen.
    Die Beziehungen untereinander, die durch aneinanderlegen entstehende Ganzheit, Ähnlichkeit der sogenannten Gesamt-Form ist selbst eine innere Geste, ein künstliches menschliches In-Beziehung-Setzen In-Verbindung-Bringen.

    Nutzen und Stilfragen

    Über den Wert, die Bedeutung eines Tangram-Gebildes aus Gefühlen und Gedanken entscheide seine Funktionalität und der individuelle oder kulturgeprägte Geschmack, also Stilfragen und Nutzen.
    Nennt wahr, was existiert, synonym zu wirklich.
    In-Beziehung-Setzen ist Vergleichen. Auch dies ist wahr als existierende innere Geste, ist wirklich - im Moment ihres Geschehens.

    Welten bilden

    Glaube Vertrauen dem Selbstentworfenem dem eigenen Werk der Darstellung der Wirklichkeit im eigenen Innenraum.
    Nennt es nicht Lüge Selbstbetrug! Nennt es Welt-Bildung Begreifen!
    Denn jeder Gedanke ist innere Geste Menschenwerk kulturgeprägt Frucht der Vergangenheit Baustein der eigenen Innenwelt.

    Was ist Ergänzung Bereicherung?
    Was Hindernis Schleier Hemmnis Verhüllung?
    Was ist Scheuklappe den Blick begrenzend nur engste Ausschnitte zulassend?
    Was hilft, die Aufmerksamkeit auf Wesentliches zu konzentrieren?
    Was ist sinnvolles Instrument zur Weltbewältigung?

    Man unterscheide brauchbare und störende Gedanken und missnenne sie nicht durch Wörter für Mythen wie: wahr falsch Wahrheit Lüge.

    Räumliche gefärbte Weltabbildung:

    Erklärungsmuster, Muster des Verstehens, Muster genannt Verstehen, Erklären, Begreifen.

    Farben, abhängig von Beleuchtung und Blickwinkel.

    Muster in der Farbe Warum Ursache Grund "Wie ist es
    geschehen?".

    Urteilsmuster Wertungsmuster wertende Farbe.
    In der Farbintensität variierend von Glück Liebe Wonne über gefällt mir über genügt mir nicht mißfällt mir bis unerträglich und Abscheu.

    Das Spektrum der Wertungsfarben muss zur Fläche erweitert werden, da für jeden Lebensbereich eigene zugehörige Formen der Ablehnung oder des Genußes in uns als Reaktion ausgelöst werden.
    Jeder Abschnitt, jeder Winkel unserer inneren Welt lässt von Erfahrungen geprägte Assoziationen mit ertönen.
    Darum ist Freude nicht gleich Freude und Hass nicht gleich Hass.
    Oft überwiegen die Erinnerungen über das bloße Gefühl.

    Eine andere Ebene des Realen mit eigenen Gesetzen

    Ist unser logisches Denken, unsere Vernunft nicht un-natürliches kreatives Abbilden des Erlebten?
    Ein Aufspüren, ein Verbinden, Zuordnen von scheinbar Vergleichbarem.
    Ein Abbilden durch ein anderes Medium, das ähnlich genannte Strukturen aufzuweisen hat.
    Worte Gedanken benennen, setzen in Beziehung, bilden ab, was z.B. physisch geschieht in einer anderen Realitätsebene, in einer geistigen Wirklichkeit.
    Eine solche Grenzüberschreitung ist künstlich, ist unser Tun unser Werk unsere Schöpfung.
    Darum ist dort auch möglich, was physisch nicht sein kann und umgekehrt.
    Ich schließe die Augen und sehe eine Maus groß wie ein Wal gemütlich zwischen Wolken aus Käse treiben.
    Ich versuche mir Quarks ein schwarzes Loch die Größe der Sonne die Vorgänge in einer einzelnen Zelle meines Körpers vorzustellen zu begreifen.
    Es findet sich keine scheinbar passende Vorstellung Erfahrung Imagination hierfür.

    Ich will naive Bilder kritzeln.
    Mir bleibt keine andere Wahl.
    Die akademische Bildung die Dürre trockene Theorie will ich meiden als Leben raubendes Gift.

  • Trinitatis

    Trinitatis-Paradoxon

    Grenzenlos

    Vorstellungen Begriffe wie Einheit Vielheit Getrenntheit Zählbarkeit, auch Existenz oder Nichtexistenz sind innerhalb der Wirklichkeitsebene des Lebendigen Ewigen nicht denkbar.
    Das Lebendige und somit jedes Ich, einst Funke des Göttlichen genannt, ist nicht erschaffen, ist nicht festgeformt.
    Eigenschaften sind Strukturmuster, geformt also gewollt, wie Alles mit bleibender Form.
    Es war vor jeder Form. Jede Form ist durch das Lebendige, Ewige.
    Kann das Lebendige das Chaos wissen, was es tut, indem es scheinbar in zahllose Bewusstseine zersplittert?
    Doch was heißt schon “wissen” oder “scheinbar”!
    Das Lebendige ist nicht Eins, nicht Viele.
    Es birgt Alles als Möglichkeit.
    Es ist nicht von zählbarer Art.

    Sprachproblem fehlende Kategorie: Eins oder Viele?

    Sowohl die Vorstellung zählbarer Selbste als auch die einer Einheit im Göttlichen Brahman sind menschliche Gedankengänge, die das Existierende weder “korrekt” noch “wahr” abbilden.
    Denn die Grenzen sollen fallen.
    Von mir benutzte Begriffe, wie das lebendige Chaos, die Seele, das Bewusste usw., also Begriffe, die Lebendiges bezeichnen sollen,
    werden, da unsere Sprache kein Sowohl-als-auch, Einheit und Vielheit umfassend, kennt, fälschlich und verwirrend im Singular benutzt.
    Unsere Sprache und darum auch unser Vorstellungsvermögen, kennt keine “unzählbare” Einheit!

    Die Frage, ob wir getrennt, vereinzelt, zählbar oder im Innersten im Göttlichen eins sind, ist weltlich irdisch und sucht im Erschaffenen nach Antwort, sucht nach Eigenschaft Form Struktur.

    Zitat: Nach dem Ursprung des eigenen Ich-Bewusstseins forschend, gerät man irgendwann in eine Dimension des Grenzenlosen.

    Legende
    Bild: Eins und Viele

    Wieviele Tropfen umfasst ein See? Erreicht ein Fluss seine Mündung.
    An welchem Tropfen endet er?
    Nichts Eins zählbar Viele oder unendlich Viele…
    Nichts und Unendlich Viele: Beides offenbar unbegreiflich.
    Zählbares, nur scheinbar begreifbar, denn was ist Raum?
    Wer soll räumlich begrenzen?
    Ist der Mensch eins oder Viele. Was soll man zählen?
    Seine Atome oder seine Zellen? seine Organe? Spendet einer seine Niere - existiert er nun zweifach? An zwei Orten?

    Darum kann unser Körper nur die uns nahste Umgebung in der Welt sein: er umgibt uns.
    Wird mir ein Zahn gezogen, Nägel oder Haare gekürzt - bin ich nun räumlich zerstreut?
    Auch darum ist Zählbarkeit nur phantasierte Eigenschaft, Struktur, metaphysisch.

    Bild: Farbe namens Zählbar

    Die Farbe einzelner Ichs, des Bewusstseins, unsere Farbe:
    Wir besitzen Grenzen zu anderen Ichs und zur übrigen Umgebung.
    Wir sind ohne Raumausdehnung, unzerteilbar, einzelnes, zählbares Subjekt.
    Unsere Farbe klebt an uns, erscheint unabänderlich, solange uns das Grenzenlose fremd, fern bleibt dank Amnesie und Blindheit.
    Gerade dieses “ich”, samt Allem “ich bin”, dieses Gefühl “zu sein”, “zu sehen”, “zu leben” ist Geste, Bewegung, Strömung im grenzenlosen Ozean des Lebendigen.

    Die Seele voll Vergangenheit ist eins der ungezählten Kleider, ist Hülle und verbirgt, was sie verhüllt.

    Bild: Sind ein Tun. Was tut’s?

    Unsere Vielheit ist Folge eines willentlichen Tuns.
    Das Lebendige spielt “Zersplittern”.
    Begrenzte Einflussräume von Wahrnehmung und Willen, einzelne Bewusstseinssphären, kausale Wirkungsketten wie Wahrnehmen und Willen.
    So spielt das Lebendige Welt, Schöpfung, Existenz.
    Das Tun genügt! Sein Wille formt Möglichkeiten des Existierens.
    Sein Tun ist Geste Willen Vorstellung Sprechen Selbstgespräch Äußerung. Am Anfang war das Wort.
    Genauer: Das Wort des Lebendigen ist Anfang, Dauer und Ende jeder Existenz.
    Die Welt, Alles, was existiert ist eine Äußerung des Ewigen.

    Bild: Identitätsfrage.

    -In jedem Traum ein eigenes Wesen, dank nächtlicher Amnesie ohne Wissen um unser waches Sein
    -Mit jedem Lebensalter, Kindheit-Jugend-Erwachsensein-Reife-Alter verschiedene Menschen,
    -Jedes Jahr, jeden Tag, bei Launischen jede Stunde Wandlung vom Engel zum Teufel, vom Trübseligen zum Euphorischen,
    nebenbei mürrisch, neugierig, hilfreich freundlich gewesen.
    -Im traumlosen Schlaf täglich ohnmächtig ohne Präsenz, ohne Identität, ohne Eigenschaft.
    -Darüber hinaus Gefühle der Vereinigung, des Einssein mit geliebten Menschen, Tieren, Gegenständen, Orten,
    oder gar vereinzelt mit allem Sein, der ganzen Existenz.

    Solch Wandelbares, nicht auf ewig Begrenzbares…

    Was sich wandeln kann ist die Form.
    Was geformt ist, muß Wirkung, Schöpfung sein.
    Identität ist wohl Geste, Spiel, Tanz des Unfassbaren, des Unbegreiflichen, das Alles, auch uns, so alltäglich, umfassend birgt.

    Bild: Ichräume, Selbsträume

    Unsere Möglichkeiten werden durch Eigenschaften begrenzt.
    Den Ichzentren, werden hierfür individuelle Gedächtnis-bereiche zugeordnet. Nennt ihn Geistkörper, Seele oder Selbstraum.
    Lebendiges, Formloses, Ewiges konzentriert seine Aufmerksamkeit auf diesen Bereich. Dort reagieren Verarbeitungsmechanismen
    auf Wahrnehmungen. In diesem Selbstraum finden sich Erinnerungen, Gewohnheiten, Identität als Prägungen.

    Die Gesten des Vergessens und Erinnerns sind Veränderungen -
    Wandlungen, benötigen also eine Bewegung durch die Zeit.

    Bewegung heisst Wandlung der Eigenschaft “zugeordnete Position” innerhalb des imaginierten, erschaffenen Raumes oder der Zeit.

    Einzel-Ichs vergessen, ignorieren die eigene Chaosnatur, die göttliche Glut, das Ewige des Funkens, des Lebendigen, im Menschen, werden irdisch, weltlich.
    Wahrnehmung und Schöpfung, Leben und Erleben beleben so gemeinsam die sonst nach Natur-Gesetzen mechanisch funktionierende künstlich erschaffene Welt.

    Nirvana

    Jeder Selbstraum ist geformt geprägt, zumindest durch die erfahrene Vergangenheit.
    Er ist Imago Traum Schöpfung des Ewigen Formlosen.
    Unsere Persönlichkeit, Identität ist darum endlich.
    Zwar überdauert sie zahllose weltliche Leben, doch ist es vorstellbar, dass die Machtbegrenzung ihres lebendigen Ichs durch sie soweit verringert wird, dass es den Selbstraum, den sie einnimmt, ebnet und alle Strukturen dort glättet.

    Trinitatis Paradoxon, christliches:

    Befasst sich nicht das Christentum schon zig Jahrhunderte mit ihrem Paradoxon der Trinitatis, der Einheit der Drei: “Vater, Sohn und Heiliger Geist”?
    Schon die Ur-Christenfrage, ob es einen oder viele Götter gäbe, versucht dem Ewigen die Eigenschaft der Zählbarkeit zuzuweisen.
    Muss das Ewige nicht vor aller Einheit und Vielheit sein?
    Ist nicht Alles Sein erst durch ein Tun des Ewigen?
    Das Trinitatis-Paradoxon, die unbegreifliche Dreieinigkeit des Christengottes umgeht diese Begrenzung des Göttlichen, aber warum nur Drei?
    Mit selbem Recht ist anzunehmen, alle Götter der Welt existierten und existieren real als Einzelne höhere Mächte und doch sei dieser Götterhimmel zugleich auch Eins. Mehr als nur Eins oder Viele.

    Sanct Imago

    Und Manche verkünden, auch die materielle Wirklichkeit sei Imagination, Wille und Vorstellung.
    Doch was ist Imagination? Bildermalen? Welten errichten?
    Ist Vorstellung nicht Schöpfung?
    Ein Komponist vergisst, daß tausend mögliche Klänge, Töne ihm zur Wahl stehen. Stattdessen hält er sich an vorgegebene Strukturen. Seine Vorstellung ist gebunden an Gesetze der Harmonie.
    Durch die Eigenschaften, die Begrenzungen des ihm Möglichen erscheint ein Bewusstsein weniger göttlich, überirdisch, sur-real zu sein als das Ewige.
    Dies ist jedoch nur real gewordene Illusion Schöpfung Werk Phantasiegewebe des Alle-Möglichkeiten-Umfassenden.
    Was wir kreativ gestalten ist real, ist Wirklichkeit.
    Und wir fassen begreifen verstehen nicht, was wir dabei tun.
    Es ist uns bekannt, darum übersehen wir, dass wir Heiliges tun.

    Und was soll heißen “jenseits unserer Vorstellung”?
    Wir Alle sind das Lebendige!
    Das Unbeschreibbare - Ist es nicht alltäglich?
    Uns ungewohnt in vereinfachter Scheinwelt Traumwelt geborgen.
    Ziel: Erinnerungen wecken an alltägliches heiliges göttliches ewiges lebendiges - Namenloses.

    Romantisches Gebäude

    Ein Kristall, die Schöpfung ganz umhüllend, konzentriert den Blick des Lebendigen auf einen beweglichen Gegenwartspunkt.
    Doch so entsteht nicht nur ein Bewusstseinspunkt in der Zeit.
    Unendlich viele lebende glühende Bewusstseinspunkte erhellen den Kosmos. Vielleicht muß der brennende Blick des Chaosmeeres so fein wie Sand im Kosmos verteilt werden, damit die Glut des Bewusstseins den Kosmos, die Eigenschaften der Materie nicht zerstört.
    Vielleicht wurde das Licht gerade so fein gestreut,
    dass sein Belieben die Materie, die Gesetze der Natur nicht formt, neu begrenzt.

    Wässriges Gebäude

    Tief in uns beginnt ein Ozean aus Licht und Feuer, Geist und Liebe. Wir alle sind Teil von ihm.
    Aber dennoch scheint dieses Meer, wie alle Meere, nicht geteilt, nicht unter uns aufgeteilt zu sein.
    Man kann nicht sagen, hier ende ich, dort beginnst du.
    Welches Meer kennt alle seine Grenzen?
    Wissen die Götter, wo ihre ungezählten Schatten sich bewegen?
    Ist es das Licht der Quelle selbst, oder sind wir alle uns so ähnlich, dass wir überall unsere Farben finden?
    Ist der Ozean des Lichts überall gleich salzig, gleich gefärbt?

    Ein Buddhistisches Gebäude:
    Der Kern des Bewußtseins bestehe aus fünf Gruppen des Anhaftens:
    Den Skandas: Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Triebkräfte und Bewusstsein.

    Scheinwahre Lösung:
    Grundproblem seelischer Störungen: Falsche Identitätsvorstellung.
    Das Ich-Bewusstsein sei eine zu überwindende Verblendung, eine Folge der fünf Skandas.
    Die Vorstellung Seele oder eines Selbst sei ein Wahn, eine grundlegende Unwissenheit, die überwunden werden müsse.

    Das Dilemma eines zeitlosen Schöpfers löst solch Buddhismus durch die Teilung in zeitlosen Brahma und Schöpfer Isvara,
    die ebensowenig zu begreifen ist wie die christliche Dreieinigkeit: Vater, Sohn und heiliger Geist, die eins und drei sind.

    Angenommen der Meeresgrund sei Teil des Meeres. Sind Inseln nur Festland, weil ein Gipfel, ein oberwässriger Teil die Oberfläche des Meeres: den Wasserspiegel durchbricht? ihn öffnet nach Innen? in die Tiefe? Ist das Ich solch scheinbar Festes Land?

    Ist das Meer samt Pflanzen Getier Eisbergen Schiffen nun eins oder vieles?
    Ist Ewiges Eins oder Vieles?
    Wie breit sind drei Liter?
    Das Ewige ist Eins und Vieles denn nichts liegt jenseits seiner Allmacht und Maßlosigkeit.
    Und wer zu Bedenken gibt, wie könne etwas lebendig, also etwas Bewusstes Lebendes Welterlebendes nicht vereinselt oder sowohl
    zählbares Individuum als auch ungeteilt von Anderen sein? Dem widerspreche die Vorstellung der Begrif die Erfahrung des eigenen Ichs!
    Der betrachte das Meer, diese kleine weltgebundene Pfütze jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Dann seht zu den Sternen!
    Ihr wollt dem Ewigen Lebendigen Grenzen setzen, weil euer irdisches Gemüt sich voll Übermut Begreifbares Erklärbares ins Unfassbare sich erträumt?

    Ichpunkte

    Erst die Abtrennung, Konzentration zum einzelnen Ichpunkt
    die Reduktion, Verdichtung, Vereinzelung zum einzelnen raumlosen dimensionslosen Punkt, der sich als zählbares Einzelich durch die
    Zeit bewegt, ermöglicht ein Erleben von Wahrnehmungen an diesem exakt definierten Ziel.
    Aus der unendlichen Zahl möglicher Wahrnehmungsperspektiven bleibt eine Einzige, für diesen Punkt zutreffende.
    Jede Wahrnehmung wird nun in Relation, in Beziehung zu diesem Punkt gesetzt. Der Punkt ist das Maß.

    Die Abgrenzung, Trennung, die Grenzen des einzelnen Ichs ermöglichen ein Senden und Empfangen, Schöpfung und Erleben,
    da ohne Begrenzung Alles maßlos, strukturlos, chaotisch bleibt.

    Ein Ich ist die Vereinigung eines Funkens des Lebendigen mit einem Gedächtnis-Bereich, mit einem Register des Vergangenen,
    das auch Fähigkeiten, Gewohnheiten, wie zu reagieren sei, beinhaltet.
    Die Geste des Verstehens ist Reduktion des Wirklichen durch Vergleichen -
    unter anderem.
    Darum wird niemand, auch ein allwissendes Wesen nicht, jemals verstehen, wie die Aufteilung des Lebendigen in einzelne Ichs
    diese Konzentration auf einzelne Ich-Gedächtnis-Bereiche geschieht.
    Dazu müssten Zeit und Raum sich auf Begreifbares reduzieren, vereinfachen lassen.
    Es finden sich aber keine begreifbaren Aspekte.
    Nichts, was von seiner Wesensart scheinbar schlichter wäre, lässt sich vergleichen mit sinnlich Wahrnehmbarem.
    Raum ist nicht so ähnlich wie…
    Zeit ist nicht vergleichbar mit…
    Unser Ich ist nicht ein etwas wie…

    Elektronen sind Teilchen und Wellen.
    Sind elektromagnetische Wellen zählbar?
    Wo beginnen sie? Wo enden sie?
    Unser Vorstellungsvermögen ist überfordert,
    da es nur reproduzieren kann, was wir auch sinnlich wahrnehmen können.

    Ich frage mich, ob die sich gegenseitig ausschließenden Erklärungen,
    warum Einzelne sich an vergangene Leben erinnern,
    nur der vergebliche Versuch sind, uns Unvorstellbares zu erklären,
    mittels Deutungen, die unser Vorstellungsvermögen scheinbar noch bewältigen kann:

    als Wiedergeburt der einzelnen Seele, also eines Geistkörpers,
    oder als täuschender Nebeneffekt einer existierenden Weltseele, eines Kollektivgedächtnisses, als Wirkung morphogenetischer Felder…
    als was auch immer.

    Ich glaube, wir versuchen nicht vorstellbare Phänomene zu beschreiben.
    Eine Einheit von oder eine Vielheit an Teilchen oder Welle zu sein,
    sind offenbar keine naturgegebenen, sich gegenseitig ausschließende
    Grundeigenschaften des Existierenden.
    Es ist Baumaterial unseres Denkens, es sind metaphysische Grundbegriffe. Was sonst?

    Was ihr euch vorstellen könnt unter Worthülsen wie Gott Jahwe Shiva Manitu usw. erinnert mich an Puppenspiel.
    Auch dort gibt es wilde Tiere.
    Man nehme ein Plüschtier mit in den Zoo und vergleiche es mit der lebenden Variante.

    In gleicher Weise unterscheidet sich das lebendige Göttliche von allem, was wir uns darunter vorstellen können.

    von Menschen gefertigtes Tier
    von Menschen erdachtes höchstes Wesen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Brahman_(Philosophie)

  • Sinn

    Leben eines Affentiers
    Essen, Trinken, Körperpflege, Fortpflanzen, Rangkämpfe.
    Seine Veranlagung, sein vom tierhaften Instinkt geleitet sein,
    das Fehlen eines metaphysischen Lebensinhalts schmerzt manche.
    Er fühlt Leere, sich unerfüllt. Vielleicht, weil er sich an ein
    Mehr unbewusst erinnert.
    Er wehrt sich. Vertreibt sich, oder erschlägt gar die Zeit, mit Spielen, möglichst bedeutsam, eindrucksvoll, vom Ewigen, Göttern, anderen Autoritäten, oder auch nur Behörden auferlegt.
    Wo findet er was als wahre Bestimmung als Sinn ihm Vorwand zu leben sein könnte?
    Was soll dem Affen Mensch sinnvoll erscheinen?

    Rabe traf Freund Elster, den Vielgereisten.
    "Was wurde dir verlautbart als Sinn der Schrecken? Warum ist Schweigen?
    Kein Bote anzutreffen? Findet sich dem Menschentier kein Arzt, kein Retter, Erlöser.
    Ist keine Macht bereit, Einfluss zu nehmen - ein neues Eden zu verantworten?"

    Erfüllung

    Wo ist das Lebendige, der träumende Gott?
    Glaubt ihr, dieses Unding, dieses Nicht-Ding, dieses nichtexistierende Chaos, aus dem Alles wurde und wird, dieses Gott, das weder ist noch nicht ist,
    dieses Licht würde träumen nur um zu beobachten?
    Hinein in seine Träume will es, leben und erleben will es.
    Die Welten sind ihm keine Videoshow.

    Er richtet sich sein Gewandt, der lebende Gott, samt Geschmeide, darum ist noch Disharmonie.
    Doch das Lebendige liebt das Dramatische, das Entkleiden und
    Bekleiden. Erwachen Satori haltloses Stürzen in Träume
    Trancen - Hasten durch Welten.

    Gefühl an sich ist rein, also leer, ohne Inhalt, bedeutungslos.
    Vielleicht ist dies der Zweck, der Sinn des Seins:
    Dem sonst reinen Fühlen und Denken, Inhalt zu geben,
    dass aus zahllosen Beiklängen, Nebentönen, Verfärbungen,
    auf verschiedensten Hintergründen Kunstwerke des Erlebens entstehen. Beglückende und qualvolle.

    Shiva

    Seine Dissonanzen sind schriller entsetzlicher als Menschen
    vorstellbar. Denn der Träumer, Schöpfer setzt die Grenzen des Möglichen. Das Ewige sucht seine Grenzen.
    Zeit Raum Kausalität Imagination Wahrnehmung.
    Wiederholung des Bekannten bannt nicht sein Interesse.
    Darum träumen - machtvergessen.
    Einst wird Isvara sich erinnern, und alle Existenz wird enden.
    Das Ewige kannte bereits viele Erden.
    Traumgestalten Masken Moden bizarrste Konventionen sind das Spiel.
    Was sonst?
    Die Aufmerksamkeit Faszination das Interesse des spielenden
    Kindes Shiva entscheidet was sei.

    Wer kann Schakti Schiva vertrauen? Einer Katze, die ihre Kinder tötet.
    Sind wir ihr so fremd so gering, dass unser Leiden sie nicht berührt
    oder gar Spiel und Zeitvertreib sind?
    Ist sie uns Wolf oder Hirte?

    Allmacht wäre zu einfach.

    Das Vorstellbare Bekannte kann direkt erschaffen werden.
    Die Welt ist so, wie das Lebendige sie will.
    Wie Geschmack Vorlieben, der eigene Stil sich wandeln werden
    in tausend oder gar Millionen Jahren ist unvorhersehbar.
    Sicher wurden bereits zahlose Wirklichkeiten künstliche Paradiese
    als vollendete fertige Schöpfung erträumt.
    Doch was ist ideal, was ist vollendet dem Un-endlichen?
    Statische Harmonie kann dem ewig Lebendigen auf Dauer nicht genügen.

    Es liebt ein Werden Wandlung Unvorhersehbares das Wagnis.
    Vom Lebendigen wird gemieden, was sich plump banal wiederholt.
    Denn was man kennt, muß man nicht mehr erfahren.
    Die eingreifende formende Hand würde bekannte Gesten verwenden.
    Ein formender Wille schöpft unvermeidlich aus Vergangenem.
    Jede der alten Gesten würde die Gegenwart nach dem Bild der
    Vergangenheit verändern, bis sie zuletzt nur noch genaues Abbild
    ist.

    Die Grenzen des Möglichen sollen erreicht werden,
    indem das Mögliche systematisch ausgeschöpft wird.
    Wie öde wäre eine paradiesisch vollkommene Welt der Glückseligen?
    Was müsste uns die Ewigkeit würzen.
    Ein Sündenfall? Würden wir jeden Garten Eden zerstören?

    Imaginäres Beet

    Jedes kulturell geprägte Weltbild versteht die Welt, indem es
    das Reale mit seinen eigenen Farben, seinem eigenen Malmaterial
    abbildet. Analoges wird für Vergleiche gesucht.
    Metaphysische Welterklärungsgebäude werden errichtet.
    Durch das gefundene Malmaterial und durch menschliche
    Subjektivität entsteht Irrtümliches, Ungeplantes, Zufälliges.
    Diese Kunstfehler der Weltinterpretation lassen imaginäre irreale
    Kunstwelten entstehen, die ohne Entsprechung in der realen Welt sind.
    Vielleicht ist dies das Wesentliche!
    Die Irrtümer der menschlichen Interpretation!
    Vielleicht sucht das Lebendige gerade solch irreale Ideen,
    Aspekte des Wirklichen für zukünftige Experimente,
    bisher unbekannte Schöpfungen...

    Und betrat er nun, ohne Erfahrung und Überblick die tierhaft
    bewohnte Welt, und verseuchte sie durch Schrift und Vernunft?
    Ist ihm nun zuzuweisen die Schuld am Menschenelend?
    Ließ nicht Mächtiges zu, daß er in seinen ohnmächtigen
    Hilfsversuchen scheiterte. Zumindest aufhalten, ihm abraten oder
    ihn der Welt verweisen, hätte es können!
    Also war auch die von ihm verzweifelt erlittene eigene Schuld
    Teil der Inszenierung, des Welt-Traums genannt: Wirklichkeit.

    Doch muß Schmerz bis ins Unerträgliche dort herrschen?
    Muß es innere Höllen des Wahnsinns geben, furchtbarer als jede
    körperliche Qual?
    Warum sind die Einsätze jedes Einzelnen im Lebensspiel so grausam hoch?
    Soll auf diese Weise das Spiel an Ernst, an Bedeutung gewinnen? Genügt dem Tänzer, dem lebenden Chaos nur noch dies Extrem?
    Wurde das Lebendige in Zeitaltern des Spielens überdrüssig?
    Ist zu umfassend geworden, die Weltenchronik?
    Die Schöpfung erfüllend, wird sie sich schließen am Ende der Zeit.

    Eden-ende

    Nicht der Zufall regiert. Das ewig Lebendige ein-bildet sich die Welt.
    Darum wird es keine theoretisch ewige Wiederkehr geben.
    Und sollte sich in fernster Zeit sein Erfindungsreichtum erschöpfen,
    ist völlige oder teilhafte Amnesie Ausweg und Medikament wider das Leiden an fehlender Entdeckerfreude.
    Langeweile? Angeödet Sein durch Sichwiederholendes? Ennui?
    Man unterschätze nicht die Macht des Lebendigen.
    Hat es nicht die Macht zu entscheiden, mit welchen Gefühlen und Gedanken auf Erlebtes reagiert werde?
    Welche Grenzen hat es seiner, unserer Macht gesetzt?

    Leere Stille Nichtsein sei zu Zeiten-Stille. - Am Ende des Zeitenflusses.

    Ziel: Niemand soll genötigt sein durch sonst unerträgliche Lebensumstände,
    als Schutz in Phantasiewelten, in Ideologien, in metaphysische Konstrukte,
    in Bedeutungswelten zu fliehen.
    Die Freiheit die Welt nach Belieben zu interpretieren, zu erleben, zu deuten,
    ist Menschenrecht,
    ist das Recht auf Freiheit der Meinung,
    ist künstlerische Freiheit,
    solange sie die Rechte Anderer nicht verringert.

    Gedanke während eines Berichtes über Extremsportarten:
    Findet sich keine andere Herausforderung.
    Kann nicht vermieden werden, daß Ärzte, Chirurgen dazu genötigt werden,
    sinnlos verursachte Schäden wieder mühsam zu heilen, zu flicken, zurecht zu
    schneidern.

    Ich zupfte mit dem Daumen am Bund meiner Hose.
    Als eine Geste des "Mir doch egal", als rethorische Frage: "Was willst du?",
    als ein "Mir doch egal, was du entscheidest".
    Doch ich weiß: dein Spiel, was vom Lebendigen Ewigen gefügt wird, hält sich
    nicht an meine Regeln, an meine Gedankenwege, die mir Instrument sind zu
    entscheiden, welches Etikett ich wohin klebe.
    Etiketten beschriftet mit Namen von Gespenstern wie "gerecht", "ungerecht",
    "wahr", "falsch" oder gar "authentisch".

    Affentheater Menschentheater theatralisches dramatisches...
    Damit unser Leben dramatischer sei, dass unsere Gefühle pathetisch die Welt
    mit beeindruckenden Farben und ergreifenden Klängen erfüllen...
    Platon verriet uns, dass nichts Menschliches eines tiefen Ernstes wert sei.
    Spielverderber!
    Ich erinnere mich an eine beleidigte Katze:
    als wir beide Mäusefangen spielten, brach ich die Spielregeln, indem ich den
    Jäger beim Lauern störte.

    Wer nach seiner Bestimmung fragt, Vermutungen äußert,
    scheint mir Schauspieler zu sein, der während des Spieles nach dem Sinn seiner
    Rolle fragt.
    Er verdirbt die Aufführung. Er fällt aus der Rolle.
    Nichts gegen Rollendistanz.
    Doch sie darf nicht unser Tanzen stören, zerstören.
    Denn wir sind hier, Mensch zu sein...

  • Seele

    Bild erträumte Schuhe

    Traumseits nachts in eigener flüchtiger Schöpfung, erinnert sich
    der Eine, Träumer, daß er sich Schuhe besorgte am vergangenen Tag.
    Nun sucht er, und findet nicht. Erwachen müßte er hierzu,
    denn er ließ sie vor seinem Bett.
    Traumwärts gewandt sucht und sucht er, zuletzt erträumt er sie
    sich. Doch es sind nicht die gestern Erworbenen.
    Er selbst der Träumer schuf sie sich, wie jedes Teil seiner
    Traumwelt.

    Erträumte Seelen

    Erträumt, erfühlt sich das Lebendige in gleicher Weise Seele,
    Geistkörper, um sich selbst innerhalb der erschaffenen geformten
    materiellen Wirklichkeit zu finden?
    Um sich räumlich zu orientieren, obwohl das Lebendige in dieser
    Welt an keinem Ort fassbar auffindbar bleibt.
    Wie der Körper des Träumers an keinem Ort innerhalb seines Traumes
    aufzufinden ist. Eher der Traum in ihm.

    Hüllenlos lebendig

    Das Denkorgan der Seele muß lernen, Programme, Gewohnheiten
    zu finden, dem Licht des Lebendigen nicht Hindernis zu sein,
    sich uns zu öffnen, denn wir sind keine Seelen,
    wir gebrauchen sie, bewohnen sie. Wir sind Sonnen, sind das Leben.
    Die Seele ist das geschreinerte Tor,
    durch das eine lebende Sonne Irdisches berührt.
    Die Seele ist Schatten-, Narbenspur des Vergangnen,
    Gedächtnis des Ewigen, Identität.
    Auflösung, Verlust der individuellen Seele ist nicht der Tod
    des Ichs, des lebendigen Bewußtseins.
    Das Lebendige ist Anfang und Ende jeder Existenz und darum ewig,
    ohne Grenzen, ohne unveränderliche Eigenschaften.
    Das Tor begrenzt, erzeugt ein Innen und ein Außen, ein ICH-BIN
    und ein AUSSENWELT.
    Das Ich ist die Öffnung des Tores, durch die Licht, Wind und
    Sonnenglut ins Begrenzte-Irdene-Häusliche dringen.
    Das Tor, seine Enge, seine gealterten muffigen Mauern,
    Stolpersteine und Spinnweben bannen unseren Blick,
    und wir vergessen unsere Drachennatur.
    Erkennen nicht, daß im Ich Ewiges beginnt.

    Die alten Götter

    Da Gefühle bei Menschen und wohl auch bei Tieren vergleichbare
    Qualitäten besitzen, liegt es nahe, jeder Gefühlsqualität einer
    Quelle zuzuordnen, aus der diese Kraft, Macht, dieser Einfluß
    eines bestimmten Gefühls stammt.
    Beurteilt man menschliche Chemie, den biologischen Körper als
    Instrument, als Gewandt des Lebendigen, bleibt dieser Auslöser des
    Erlebens. Er bewirkt, strukturiert, formt geistige Reaktionen,
    Wahrnehmungen, Gefühle, ist jedoch nicht deren Erzeuger!
    Ursprung jeder Kraft, jeder Macht ist das Lebendige. Gemeinsame
    Eigenschaften lassen auf eine gemeinsame Ursache schließen.
    Wohl der Ursprung unserer Seelen, der unserer Macht Grenzen setzt.
    Eine solche Quelle könnte man als Gott, oder zumindest als eine
    unirdische Kraft bezeichnen. Aber warum nicht Eros, Mars, Zeus...

    Oder ideele Wirklichkeit, deren Schöpfung das Geformte ist?

    Seele

    Die Seele verarbeitet vergangenheitsgeprägt das Empfangene
    für einen Ich-Punkt ohne Raumausdehnung,
    der ohne Seelenhülle ein Tor, ein eigenschaftsloses Nichts,
    unbegreifbarer Funken des Lebendigen wäre.
    Ihre Verarbeitungsmechanismen werden wohl durch
    Korrekturmechanismen ständig verbessert.

    Sobald die Wirkungsabfolge den Punkt des Ichs erreicht, scheint
    sie zu enden. Es ist kaum anzunehmen, daß dort der
    Wahrnehmungsfluß abbricht.
    Alles was durch Grenzen, durch Kosmos entsteht,
    soll etwas kausal bewirken, dazu sind Maß, Grenzen, Eigenschaften
    da.
    Was geschiet mit dem Strom des Erlebens?
    Wie und wohin entschwindet er uns?
    Im Gedächtnis, einer Chronik der Welt?
    Im Lebendigen, in Gott?
    Wir können uns am Willen in uns hinabtasten.
    Wer ahnt, was Willen ist, was freies willentliches Tun ist,
    spürt den Schöpfer.

    Geistkörper Seele?

    Die Seele begrenzt das Erlebte.
    Wahrgenommenes wird von ihr bemessen.
    Sie entscheidet ob eine Wahrnehmung, eine Berührung, ein Kuß
    unbemerkt, unbeteiligt, beiläufig,
    wie ein Fremder auf der Straße, grußlos,
    ohne Blick an uns vorbei einem unbekannten Ziel entgegeneilt,
    oder uns trifft, erkennt, berührt,
    uns in bisher ungeahnte Höhen,
    Tiefen stürzen läßt.
    Sie bestimmt,
    ob der Feuerstrahl einer Wahrnehmung uns trifft,
    und aufblitzen läßt.
    Oder unsere kalte Transparenz
    wirkungslos, widerstandslos durchquert,
    ohne daß etwas geschieht.

    Psyche

    Der Begriff Psyche als Bezeichnung unsereres Innenraumes, unseres Geistkörpers.
    Ist es Gestalt, Position, Besitz oder ein Tun, das wir Identität,
    Persönlichkeit, Ich, Persona, Charakter, Wesensnatur nennen?
    Auf Grund seiner numinosen Natur ist es keiner Definition zuordbar.
    Nichts Vergleichbares findet sich in irdischer Sinnenwelt.

    Gäbe es die Möglichkeit eine exakte Kopie eines Menschen herzustellen,
    wäre diese Kopie nicht derselbe Mensch,
    da der Zeitpunkt an dem die Kopie entsteht unabhängig von der Fortexistenz
    des Originals ist.
    Und würde man sämtliche Atome des Originals innerhalb einer Millionstelsekunde
    durch von der Art identische ersetzen, wäre es nicht derselbe Mensch.
    Die Existenz des Originals würde enden und die der Kopie beginnen.
    Grund: der Zeitraum zwischen Auflösung des Originals und der Entstehung einer
    Kopie kann frei gewählt werden.
    Und da auch das Original fortexistieren kann, muß die Kopie über eine eigene
    Ich-Identität verfügen, die unabhängig ist von ihrer materiellen
    Zusammensetzung.
    Wodurch unterscheiden sich Original und Kopie?
    Durch nichts.
    Würde man nun die Atome meines eigenen Körper der Reihe nach mit denen meiner
    Kopie vertauschen, wann würde ich aus den Augen meiner Kopie blicken?
    Welche Eigenschaft sollte darüber bestimmen, wann der Ortswechsel des Ichs
    stattfindet? Da jedes Atom durch sein identisches Duplikat ersetzt wird,
    findet sich keine veränderte Eigenschaft.
    Es gibt darum nur zwei Möglichkeiten: entweder es existiert kein Ich,
    daß da ein jemand aus meinen Augen blickt ist eine Täuschung einer
    Hirnmaschinerie. Alle Subjekte müssten aus den menschlichen Sprachen entfernt
    werden. Man könnte von wahrem Objekt-ismus sprechen.
    Oder: das Ich existiert unabhängig vom Körper den es auf Erden bewohnt.

    Angeborene naturgegebene Identitätszweifel:
    Ich bin Teil? die linke oder rechte Seite eines? siamesischen Zwillings?
    oder Zwillingspaares?
    Wo ende ich?
    An welcher Stelle?
    Wem zugehörig(?) ist unser Blut?
    Wir lebenden Seelen zählen auf: zwei Seelen teilen sich einen Körper.
    Körper und Geist sind durch das jeweilige Gehirn verbunden.
    Ein gemeinsames Organ kann durch Nerven bahnen mit beiden Gehirnen verbunden
    sein.
    Eine Zuordnung als mein oder dein ist sinnlos.
    Der Körper ist Gewand des Ichs.
    Der Körper ist Umwelt des Ichs.
    Der Körper ist das Ich umgebende Wirklichkeit.
    So.

    Materialisten betrachten sich selbst als Hirnfunktion Hirnwirkung Hirnwerk
    Hirnprodukt. Das wahrnehmende Ich sei eine Illusion. (Wessen Täuschung?)
    Es gäbe kein Subjekt namens ich, heißt es.
    Ich würde gerne mit ihnen darüber streiten.
    Doch nach ihrer eigenen Überzeugung existieren sie ja nicht.
    Ich würde also mit Windmühlen - nein, mit Hirnwerken kämpfen.

    Wer oder was bin ich?
    Bin ich ein Geschehen?
    Bin ich ein Etwas, dem Erleben geschieht.
    Eine Antwort, eine Erklärung wäre Reaktion, wäre ein Gedankentanz,
    eine zugeordnete Bewegung des Denkens und Fühlens.
    Was tue ich, indem ich nach Erklärungen suche?
    Ich suche Namen Bewegungen Gedanken- und Gefühlsgesten, mit denen ich das Sein
    etikettiere. Mehr nicht.
    Doch solch Tanz sei mir genug!

    Ka, nicht konkret übersetzbarer ägyptischer Begriff, der einen Aspekt der
    Persönlichkeit von Göttern und Menschen bezeichnet.
    Der Ka gilt als Träger der zeugenden und Leben spendenden Kräfte,
    als Symbol der ununterbrochenen Lebenskraft, die von Generation zu Generation
    weitergegeben wird.
    Er kommt bei der Geburt eines Menschen in Existenz und besteht nach dessen Tod
    im Jenseits fort.
    Ähnlich wie der Ba nimmt auch er Opfergaben auf und garantiert das ewige
    Fortleben nach dem Tode.

    Ba, nicht konkret übersetzbarer Begriff, der verschiedene Bedeutungsebenen
    umfasst.
    Wie auch Ka und Ach bezeichnet der Ba eine Seinsform von Göttern und Menschen.
    Götter und Könige verfügen über eine Vielzahl von Bas, in denen sich ihre Macht
    zeigt und in denen ihre Wirkung nach außen hin sichtbar wird.
    Bezogen auf den Toten erscheint der Ba als Personifizierung all seiner
    Lebenskräfte und bildet das im Gegensatz zur Mumie aktive, frei bewegliche
    Element des Toten.
    Er wird deshalb gerne, insbesondere in den Privatgräbern des Neuen Reiches,
    als Vogel mit Menschenkopf dargestellt.,
    Der Ba des Toten hält sich im Himmel auf, kommt aber auch regelmäßig auf die
    Erde an »sein« Grab zurück, um die Opfergaben aufzunehmen.

    Ach (ägyptisch, »Lichtgeist, Verklärter«), bezeichnet den mit magischer Kraft
    ausgestatteten Totengeist.
    Königliche wie nichtkönigliche Verstorbene wollten im himmlischen Jenseits in
    der vergöttlichten Seinsform eines Ach weiterexistieren.

    (aus "Kunst & Architektur Ägypten" von Matthias Seidel und Regine Schulz)

    Der Fluch des tibetischen Buddhismus: die Unsterblichkeit des Ka wird
    angenommen.
    Doch die individuelle Macht das Ba wird als sterblich betrachtet.
    So bleibt jedes Individuum der Besitz der Eltern und des sozielen Umfeldes,
    ist doch nur das zugehörige Ka ewig göttlich.
    Das Eigen-Sein scheint ihnen wandelbar und sterblich und darum formbarer Besitz
    Anderer, elterlicher staatlicher Verfügungsgewalt Formgewalt.
    So wird Ewigem Gewalt angetan.

    Der Glaube an das Ich als Kette, als Guna?
    Was meinte Buddha mit 'ich'?
    Die Persönlichkeit? ein Selbstbild, das wir aus Erinnerungen und Gewohnheiten
    zusammensetzen?
    Den Glauben an ein unvergängliches ewiges unbegreifliches Ich war ihm ebenso
    nur ein Puppenspiel, ein Spiel mit Begriffen, mit Vorstellungen, Gedanken,
    eine Beschäftigung ein menschliches irdisches Tun,
    darum eine Falle ein Gefängnis, Ablenkung vom eigentlichen Ziel: der Befreiung
    vom irdischen Sein.
    Jede Vorstellung war ihm Netz, jeder Gedanke Falle irdisches Labyrinth,
    in dem man sich unvermeidbar verliert verirrt verwirrt.
    Denn indem man eine Vorstellung hat, befindet sich unser Geist in diesem
    selbsterrichteten Gefängnis, gebunden an die Form an die Eigenschaften der
    Vorstellung.
    Was bleibt hinter der Rolle der Persönlichkeit dem Ich dem Individuum?
    Namenlos Unbegreifliches Unbenennbares? Ka?
    Jede Antwort bleibt unzureichend, da mehr gefordert wird als eine Benennung,
    und Begreifen immer Namen Benennungen also Begriffe benötigt.
    Selbst Worte wie 'numinoses Zentrum' oder 'göttlicher Lebensfunken' bleiben
    leeres Wortspiel, oder werden zu Schimären, zu kostbar geschmückten Götzen
    mystischer Gedankenspiele.

  • Phoenix

    Erleben heißt:
    ohnmächtig werden unfrei passiv wahrnehmen, sich der Welt nähern, sich identifizieren, zu dem werden, was man erlebt fühlt wahrnimmt.
    Sich passiv hingeben an starre Gesetze, Strukturen, Begrenztes,
    Harmonien, Träume, Weltbilder, Selbstbilder, Vorstellungen,
    Selbstaufgabe. Sich von der Welt formen lassen.

    Ideen, Träume werden so durch unser Erleben wirklich.
    Was wirkt ist real - wirlich zu nennen.
    Wir sind dann Instrument des Geformten.

    Malmaterial:

    Unvermeidliche subjektive Erinnerungsfragmente, Gedanken,
    Gefühle, Assoziationen erklingen als mechanische passive Reaktion.

    Die eigene Vergangenheit prägt, formt, färbt unser Erleben.
    Gebunden an sich wiederholenden Reaktionen, an diese eingeprägten
    Gewohnheiten werden Charaktermasken, Individuen erkennbar,
    definierbar.

    Menschwerdung. Wandlung. Bühne Welt.

    Vorraussetzung Faszination

    Sich einem Werk der Künste, z.B. einem Lied wunschlos hinzugeben,
    gelingt nur, indem wir Interesse hegen.
    Das unsere Wahrnehmungen Dominierende muss ausreichend ernst,
    wichtig, bedeutsam, als machtvoll bewertet werden.
    Diese Bewertung ist Fundament jedes Glaubens, jeder Suggestion,
    jeder Hypnose.

    Reinheit, Katharsis

    Hingabe, Yin ersehnen, als Ziel anstreben?
    Verlangen heißt etwas wollen, ersehnen. Hingabe ist willenlos.
    Die Sehnsucht nach einem dominierenden Menschen,
    aus masochistischen, ängstlichen Gefühlen,
    aus Scheu vor Verantwortung, Schuldgefühlen,
    ist eher Hindernis als Hilfe.
    Wunschträume Erwartungen Verlustängste verhindern eine reine
    willenlos erfüllte Hingabe an das Erleben, an Wahrnehmungen.
    Aktiven Gedanken Ideen Theorien Erklärungen Antworten Vorstellungen stören erwidern blockieren das Geschehen.
    Hingabe an die Sinne bleibt rein solange der Schmutz einer Bedeutung einer Mission einer Moral eines Weltbildes fehlt.
    Solange unsere Wahrnehmung ungetrübt von Kommentaren bleibt.

    Hindernis Schuldgefühle

    Solange die Grundfarbe des eigenen Selbstbildes Schuldgefühle
    und daraus resultierende Verantwortungsscheu bleibt,
    wird Hingabe missinterpretiert als Buße als Bestrafung.

    Eine Reinigung zur Initiation der neuen von Schuldgefühlen
    befreiten Persönlichkeit wird nötig.
    Soll nun ein religiöser Meister oder eine S/M Domina jede
    Verantwortung zumindest vorläufig übernehmen,
    muß zuvor die Scheu vor Verantwortung aus dem eigenen
    Selbstentwurf entfernt werden.
    Dabei stören Herren.

    Hindernis Wissen

    Verhindern wir durch unsere Analysen,
    daß wir noch unbekümmert uns sinnlicher Genüsse erfreuen können?
    Nur solange wir auf Analyse, auf Wissen fixiert bleiben,
    selbstbeherrscht uns nicht vergessen,
    in Sinnesfreuden nicht verlieren können.
    Doch das Bedrohte ist dann längst verloren.
    Uns Sinnenfrohe Sinnliche kümmert wenig, was wir wissen, welche Gefahren vielleicht verborgen sind, sobald wir ignorant genießen, uns der Lust ergeben.
    Das Verstehen Erkennen Wissen um die Künste, Erfahrung, was allesamt die Selbstbeherrschung, die Lebenskunst ermöglicht, darf uns die Fähigkeit der Hingabe nicht rauben.

    Dilemma bei der Hingabe an Andere:

    Es findet sich kaum jemand, dessen Willen frei, ungeprägt
    von äußeren Regeln Tradition Religion Ideologien Weltbildern Gewohnheiten Neurosen oder sonstigen Zwängen ist.
    Der hörige, willenlos wahrnehmende Mensch wird beschmutzt, wird so missbraucht, wird berechenbares Werkzeug.
    Der Zauber eines Menschen verflüchtigt sich, erkennt man,
    dass seine Reaktionen kontrolliert hervorgerufen werden können.
    Ein Wildpferd scheu und frei ist beinahe verzaubert, wie ein Einhorn, eine Fee.
    Sobald es gezähmt mit gebrochenem Willen dem Menschen hörig ist,
    wird es banales Reitpferd, Ackergaul, Werkzeug.

    Autarkieverlust

    Durch Dominanz Anderer wird die Hingabe an eigene Denkmechanismen
    an die eigene Hirnsoftware gestört.
    Sie wächst, entwickelt sich nicht mehr ungehalten, frei von
    groben äußeren Beeinflussungen, Manipulationen, Störungen.
    Hörige willenlose Hingabe in ihrer Passivität wirkt sich immer
    zerstörerisch auf die Gestaltungsfähigkeit innerhalb der eigenen
    Innenwelt, aus Gewohnheiten, Erfahrungen, Erinnerungen aus.
    Darin schreiben formen prägen Andere.
    Darum verdummt uns Hingabe an Ungeeignete.
    Sie nimmt uns Verstand und Instinkte.
    Denn ein passiv reagierendes Werkzeug ohne Eigenleben erlahmt.

    Grobe Prägungen

    Ein fremder Wille kann niemals fein genug Assoziationsstrukturen,
    Denkgewohnheiten, Fühlbahnen prägen.
    Nur Grobes gelingt. Feinere Strukturen überdauern, sollten sie
    kulturgeprägt sich in die groben Muster einfügen.
    Ansonsten bleiben sie störend, irritierend, verursachen Fehlschaltungen, Missklänge.
    Eine "gelungene" Formung Erziehung führt immer zu einer äußerst
    schlichten grobgestrickten Innenwelt, deren Produkte barbarisch roh, unzivilisiert plump primitiv bleiben.

    Gedicht

    Erfüllt mit Licht, Klang, Harmonie, dem Ton der Stille, heiliger
    Ruhe. Sich öffnen seiner Andacht, seinem Schweigen, seinem Blick,
    seiner Anwesenheit, seiner Wachheit.
    Alles versucht Unbeschreibbares zu benennen.
    Man erwacht aus Trance, Alltag, sieht mit lebenden Augen.
    Erblickt Schönheit wirklicher, intensiver, in atemlosem Staunen.
    Ist ergriffen von ihr, vom Leben, von der Intensität der Gefühle,
    des Erlebens. Nicht gebannt in Trance, sondern wach voll flinker
    Anmut, gedankenlos aber reaktionsbereit.

    Hingabe an Andere

    Erst die Gesten und Akkorde finden, sauber spielen lernen.
    Solange muss das Instrument aktiv antworten.
    Sobald jede Geste störungsfrei ohne Disharmonie erklingt.
    ist es sinnvoll sich einer Choreographie passiv hinzugeben.

    Nirvana

    Im Ideal des völlig inaktiven passiven Yin verflüchtigt sich
    das Erleben, Wahrnehmen, da weder eine instinkthafte, tierhafte
    noch eine subjektive von der individuellen Vergangenheit geprägte
    Reaktion ausgelöst wird.
    Dieser Nirvana Zustand ist wohl Brahmas Ruhe Unbewegtheit vor
    und nach jeglicher Schöpfung vergleichbar.
    Doch noch ist Vieles Menschen, uns und fast jeder Erinnerung
    unbekannt, darum lasst uns Schöpfer sein und spielen.

    Ist es innere Haltung?

    Was soll heißen: Gefühle haben?
    Was soll heißen: sich fühlen?
    Ist es Gestalt, Position, Besitz oder ein Tun?
    Dies sind weltliche Begriffe, auf Materielles anwendbar.
    Was geschieht ist ein Anderes.
    Es ist für unseren Verstand, der in irdischen weltlichen Bahnen denkt,
    nicht einzuordnen, nicht greifbar, nicht begreifbar, unfassbar.
    Fassungslos ragt es aus jeder Kartei - wie ursachelose willentliche Schöpfung.

  • Massgabe

    Was entscheidet über die Wahrnehmungsqualität?

    Jede Wahrnehmung besitzt nur eine relative Intensität.
    Sie ist eine Information.
    Unser geistiger Körper bestimmt, was daraus wird, ordnet ein Maß zu.
    Seine geformten "Sinnesorgane" entscheiden mittels Wegweisern
    darüber, welcher der Sinne angesprochen wird.
    Manche Schilderungen von Drogenerfahrungen scheinen dabei eine Austauschbarkeit zu bezeugen: Bilder werden gehört, Musik wird gesehen?
    Eine Skala bestimmt wie intensiv wie eindringlich wahrgenommen wird, ob eine Farbe blass oder intensiv, ob ein Klang laut oder leise sei.
    Innerhalb der Grenzen der zugehörigen Skala kann eine Wahrnehmung
    zwischen unbemerkbar geringer und höchster Intensität bewertet
    werden.
    Wie eine Wahrnehmung vom Ich erlebt wird, bestimmen allein
    die Grenzen, die "Eigenschaften" des bewußten Ichs.
    Es hat also eine Form, hat Eigenschaften, Konstanten der
    Sinneswahrnehmung.
    Diese begrenzen unser Tun und Sein, unsere Freiheit und Macht.
    Ist diese maßgebende Form Seelenkörper zu nennen?

    Menschliche Palette

    Warum reduzieren auf "natürliche" Arten, Farben des Fühlens?
    Erfahren wir zur Zeit die Gefühlspalette des Menschen?
    Gibt es zahllose weitere Farben?
    Das Maßlose Lebendige setzt sich seinem Erleben die
    interessantesten Grenzen, nehme ich an.
    Sollte ein einheitliches Gefühlsspektrum für alle Lebewesen
    existieren, ermöglicht dieses, Erfahrungen aus vielen Leben,
    vielen Welten, in einer Bibliothek des Erfahrenen zu vereinen:
    der eigenen Identität.
    Vielleicht kennen wir nur einen geringen Ausschnitt des
    Fühlbaren Erlebbaren Erfahrbaren, vergleichbar mit dem für
    unsere Augen sichtbaren Licht, diesem kleinen Ausschnitt des
    Frequenzspektrums aller elektromagnetischer Wellen.

    Seele

    Seele ist Barriere zwischen Chaos und materiell physischem Kosmos
    sie redzuiert, begrenzt beide Energieströme, Erleben und Willen,
    gibt Beiden ein Maß.
    Definierbare, "feste" Intensität, Qualität, "natürliche" individuelle Dimensionen entstehen.
    Das ohne Seele eigenschaftslose Bewußtsein begrenzt willkürlich.
    Wahrnehmungen wären keiner festen Größe, Qualität zuordbar.
    Erst die Kontinuität kausaler Wirkungsmechanismen ermöglicht
    sinnvolle Informationen zu erhalten.

    Räumlichkeit

    Die Träume umgeben uns, da sie räumliche Qualität besitzen.
    Jede Wahrnehmung enthält Ortsangaben. Die reproduzierten Reize,
    von uns Träume genannt, immitieren auch die Ortsangaben, die
    "korrekten" direkt durch unsere Sinne wahrgenommenen Ortsangaben.
    So entsteht die Illusion eines Traumes, der uns umgibt.
    Jedem der fünf Sinne ist je ein imaginierter Wahrnehmungsraum
    zuzuordnen, dessen räumliche Ausdehnung den Reichweiten der
    zugehörigen Sinnesorgane entspricht.
    Diese fünf phantasierten, von uns als Wirklichkeit erschaffene,
    Räume, Bereiche, Gebilde lassen sich nicht durch Vergleich
    "erklären", da sie einer anderen Wirklichkeitsebene, als die durch
    sie abgebildete Wirklichkeit des Materiellen, angehören.

    Sehen

    Warum nehmen wir die durch unser Auge getrennten Grundfarben nicht getrennt wahr, wie wir drei Töne verschiedener Frequenz getrennt und nicht als einzelnen Mischton hören?
    Das Verhältnis dreier Größen lässt in uns etwas entstehen, was in der materiellen Welt nicht existiert, da dort nur Licht verschiedener Frequenzen zu finden ist.
    Mischfarben sind imaginäre, virtuelle Phänomene.
    Sie existieren als Teil der, solange wir wach sind, von unseren biologischen Sinnesorganen strukturierten Vorstellungswelt, die wir wahrnehmen, erleben.

    Ist es nicht seltsam, daß sich unser Blick in zwei zerteilt,
    dass wir aus zwei Augen und abertausend Sinneszellen blicken?
    Wir sind gewohnt, den Anderen hinter den Augen zu vermuten,
    doch auch hinter jedem anderen wahrnehmenden Sinnesorgan sind wir zu finden.

    Tautologie:

    Was wir real sehen bestimmen unsere Wahrnehmungsorgane,
    samt Hirn und Imaginationsmechanismen.
    Aber was unterscheidet Wahrnehmungen von individuellen
    Imaginationen, von Vorstellungen?
    Ist Wahrnehmung eine Teilnahme am kollektiven Imaginationstraum
    der Schöpfung?
    Ein Unterschied der Perspektive, verursacht durch Fixierung des
    lebendigen Chaos auf Ichpunkte, auf einzelne raumferne
    Bewußtseine.
    Uneins im individuellen Imaginationsraum mit Anderen.
    Vorstellungs Traumweltenschöpfer.
    Glühwürmchen im Geistlosen.

    Fieberhafte Desorientierung der Sinne.
    Ich erwachte in nächtlicher Stille und Lichtlosigkeit.
    Eine ungewohnte Wahrnehmung drängte sich auf:
    Erstmals seit langen Jahren schlief ich auf hartem Boden.
    Die entstehenden Tastempfindungen konnte ich merkwürdigerweise nicht einordnen.
    Die banale Erkenntnis: ich liege unbequem, war mir verwehrt.
    Was sonst ein Gefühl der Berührung und Schwere im Körper oder auf der Haut war,
    erschien nun undefinierbar, als bisher unbekannte Sinneswahrnehmung.

    Schichten, Lagen abzupellen, drängte es mich.
    Doch was wollte ich damit erreichen?
    Welche Objekte, was abblättern? Was zu finden, zu erkennen?
    Völlig verwirrt erinnerte ich mich anderer Sinne:

    Das Sehen!

    Aus altem Instinkt gelang es mir den Lichtschalter zu erreichen und
    zu betätigen, trotz fehlender Identifikation mit dem eigenen Körper.
    Doch wenig war gewonnen.
    Mich umgebend war Vieles entstanden: Eine ganze Flut von Sinnesreizen.
    Doch was nahm ich war? Was tat ich, dass solches geschah?
    Furchtsam ließ ich das Licht brennen.
    Nach kurzer Zeit erinnerte ich mich wieder an die Welt.
    Hatte ich Fieber? Nein.

    Ich ließ das Licht an, obwohl ich nun wieder wusste,
    dass die sogenannten Schichten und Lagen richtig Kleider und Decken genannt
    werden, daß sonst "eigener Körper" oder "ich" Genanntes dort beginnt.
    Ich konnte nun präzise die gewohnten Grenzen der Außenwelt erkennen.

    Ich begriff, daß ich mit Schichten-entfernen den Versuch bezeichnete,
    Wahrnehmungen einzuordnen in: dem eigenen Körper oder der Außenwelt zugehörig.
    Zur Selbstdefinition des körperlichen Ichs.

    Vermutlich war eine Fehlfunktion des Gedächtnisses Ursache dieser
    Merkwürdigkeit.
    Denn auch in Träumen ist ein Vergessen der gewohnten Wirklichkeit die Regel.
    Beeindruckend war nur, daß die Amnesie eine so wesentliche Funktion verhinderte:
    Das Gefühl im Körper zu sein,
    das mechanische Sich-Identifizieren mit bestimmten räumlichen Bereichen
    der wahrgenommenen Welt.
    Wer glaubt dies sei kein von kulturgeprägten Gewohnheiten abhängiges Auswählen,
    dem sei solch fragwürdiges vorgeführt wie abgeschnittene Nägel oder Haare,
    Parasiten, Darmfauna, Amputationen oder Transplantationen, Tätowierungen
    oder Zufuhr von Wasser und Nahrung.
    Wo beginnen und wo enden die Grenzen des eigenen körperlichen Seins?
    Was soll dies sein: Besitz, mein, dein?
    Wir bewohnen Erschaffenes.

  • Kosmos

    Begrifflichkeit

    Lied des Ewigen ohne Teilung oder Abschnitte.
    Alles fließt? Was ist Wahrheit? Sprache?

    Alles, was wir erleben, ist ein kontinuierliches Geschehen.
    continuare: lat. ohne Unterbrechung fortsetzen
    continere: zusammenhalten
    Seine Wahrnehmungen ordnend, zerteilend, begrenzend
    setzt der Mensch seinem Erleben Marken wie Anfang, Mitte, Ende.
    Erdachtes, Metaphysisches beginnt, dauert und endet.

    Welche Kraft bewirkt, dass Naturgesetze befolgt werden?
    Die Imagination des Ewigen die Schöpfungskraft, durch die Alles existiert.

    Ist euch dies nicht Gottesbeweis genug?: die Kausalität.
    Dass vergleichbare Ursachen in vergleichbaren Umständen auf ähnliche Objekte
    ähnliche Wirkungen bewirken!
    Welche Kraft ist Ursache der Ähnlichkeiten der Wirkungen?
    Wäre ohne ordnenden Geist nicht jede Wirkung unvorhersagbar?
    Dass alles geordnet nach sich wiederholenden Mustern Strukturen geschieht,
    ist was Kosmos von Chaos unterscheidet: seine Geistigkeit.

    Sind Gegenstände metaphysische Konstrukte?

    Eigenschaften existieren, denn Alles existiert durch Wirkung und
    Reaktion bestimmter ortsgebundener Strukturen des Raumes.
    Dinge Atome Teilchen sind dazu nicht nötig.

    Was soll das sein, ein Ding Objekt Gegenstand?
    nichts als metaphysische Konstruktionen, Begriffe
    unserer Vorstellungswelt und Sprache, weil wir es gewohnt sind
    mit Dingen, Objekten zu hantieren, sie zu greifen,
    sie zu begreifen, mit Händen und mit dem Geist.

    Die Vorstellung Objekt, Ding ist Folge der Illusion,
    die physische Wirklichkeit wäre, wie die Welt unserer Ideen,
    zu gliedern in einzelne Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Worte,
    wobei schon dies ungerechtfertigt ist, da eine Idee, ein Ereignis,
    ein Tun ist, das einen Zeitraum benötigt um zu geschehen.
    Ein Ereignis kann nie in der Gegenwart als Ganzes anwesend sein.

    Die Welt ist der Plan

    Ist es Ahnung des Göttlichen, dies taumelnde Entsetzen vor der Ohnmacht, die Welt zu begreifen, zu halten fassen im eigenen Geist, zu begreifen, was ist, was wir sind?
    Die Begriffe banalisieren die Welt nicht mehr!
    Sie werden als Menschenspiel entlarvt.
    Die Welt wurde an keinem göttlichen Reißbrett, in keiner Ideenwelt entworfen, geplant.
    Am Anfang war nicht die Idee der Einfall Gedanke das Wort!
    Die Wirklichkeit ist sich selbst genug.
    Die Welt selbst ist Idee Einfall Gedanke und Wort!
    Ist selbst Werk und Plan.
    Unsere Gedanken Wahrheiten Naturgesetze sind Beiwerk Zier Folge der Klarheit, Unverfälschtheit, Einheitlichkeit der Strukturen im Weltgedanken, im Traum des Ewigen!

    Existiert Materie? Oder sind es nur die Eigenschaften,
    oder Informationen über Datenbewegung, die im Raum existieren.
    Materie kann Energie werden, Energie Materie.
    Muß dann nicht Beides aus einem Stoff sein, Information sein?

    Sogenannte Materie ist nicht simpel, begreifbar.
    Wir glauben sie berühren handhaben fassen treten greifen zu können.
    Dabei bewegen sich nur Puppen auf der Erlebensbühne.
    Uns treffen hirngeformte kausalbegrenzte Wahrnehmungsströme.
    Doch Niemand betritt, am Morgen erwacht, Nachts Erträumtes.
    Keine Traumgestalt erreicht, berührt den Träumer.
    So fern ist er räumlich der Wirklichkeit Traum.

    Aus anderer Art reproduzierter Wahrnehmung gesponnen ist er.
    Nicht Neuschöpfung, sondern Erinnerung des Ewigen ist er.

    Weltenraum samt Sternen:
    Gedächtnis- Vorstellungsraum der Chronik des lebendig Ewigen.

    Die Suche nach Kernteilchen, die Eigenschaften der Materie bewirken, wird absurd, sobald man Eigenschaften eine Eigenexistenz zubilligt,
    oder gar als Tun, als Ereignis ohne handelnde Objekte definiert.

    Kern-"teilchen" können auch als vorgesehene Reaktion auf Wirkung,
    als einer Stelle des Raumes beigegebenes mögliches Reagieren beschrieben werden.
    Bewegung durch den Raum wäre somit die Weitergabe eines Programmes, das über Reaktionen entscheidet von einer Stelle des Raumes zur nebenliegenden. Kommunikation.

    Existiert allein Raum und darin sich bewegende Daten, die vorschreiben, wie sich eine Information als Reaktion auf eine andere zu bewegen habe, wird es möglich, die materielleWirklichkeit als Gedächtnis, als reiner Aufenthaltsort von strukturierten Informationen zu "erklären".

    Jede uns mögliche Vorstellung existiert zumindest als Erinnerung,
    Plan, Ratgeber für zukünftig Erschaffenes.
    Isvara erinnert sich maßlos!

    Spiel mit Worten, Begriffen

    Der Streit darüber, woraus die materielle Welt bestehe, und ob
    ihre Existenz zu beweisen sei, ist absurd, da bereits Begriffe wie
    existent, real, physisch, stofflich und materiell nur
    Bezeichnungen für Unbegreifliches, Unverständliches sind.
    Bereits der Satz "Ich denke also bin ich" setzt sich aus drei
    Begriffen zusammen, die selbst nicht "Wahrheit" sind.
    Wie soll dann die damit beschriebene Aussage "Wahrheit"
    beinhalten?
    Die Behauptung, daß elementare Grundbegriffe wie "ich", "denken"
    und "sein" auf eine "intuitive" Art "erfasst" werden,
    soll nur vom fehlenden Fundament jeder "wahren" Philosophie
    ablenken, damit wir uns mit zeitgemäßen, unkritisch übernommenen
    Vorstellungen begnügen.

    Wir glauben an Wahrheit in der Mathematik, sobald sich unerwartete Symetrien
    zeigen.
    Kreatur. Symetrien lassen eher ahnen, dass ein Schöpfer ordnete.
    Mathematik ist eine Sprache.
    Manche Atheisten behaupten: "das Chaos ordne sich selbst".
    Ich frage, wer gab dem Chaos diese Eigenschaft: nicht Chaos zu bleiben?
    Was lässt aus Chaos Geordnetes werden?

    Lichtenbergs Welt des Feinstofflichen
    Ob es Geister Spukerscheinungen geben könne, überlegte er wohl.
    Dabei ist diese unsere uns scheinbar allbekannte Welt, die Wirklichkeit des
    Materiellen Seins eine feinstoffliche.
    Abgesehen von der Sachlage, dass Atome nur in Kernnähe stofflich,
    ich meine aus einer Masse habenden also massiven Substanz bestehend, erscheinen, ist die materielle Welt flüchtig feinstofflich, sobald man als massgebende Eigenschaft für den Grad an Existent-real-wirklich-Sein nicht den Massegehalt sondern den Gehalt an Leben im lebendigen Sein im Ich im Bewusstsein annimmt.

    Sind wir hasserfüllt verletzen wir uns selbst, bringen wir uns selbst in Gefahr.
    Sei unser Hass auch noch so begründet.
    Was war, aus welchen Gründen wir nun hassen und um uns schlagen ist ohne
    Bedeutung.
    Woran wir uns erinnern, was wir als Vorwand präsentieren uns zu rechtfertigen
    ist ohne Bedeutung.
    Denn da ist kein Richter, keine Moral.
    Was wir fühlen und tun hat direkte Folgen, kausale Folgen.
    Fällt ein rohes Ei vom Tisch entscheidet, der Grund warum es fiel nicht darüber ob es zerbricht.
    Entscheidend über unser Sein und Tun ist was wir sind, ist wie wir sind,
    ist nicht warum wir so sind.

    Es soll auch noch den unerschaffenen Träumer geben.
    Doch dieser fügt sich in die eigenen Traumgesetze.
    Sein Einfluß reicht weiter. Er entscheidet welches Ergebnis wie erreicht wird.
    Er ist der Träumer.

  • Existenz

    Ist das Ich oder geschieht das Ich?
    Ist zu sein ein Geschehen?

    Ein chemisches elektro-chemisches physikalisches Geschehen kann nicht Ursache
    des Bewusst-seins sein.
    Das Bewusstsein ist eben ein Sein, ein Subjekt Objekt Ding Gegenstand - kein Tun kein Geschehen kein Vorgang.
    Wäre es solches, dürfte man fragen, worauf solch Geschehen wirke.
    Einzig mögliche Antwort bliebe: auf das Ich.
    Auf ein Sein. Auf ein Subjekt, dessen erstes Tun es ist, bewusst-zu-sein,
    wahr-zu-nehmen wirklich-zu-nehmen.

    Das Hamlett-Prinzip

    Ein Bewusstsein kann nicht halb existieren.
    Sein Existieren lässt sich nicht abstufen,
    Wir sind oder wir sind nicht.

    Sprachprobleme:

    Bereits von einem Tun zu reden ist wirklichkeitsfern.
    Kein Tun existiert. Kein Tun geschieht.
    Einzig sprachlich werden aus Verben Objekte oder Subjekte.
    Bereits der Begriff Verb ist eine absurde aber unvermeidbare Verdinglichung.
    Um über ein Geschehen reden zu können, muss es Gegenstand werden.
    Unsere Sprache zwingt uns hierzu.
    Kein Geschehen existiert, da Zeitabschnitte nicht existieren,
    da die Vergangenheit nicht mehr existiert, da sie nicht Gegenwart ist.
    Einzig die Gegenwart existiert. Sie ist gegenwärtig.
    Darum kann das Ich keine Wirkung eines Vorgangs sein, da es ist,
    da es kein Geschehen ist, da Geschehen nicht ist, da kein Geschehen ist.
    Da jedes Geschehen einzig menschliches Gedankenkonstrukt ist.

    Ist das Ich kein Tun, muss es Gegenstand, Subjekt sein.
    Dann kann es nicht Teil der materiellen Wirklichkeit sein.
    Sonst müsste man das Ich auf ein einzelnes Etwas reduzieren können,
    da es nicht teilbar ist.
    Es müsste sich ein einzelnes unteilbares Atom, Elektron, Quark finden,
    das identisch mit solchem "Ich" ist.
    Was absurd ist, da an diesem kleinsten Etwas sämtliche Sinnesreize, die wir bewusst wahrnehmen, sämtliche derartige Wirkungsketten enden müssten.
    Dazu ist solch kleinstes Etwas dann doch zu klein in seiner Unteilbarkeit.
    Das wahrnehmende Ich muss raumlos dimensionslos sein!

    Sobald wir nichts wahrnehmen,
    weder Sinnesreize noch eigene Gedanken oder Gefühle, existieren wir nicht.
    Solches geschieht im traumlosen Schlaf: wir sind bewusstlos.
    Einzig träumend erfahrene Zeitabschnitte existieren für uns, darum folgt Traum auf Traum.
    Dazwischen scheinen wir nicht zu existieren.
    Dies Nichtsein ist wohl vergleichbar, oder gar identisch mit dem Nichtsein,
    aus dem alles Sein, alle materielle und geistige Wirklichkeiten wurden.
    Durch ein WERDE - träumend.

    Menschen sind nicht belanglos.
    Und jeder Biologe Physiker oder Chemiker ist ein Diletant,
    solange er glaubt unser Sein sei begreifbar fassbar verstehbar erkennbar,
    da es sich nach vorhersehbaren Regeln nach Strukturen verhält.
    Denn er stellte sich wohl niemals die Frage, nach den Gründen solchen Gehorsams.

    Sein und Werden

    Wie alt sind die Seelen?
    Kann ich nicht erkennen.
    Gelegentlich ahne ich Erinnerungen an lange Zeiträume in Manchen.
    Alte Seelen nennt man Diese.
    Doch wie alt ist Materie Energie?
    Ich glaube: Bevor Materie und Energie war, gab es ein Anderes.
    Bevor es Sein und Nichtsein gab, geschah Anderes - geschieht Anderes.

    Gedanken sind wirklicher als Materie,
    wie ein lebender Baum wirklicher ist als ein Holzbrett.

    Wie sieht eine Seele aus? könnte man fragen.
    Sie sieht nicht aus.
    Wir nehmen Bilder Klänge Gerüche Gedanken wahr, die sie von sich gibt, die sie äußert.
    Ihre Äußerungen sind ihr Erscheinungsbild.
    Ihre Natur ist es mehr-als-Schöpfung mehr-als-Ding zu sein,
    sur-real zu sein, lebendig zu sein, Schöpfer zu sein.
    Darum ist da in ihr kein erkennbares So-und-so-sein Ding-Sein Gegenstand-Sein.
    Sie ist von anderer Art als das Dingliche.

    Materialisten Trost:
    schwarze Löcher sind ohne Raumausdehung also raumlos - wie jedes lebendige Ich;
    schwarze Löcher sind unzerstörbar unveränderlich ewig, solange der Raum und die Zeit existieren werden sie sein - wie jedes lebendige Ich.
    Sind dies nur vergleichbare bisher unbewiesene vermutete Eigenschaften,
    oder gibt es keine zwei verschiedene Formen des Ewigen Seins?
    Gibt es zweierlei Grenzen von Raum und Zeit?
    Die materielle Wirklichkeit endet dort. Beginnt hier die geistige?
    Sind schwarze Löcher der materielle Ursprung des geistigen Seins?

  • Drache

    Das Lebendige meine ich, dich, nicht die Sammelbildchen deines Lebens, die Erinnerungen Souveniers Wunden Embleme Orden Narben, von dir angesammelt.
    Dich jenseits, nein dieseits von gestern, heute und morgen.

    Das lebendige Ewige ist Eins und Viele und Mehr und Nicht-Sein.
    Denn zu sein ist ein Anderes.
    Und wie könnte unsere Existenz, unser Sein enden, da es nie begann?
    Nicht-Sein heißt lebendig-sein!
    Das Sein ist Tun des Ewigen.

    Wie erleben wir Lebendiges?

    Lebendig sollte nur genannt werden, was ein wahrnehmendes Ich
    ist: ein Bewußtsein mit Identität Vergangenheit Gestalt,
    mit der potentiellen Fähigkeit der Kreativität, der Schöpfung.
    Welche Gefühle Erinnerungen, assoziierte und aktuelle
    Wahrnehmungen verbinden wir mit diesem Begriff des Gegenübers?
    Das andere Ich können wir mit unseren materiegebundenen Sinnen
    nicht wahrnehmen. Das Erleben Erfahren eines Gegenübers kann
    Spiegelung der Selbstwahrnehmung, aber auch Erinnerung an nicht
    materiegebundene Sinneswahrnehmungen aus körperlosen Zeiten sein.
    Vielleicht aber auch direktes Wahrnehmen, das trotz Blockierung durch den Menschenkörper erlebt wird, eine vage Ahnung schwacher Beiklang ist.
    Oder ist dieser Beigeschmack intensiv aber unbemerkt da alltäglich?

    Die erlebte Vereinigung zweier Ichs in Liebe könnte durch eine Aktivierung dieser immateriellen Fähigkeiten beiderseits erklärt werden.

    Meditation "lebendig"

    Sich an Begegnungen im Körperlosen erinnern.
    Was nahmen wir damals als lebendes Gegenüber wahr.
    Ist eine lebende Präsenz nicht fühlbar?
    Unabhängig von angeblich für Lebendiges typisches:
    Verhalten Aussehen Geräusche Gerüche usw.
    Ist nicht die eigentliche Eigenschaft mitteilbar ohne diese
    Sinneswahrnehmungen?
    Ist es nicht die erste, ursprüngliche aller Eigenschaften, Formen?

    Was unterscheidet lebende Augen von perfekten Imitaten, die sich bewegen wie Echte?
    Ist nicht etwas zu erspüren, ein bewußtes Ich, das in Filmen nicht zu finden ist.
    So lässt sich Assoziation angefügte Erinnerung von direktem Erleben, Wahrnehmen Erfahren eines lebenden Gegenübers trennen: Man vergleiche Filmpersonen mit Anwesenden.
    Welche Wahrnehmung beendet das Gefühl der Einsamkeit?

    Definition "lebendig"?

    Für den Begriff 'lebendig' findet sich keine vergleichbare Struktur zu sagen: "Dies ist ähnlich wie..."!
    Darum ist er unfassbar, unbegreifbar, wird er als Nebeneffekt Randerscheinung missbraucht.

    Ziel, Traum der Naturwissenschaften:
    Die Eigenschaften der Materie verstehen?
    Man vergleicht doch nur!
    "Diese Anziehungskraft ist wie...",
    "Dieses Magnetfeld, Schwerefeld ist wie...".
    Für "lebendig" findet sich kein "ist wie...". Das ist Alles.
    "Der Ursprung jeder Eigenschaft, die erste Ursache der
    Naturgesetze muß ohne feste Eigenschaften sein. Seine
    Möglichkeiten müssen unbegrenzt sein", schließt man logisch.
    Doch das Ewige Lebendige setzt selbst Grenzen Regeln.
    Träumt und erwacht im Weltenspiel.

    Schöpfungskraft Willensmacht Magie Zauber Wesen innerste Natur des Lebendigen.
    Diese Worte, blind unwissend versuchsweise diesem Bereich zugeordnet, gleichgültig, welche kulturgeprägte Abschnitte Teile sie diffus bezeichnen, benennen sollen.

    Thesenangebot, Vorstellungsbild:
    Das Tor wird weiter als gewohnt geöffnet.
    Sich der Welt weiter öffnen als üblich.
    Worte hierfür: Aufmerksamkeit Interesse Konzentration Faszination
    Das Tor die Öffnung genannt: Bewußtsein Bewußtheit Ich.
    Aber bitte nicht als neu-wahr definieren!
    Keine neue Schublade, Kathegorie!
    Diese unirdische, überirdische, mehralsirdische aber alltägliche
    Geisteshaltung des Lebendigen, des Ichs, des Bewußtseins, des
    Ewigen bitte nicht durch neue Mythen Sammelbildchen Püppchen fürs
    Gedankenspiel für neue Hirnartistik "erhellen" "ausleuchten"!
    Sucht nicht nach Schrauben Bauklötzchen Sperrholz im Heiligsten!
    "Begreift" nicht durch Menschen-"Wahrheit"!
    Nennt es lebendig Ewiges in Liebe!

    Das Ich ist kein Tor. Die Welt ist im Lebendigen.
    Bei solchen Vorstellungen Bildern nicht beweißen wollen nur ahnen, erfühlen.
    Alles Wirkliche ist Traum des Zeitlosen Ewigen.
    P.S.Haben Wissen-schaftler schon bewießen, daß sich zwei Menschen
    in ihren Träumen nicht begegnen können?
    Wissen-Schaftler. Lieber Stimmungs-Bildner.

    Ach ihr ahnt nicht, was ihr mit eurer Bezeichnung Vokabel Kathegorie namens "lebendig" diffamiert!
    Ist nicht was Biologen "lebendig" nennen Begriffsverwirrung oder gar Blasphemie?

    "Ich und das lebendige Ewige ist eins, ist der Vater und ist die Mutter
    aller Dinge." rief einst ein Nazarener und man verstand ihn nicht.
    Gut, ein Verstehen wäre Blasphemie, wäre ein Herabblicken, Geringachten des Ewigen durch den Vergleich mit Geformtem, Erträumten.

    Mechanisches kann dynamisch oder statisch sein, bewegungslos oder in Bewegung. Niemals aktiv lebend oder passiv erlebend.
    Nicht mehr weiterlesen! Stattdessen beobachten:
    Die schnelle Wandlung Bewegung der Gedanken in Worte.

    Macht des Lebendigen, Yang

    Chaosfreiheit Aktivität Macht zu gestalten zu formen.
    Schöpfungsmacht.
    Drache ist nicht identifizierbar, einzuordnen.
    Keine Eigenschaft klebt starr an ihm.
    Er ist veränderlich, beweglich.
    Seine Gewohnheiten, Grenzen wandeln sich fließend.
    Schöpfung, akausal, Willen, Liebe, freies Tun, Neuschöpfung,
    Zerstörung, freie wache Dynamik, ohne Regel, ohne Mechanik.
    Die unergründliche Freiheit eines Beliebens.
    Dem Unerschaffenen entspringt Willen Liebe Leben.
    Es ist lebendiges gedankenloses Tun, von keiner Idee Theorie
    Vorstellung, im Idealfall auch von keiner Wahrnehmung abgelenkt,
    von keiner Gegenströmung verfärbt aufgehalten gebremst.
    Es entsteht im Unbekannten, dessen Öffnung wir sind.
    Es wird geformt von Kräften, deren Quelle Ursache sich in uns befindet.
    Indem man die Saitenlänge fest starr begrenzt entsteht Schönheit Harmonie. Einer Geigensaite sind keine Tonarten, Abstände Stufen vorgegeben.
    Unsere Vorstellung Imagination begrenzt das Mögliche formt Akkorde Rythmen Struktur Harmonie.

    Fehlbenennung:

    Was wir üblicherweise als Willen bezeichnen ist mechanisch, ohne Leben.
    Willenskraft nennen wir das Beharrungsvermögen, die Penetranz Trägheit Sturheit einer starren kulturgeprägten Hirnsoftware.
    Ein blinder mechanischer Gehorsam den erlernten Regeln gegenüber.
    Yang ist nicht dieses "männliche" Zähne zusammenbeißen.

    Willensanstrengung?
    Werden wir von menschlicher mechanischer Gewohnheit mißbraucht, vergewaltigt, mühen wir uns dann? Nein wir folgen willig.
    Zu Anstrengung, Mühe ist eine widerstrebende Kraft nötig!

    Yang ist Licht zu dem es keine Finsternis, keine Negation gibt.
    Die Energie des Lebendigen, aus der Alles besteht,
    durch die Alles geformt ist.
    Im Yang ist es nicht möglich suggestiv beeinflußt zu werden,
    oder gar in eine hypnotische Trance, in willenlosen Schlaf zu fallen.

    Ein bewußtes Ich kann innerhalb dreier Wirklichkeitsebenen
    (der materiellen, der immateriellen Seelen-Geistkörperebene und
    der Ebene der Imagination und Wahrnehmung) willentlich formen, verändern.
    Ist dies nicht ein ausreichendes Indiz, daß unser Bewußtsein einer übergeordneten sur-realen Wirklichkeit zugehörig ist?

    Arroganz und Größenwahn lässt uns glauben,
    allein die Erde sei bewohnt in einem Universum von unbegreiflicher
    Größe.
    Weder Stolz noch Ehrfurcht sondern stille Fassungslosigkeit sollte uns überwältigen beim Versuch zu verstehen,
    was lebendes Ich-Sein genannt werden kann.
    Wir müssen lernen, unsere Ohnmacht und Haltlosigkeit vor solch Unbegreiflichem
    zu ertragen, ohne in begreifbare Mythen zu fliehen.
    Es gilt, die Höhenangst zu verlieren, lernen zu balancieren vor den Abgründen des Seins.
    Dass wir uns nicht mehr an wahre Weltbilder samt Dogmen klammern.

  • Dimensionen

    Dimension: Wirklichkeit

    Neben den beiden Dimensionsarten Raum und Zeit benötigt man eine dritte: Ebenen verschiedenen Wirklichkeitsgehalts.
    Unvorstellbar? Sind die drei Raumdimensionen nicht in gleicher Weise unverständlich unverstehbar unfassbar unbegreifbar?

    Eine neue Dimension?
    Hin zum Ich bedeutet passives Wahrnehmen.
    Weg vom Ich freies aktives kreatives willentliches Belieben.
    Wahrnehmen und freies Wollen sind kausal wirksame Bewegungen im Ich oder Bewußtsein genannten Punkt.
    Diese wirksamen Bewegungen geschehen weder in Zeit noch in Raumrichtung.
    Unsere Imaginationsräume der materielle Kosmos und das lebendige
    bewußte Ich liegen in Belieben-Wahrnehmungs Richtung voneinander getrennt.

    Weltenraum - Sinnesraum/Wahrnehmungsraum - Denkraum/Fühlraum - Geistraum

    Wirklichkeitsebene Wahrnehmungsraum

    Übung, Sichtbares als Eigenproduktion zu erfahren:
    Man betrachte 3-D Bilder a la Magisches Auge!
    Räumliche, scheinbar greifbare, reale, deutlich sichtbare Gegenstände entstehen vor uns durch Augenverdrehen.
    Sie existieren beweisbar in der Wahrnehmungs- und Vorstellungsebene der Wirklichkeit.

    Durch solche perspektivischen Tricks beim räumlichen Sehen wird überzeugend vorgeführt, daß jegliche Wahrnehmung mechanisch durch Sinnesorgane hervorgerufene Vorstellung ist.

    Sind Träume, Vorstellungen keine reproduzierten Wahrnehmungen?
    Sind sie das benutzte Grundmaterial zur mechanischen Produktion von Wahrnehmungen?

    Nach Wahrheit Suchende könnten nun fragen: Sollte nun alles
    Wahrgenommene Imagination Traum sein, was braucht es eine
    materielle Realität? Kann dann nicht WAHR sein: Alles ist Traum?
    Einigkeit im EINEN wäre einzig nötige Vorraussetzung.

    Der Versuch, Wirklichkeitsebenen zu definieren, zu verstehen,
    ist vergleichbar mit dem vergeblichen Bemühen, den Unterschied zwischen den Farben Gelb und Blau zu schildern.
    Er ist erfahrbar, uns offnsichtlich, jedoch nicht beschreibbar definierbar erklärbar.

    Dimension: Zeit

    Die Frage nach dem End- und Anfangspunkt der Zeit wird, indem man beide Zeitpunkte vereint, nicht beantwortet, nur umgangen, indem man einen Kreislauf sich zusamenreimt.
    Dass wir dazu eine zweite Zeitdimension benötigen, in deren Richtung der Zeitverlauf gekrümmt sein muß, wird geflissentlich übersehen.
    Auch nach Beginn und Endpunkt dieser Zeitrichtung könnte man fragen. Eine dritte Zeitdimension muß nun her.
    Die Zeit räumlich in dreidimensionaler Kugelform usw.
    Ein Ende der Dimensionszahl ist nicht absehbar.
    Ebenso die Lösung den Raum gekrümmt anzunehmen.
    Mag sein, wahrscheinlich ist er es. Aber die Frage an welchem Ort
    sich dieses gekrümmte Universum befindet, ist damit nicht beantwortet.

    Jack Smart: "Wie schnell fließt die Zeit? 1 Sekunde die Sekunde."
    Aber vielleicht fließt sie andernorts schneller!
    In Quasarumgebung möglicherweise.
    Um und in schwarzen Löchern soll sie ja langsamer oder sonstwie vergeh'n...

    Verändert sich unsere Geschwindigkeit durch die Zeit,
    unsere Bewußtseinsgeschwindigkeit?
    Ist Zeit wirklich eine Dimension, durch die wir uns bewegen?
    oder ist sie vielleicht ein Nebeneffekt von Hingabe und Belieben?
    Den beiden Bewußtseinsströmen ist die Bewegung, das Strömen, die Zeit gemeinsam. Ist Zeit deshalb "älter"?
    Zeitlose Hingabe und Belieben könnten dem Kosmos, der Schöpfung folgen.
    Dann wäre ihre gemeisame Bewegung durch die Zeit nicht ihre Natur sondern nur Ergebnis einer gewollten dem Kosmos folgenden Blickrichtung.
    Ein zeitloser Chaosozean, der mathematisch punktförmig, keinen Raum einnimmt, da nur "in" ihm Raum existiert, folgt mit seinem Blick künstlich der Zeitbewegung seiner Schöpfung.
    Eine Art Blickkonzentration erzeugt einen zeitlichen Gegenwartspunkt, da sein Blicken und Wollen sonst von Anfang bis Ende der Zeit den Kosmos als gleichmäßige Lichtquelle berühren würde.

    Fünf Dimensionen:
    Drei räumliche, eine Zeitdimension und die fünfte: das Wirklichkeitsmaß.

    Das wahrnehmende Ich ist durch das Maß seiner Wirklichkeit von seinen Sinnesorganen getrennt.
    Wahrzunehmen bedeutet, dass eine Ursache-Wirkungsbeziehung die physische Wirklichkeit verlässt, dass die Reaktion, das Erleben des lebendigen Ichs,
    in einer Wirklichkeitsebene geschieht, die durch anorganische Messinstrumente wohl nicht erreichbar ist.

    In umgekehrter Richtung geschieht willentliches willkürliches Tun.

    Indem wir verstehen wollen, was Willen und Wahrnehmung sei, ist es verlockend diese fünfte Dimension als vierte räumliche einzuordnen.
    Dagegen spricht jedoch, dass bereits die Zeitdimension von gänzlich anderer Art als die räumlichen ist.
    Sie den räumlichen als vierte Dimension beizuordnen ist darum schon fragwürdig.

    Statt pauschal von Dimensionen zu sprechen, wäre es angebracht Zeit schlicht mit ihr zugehörigen Begriffen zu bezeichnen, da bereits Worte wie Richtung, Zeitbewegung eine Räumlichkeit der Zeit implizieren.
    Zeitreisen sind dann logische, aber absurde Denkkonstrukte.

    Sobald man nun von Bewegungsrichtung des Wollens oder des Wahrnehmens spricht, interpretieren wir wieder als räumlich, was von anderer Art ist.
    Die Eigenschaft von welcher Art, auf welche Weise etwas wirklich ist,
    wird variiert.
    Dadurch ist das eine vom Anderen, die physischen Sinnesorgane und das wahrnehmende lebende Ich, voneinander verschieden, getrennt.
    Nicht räumlich, außer wir verlassen unseren Körper.

  • Chaos

    Fragen, heilige:

    Wann entstand die Zeit? An welchem Ort entstand der Raum?
    Was bewirkt die Ursache-Wirkungs-Beziehungen, die Kausalität?

    Wie kann aus zeitloser raumloser Nichtexistenz, aus diesem
    nicht vorstellbarem Urzustand auf kausale Weise etwas entstehen?

    Kausalität ohne Zeit, Raum, Kräfte, Eigenschaften?
    Nicht zu begreifen? Sicher.

    Doch was gestattet euch zu wissen, die Bezeichnung göttlich sei selbst hier unangebracht oder gar überholt?

    Euer Ziel: alle Wunder begreifen und dadurch selbst einziges Wunder sein.
    Hochmütig wollt ihr Herr der Welt, Beherscher, Kenner der Natur sein.

    Doch den Zwängen der Erkrankung Kausaleritis folgend,
    ist Akausales als Ur-sache, Ur-Grund nötig.

    Agnostiker-Hüte, alte?

    Wer ist nicht Agnostiker?
    Selbst Kinder, die vom Göttlichen wissen, daß es aussieht wie der Weihnachtsmann,
    nur weiß angezogen und mit Heiligenschein, haben ihn dennoch noch nie selbst getroffen, kennen ihn also nicht persönlich.
    Kennen? Wissen um? Verstehen?
    Bekannt, gewohnt sind immer nur einzelne Ansichten, Seiten, Züge einer Sache.
    Die Zahl der Perspektiven, aus denen wir etwas betrachten und beurteilen,
    läßt sich vermehren.
    Doch selbst wenn es uns gelingen würde alle zu versammeln,
    bleiben unbeantwortbare Fragen: Wie sind diese nun gegeneinander abzuwägen?
    Wie ist die Bedeutung jeder einzelnen zu ermessen?
    Wo ergänzen sie sich? Wo widersprechen sie sich.
    Was ist wahres Erkennen?

    Als einzige Alternative zum Glauben an Willen als akausale erste Ursache
    gebraucht ihr als Götze ein Prinzip: Zufall.
    Glaube an zufälliges Geschehen, das nur indirekt nach Wahrscheinlichkeiten berechenbar sei.
    Diese vage Berechenbarkeit, diese Pseudokausalität läßt sich per Definition durch keine Fehlvoraussage widerlegen.
    Wurde 60 Mal gewürfelt, davon aber niemals die 6, geschah zwar
    Unwahrscheinliches aber dennoch Mögliches.
    Mit der Zahl der Würfe wird das Ergebnis berechenbarer.
    Unendlich viele Würfe würden sich dem Wahrscheinlichkeitswert von
    1:6 annähern.
    Wird hier nicht im Ewigen eine ideele Wahrheit vermutet, oder als bewiesen angesehen.
    Oder gar eine mystische Kraft namens Zufall, deren Gnade über den heiligen Wahrheitsgehalt einer Prognose, über Glück und Unglück entscheide.

    Zeitgemäße materialistische Religion: Glaube an die Herrschaft
    des Gottes Zufall. Wie sonst zu nennen?

    Nennt die Ursache, das Fundament alles Wirklichen ruhig Zufall!

    Bisher: Überweltliches war Herr über weltliches Schicksal,
    Bestimmung, Fügung, Glück, Unglück.
    Nun: Eine Idee, das Prinzip Zufall soll als weltlich mechanisches
    Surrogat die durch Atheismus und Materialismus entstehende Lücke
    schließen.
    Gesetzmäßigkeiten des sich selbst ordnenden Chaos nun erkannt
    als Ursache der Naturgesetze.

    Agnostische Scherzfrage:
    Mit der Zahl der Wiederholungen eines Geschehens nähert sich das
    reale Gesamtergebnis dem berechneten wahrscheinlichen
    mehr und mehr an.
    Welch heilige, göttlich ewige Kraft bewirkt dies oberste Gesetz
    des Zufalls? Gott Zufallsprinzip, sich selbst erschaffend?

    Lösemittel wider die Fronten "chaotisch, zufällig" und "lebendig,
    willkürlich, chaotisch":
    Zufall sei Streulicht des Lebendigen.
    Wille, samt nötigem Bewußtsein, sei zentriertes Lebenslicht.
    Was unterscheidet eine willkürliche, grundlose Entscheidung von
    einem zufälligen Geschehen? Allein die Anwesenheit eines
    Ichzentrums.
    Numinose Begriffe: Lebendiger Zufall, gestreutes Göttliches.

    Lebendiger göttlicher Wille = Weltenschöpfung?

    Zeit Raum und Kausalität umgeben, umhüllen, bergen muß es.
    Zeitlos, raumlos, unbewegt.
    Sonst ist es geformt, erschaffen, gewollt.
    Schöpfung einer "älteren" Ursache, und nicht "erster" Schöpfer,
    Beweger, "erstes" Licht und Leben...- kausal gesehen.
    Scheinbar. Logisch durchdacht.
    Agnostisches Aber:
    Aber Niemand war da, Möglichkeiten, Macht, Wollen zu begrenzen.
    Nicht einmal durch Strukturgesetze der Kausalität.
    Es ist weder erschaffen noch unerschaffen,
    weder geteilt noch ein einzelnes Ganzes,
    ist Wedernoch und Nichtwedernoch, und Beides nicht.
    Denn jede Eigenschaft ist Chaostraum, vom Grenzenlosen gewollt,
    geformt, auch die Zählbarkeit...
    Wie soll man das Maßlose benennen, bemessen?
    Grenzenlos? Ungeformt? Zeitlos? Allmächtig?
    Aber selbst dies ist keine feste bleibende Eigenschaft,
    da das Lebendige sich Grenzen, Formen, Eigenschaften,
    bis hin zur Hilflosigkeit und Ohnmacht erträumt,
    sich im Traum verliert, vergisst.
    Ist es eine Eigenschaft keine Eigenschaften zu besitzen?
    Nein. Ungeformt zu sein ist keine Form. Menschenworte -

    Das unbekannte Ewige.
    Was nicht bekannt sein kann, da es auch das Ende von Zeit und
    Raum, jeglicher Existenz unberührt läßt.
    Aus dem ein Neubeginn entsteht aus Zeitlosigkeit,
    aus dem, was Sein und Nichtsein, was ein Werden ermöglicht.
    Dem Nichtsein nur Stille ist.

    Unvereinbares vereinen, um auf ein unbenennbares Drittes zu
    verweisen.

    Die Gesetze der Logik werden zum Malstil,
    sobald man erkennen-begreifen-verstehen als Abbilden begreift.

    Die Welt als Wille und Vorstellung?
    Was ist Wille? Was ist Vorstellung?

    Ersetzt man durch Erklären nicht einen Begriff durch andere
    Bezeichnungen, Benennungen, Assoziationsgebäude?
    Verstehen blendet uns. Zu banal wird uns die Welt.
    Zu sehr reduzieren wir die Datenfülle.
    Darum nur blicken ohne Interpretation!
    Das Unbegreifliche begreifen?
    Eher erträumen!

    Bild Meer
    Das Meer ist nur "da". Bestimmt durch seine Gegenwart die
    Existenzbedingungen aller Geschöpfe in ihm.
    Es tanzt: Sich-in-der-Zeit-Bewegen
    So nennt man, was Ewige tun.

    Bild innerste Mitte
    Das formlose Chaos, in dem jedoch alle Formen und Gestalten als zu
    erträumende Möglichkeiten enthalten sind, bildet die letzte
    innerste aller konzentrischen Mitten.
    Das innerste Zentrum enthält zugleich Alles, alle Welten.
    Unserer Erlebenswelt ist dies fremd, wir finden in unseren
    Erinnerungen Nichts Vergleichbares, glauben wir.

    Bild: Imago, Art des Seins
    Da Alles im Lebendigen entspringt, ist alles lebendig.
    Die Welt, alles Wirkliche ist: Ausdruck, Traum, Sprache,
    Weltbild, Imagination, Anblick, Imago des Lebendigen, des Ewigen
    Vorstellung, vergängliche wandelbare Struktur,
    re-produzierte Wahrnehmung,
    Wille und Vorstellung des Ewigen, des Träumenden, des Lebenden.
    des Träumenden, Lebenden.
    Dennoch ist sie nicht unwirklich.
    Sie ist anders wirklich. Auf ungekannte Art real.
    Das Lebende hält sich dort an selbstgeformte Grenzen des
    Möglichen.
    Es erträumt sich Distanz zu diesen Bereichen, von sich selbst,
    indem es sich mit diesen Bereichen nicht identifiziert.
    Bewegung, Wirkung zum Kosmos hin, Schöpfung,
    und Wahrnehmen, Blicken, Erleben,
    Wirkung vom Kosmos zum erlebenden Ich, wird möglich.

    Schöpfung: Eine erträumte Maske des Grenzenlosen,
    Wahrnehmung, Imagination, Existenz sind Ewigem gleichbedeutend,
    synonym.
    Drei Namen für seine Bewegungen, für Gesten durch die Zeit.

    Grenzen? Alles endet und beginnt im Chaos, im Weltenträumer.
    Mit trauminternen Begriffen, Vorstellungen, Fragen wie
    "Ist es real?", "Existiert es?" ist der Herr aller Grenzen des
    Möglichen nicht zu fassen.
    Welche Traumgestalt soll den Träumer greifen, finden?
    Wo be-finden wir uns? Unsere Träume sind in uns, Teil von uns,
    und doch scheinen sie uns zu umgeben.
    Sobald wir erkennen, an welchem Ort unsere Träume zu finden sind,
    ahnen wir, wohin zu blicken ist,
    zu finden, was Alles um uns, alle Welten,
    und uns selbst erträumt.
    Wie ein Traumgeschehen von Außertraumlichem samt Kausalität
    und nur im Traum Möglichem, vom Träumer bewirkt wird,
    und doch in ihm, als sein Erleben real existiert,
    auf Träume Art,
    so sind Zeit, Raum, Vergangenheit, Zukunft enthalten,
    im ewig Lebendigen, sind künstlich, von ihm imaginiert.

    Nichts ist linear, eindeutig.
    Denn alles ist Ab-bild-werk des Ewigen Lebendigen,
    ist Zeugnis grenzenloser Vielfalt.
    Selbst Naturgesetze, also die Begrenzung des Möglichen,
    das Vergessen, der Verlust der eigenen Allmacht
    ist dem Lebendigen gestattet,
    da es selbst sich alle Grenzen setzt.

    Was soll ihm Grenze des Möglichen sein?
    Es kann sich entscheiden zu existieren, Traum zu sein. Es könnte
    sich auch für die eigene vollkommene Abwesenheit entscheiden,
    für die Verneinung aller Eigenschaften, die seine Existenz
    bezeugen. Doch ohne Grenzen des Möglichen,
    ohne unveränderliche, bleibende Eigenschaften findet sich Nichts,
    den Zustand seiner Abwesenheit auch nur theoretisch
    zu beschreiben, zu unterscheiden von Anwesenheit.
    Es ist weder noch.
    Es ist ungeformt, darum ewig, unendlich, grenzenlos.

    Was nennen wir existent, real?
    Des Ewige existiert nicht nur.
    Was wir wahrnehmen, real nennen, ist sein Traum.
    Diese Träume, Räume der Imagination sind wirklich.
    Sie existieren. Was real sei, entscheidet es.
    Selbst kann es jedoch nicht in gleicher Weise
    real sein wie seine Schöpfung. Es ist darum nicht real.
    Es ist mehr als real.
    Es existiert nicht, da es nicht geformt ist, Traum ist.
    Sein, Existieren heißt "nur" Gedanke des Ewigen sein.

    Unser Vorstellungsvermögen ist Schöpfungsmacht.
    Daß unsere dadurch entstehenden reproduzierten
    Wahrnehmungswirklichkeiten erst mit Hilfe unserer materiellen
    Körper materiell wirklich werden, sind wir gewohnt.
    Dennoch kann dies eine Machtbegrenzung sein, sinngebend.
    So wird eine Eigenreifung der Bewohner einer Welt ermöglicht.

    Alles Spiel?

    Die Äußerung: alles sei Spiel, sei Tanz des Ewigen,
    des Lebendigen, des Unfassbaren, Grenzenlosen,
    verführt zu der Assoziation,
    ein Spiel sei gering, ohne tiefere Bedeutung, nicht ernstzunehmen.
    Diese Äußerung würde der Realität Bedeutung, Wichtigkeit, Sinn
    absprechen.
    Im Gegenteil:
    Es soll die Allmacht des Ewigen bezeugen,
    daß wir es Spiel, Tanz nennen.
    Dem Lebendigen, dem Ewigen ist es Spiel, ist es Tanz.

    Brahmas Spiel, daß die Ewigkeit dem Lebendigen nicht zu lange
    werde bis zum Weltende, dem letzten Vergessen, Auflösen,
    Nichtsein.
    Wann endet das Nichtsein, keinerorts, zeitlos?
    Bis Lebendiges entscheidet zu werden.

    Bild "Am Anfang war das Wort."
    Die Welten, Wirklichkeiten sind Worte, Gesprochenes des Ewigen,
    Lebendigen.
    Doch wer wird angesprochen?
    Wer soll das Geschaffene erfahren?
    Das Lebendige selbst,
    das Eins und zahlos Viele ist, und Mehr...

    Auf welche Weise die Welt entstand, wird gefragt.
    Auf beliebige Weise, denn das Grenzenlose entscheidet, begrenzt
    selbst, was sei, was möglich sei.
    Es ist Anfang und Ende allen Seins.
    Schöpfung überschreitet die Grenzen jeder
    Ursache-Wirkungsbeziehung.
    Das Universum, die Zahl der Galaxien ist exakt so groß, wie
    gewollt. Unendlich vielleicht.
    Denn wie groß ist der Imaginationsraum des Lebendigen, Göttlichen?
    Grenze des Universums ist Grenze seiner Imagination.
    Wie es unmöglich ist die räumlichen Grenzen eines Traumes zu
    erreichen, gelingt dies wohl ebensowenig in unserer materiellen
    Wirklichkeitsebene. Höchste Geschwindigkeit und unbegrenzte
    Reisedauer reichen nicht aus.
    Beides Traum und unsere Wirklichkeit kann man wohl nur durch
    Erwachen verlassen. Durch Satori.

    Gottesbeweiße? Das lebendige Ewige läßt wirklich sein.
    Alles, was ist, muß in ihm sein. Auch, was scheinbar von ihm
    getrennt ist. Es ist mehr als Ein- und Vielheit.
    Seine Macht ist selbstbegrenzt.
    Und darum ist alles, was unsere Sinne erfassen, jede Wirklichkeit
    samt Visionen und Traum ein Geschehen, Werden, ein Tun des
    lebendigen Ewigen. Auch hier ein Zeugnis seiner Unbegrenztheit,
    seiner Allmacht, des Fehlens einer ursprünglichen Natur und
    Wesensart: Geschehen, Werden, Tun sind dem lebendigen Ewigen
    eins, sind vereinbar. - Wie Einheit und Vielheit.

    Unfassbares

    Die Welt ist sein Gewandt
    und darum sind auch für unsere groben Sinne überall seine Spuren
    zu finden.

    Umkreisen wir das Ziel unserer Suche mit irdischen Begriffen,
    die ins Unfassbare weisen.
    In Höhen, Tiefen,
    wo unser menschgebundener Tierkörper
    physisch nicht wahrnehmen kann,
    und unsere Vernunft nichts Vergleichbares, Ähnliches findet,
    außer dem ebensowenig beschreibbaren Bewußtsein,
    dem eigenen Selbst.

    Ein Funke des Lebens,
    raunte man sich zu,
    ein Hauch des Göttlichen sei dort verborgen.

    Ewiges

    Das göttlich Lebendige - das lebendige Göttliche.
    Wer Beides trennt verehrt wohl Götzen.

    Historische Heldenverehrung: Jesuskult der Jesuisten.
    Warum 2000 Jahre in die Vergangenheit starren?
    Lieber verwirklichen, was der Nazarener ersehnte.

    Ich zweifle nicht an der Existenz des lebendigen Gottes.
    Was könnte das Lebendige hindern als der eine lebendige Gott,
    als Gott des Lebendigen zu existieren oder auf andere Weise.
    Sein und Nichtsein zu trennen ist Schöpfung, ist Seinwerdung,
    ist des Lebendigen Werk.

    Zahllos die Wege auf der Suche nach Gott.
    Doch immer endet die Suche im Leben.
    Darum ist das göttlich Lebendige mir Halt und Ursprung,
    Allmacht und Kern meines Glaubens.

    Xenophanes, (580-480 v. Chr.)
    lehnte anthropomorphe Vorstellungen des Göttlichen ab.
    Bewundernswert.

    Bewusst-Sein?
    Wessen ist man bewusst?
    Man ist sich bewusst?
    Was soll das sein, dies Sich?
    Wissend?
    Was weiß man denn schon?
    Was soll das sein, Wissen?
    Ich weiß eben nicht, was das sein soll, zu sein.
    Bewusstsein - dieses Etikett, diese Strohpuppe der Philosophen.
    Ihr lliebstes Spielzeug, ihr schönstes Konstrukt, dieses Püppchen.
    Hört auf aus Verben durch Substantiv-Popanze zu ersetzen.
    Was nützen euch all diese Schimären.
    Statt von Bewusstsein sprecht von Erlebendsein, von Lebendsein, von Tätigsein.
    Doch ich glaube, eine Aussage hat umso weniger Bedeutung je mehr Substantive
    sie gebraucht.
    Wir wollen Objekte, Dinge, etwas Fassbares, Greifbares,
    dann können wir damit handtieren, jonglieren,
    dann glauben wir zu erfassen, zu begreifen.
    Abstrakta lieben wir, sind wir doch Baumbewohner, Hand-Tiere.
    Begriffe, um damit zu handtieren.
    Gebraucht doch Verben! Diese können wir mit Zutaten reichlich würzen,
    präzisieren, daß ein pikantes Gericht werde.
    Solches ist verdaulicher, sollten wir es Anderen vorsetzen.

    Viele Buddhisten halten das Ich für eine Schöpfung eine Imagination einen Traum.
    Und Neurobiologen stimmen ihnen zu.
    Und Beide glauben, sich selbst überschätzend zu wissen,
    was das sei, was wir »existieren« und »Realität« bezeichnen.

    Ist es nicht abwegig für eine uns selbst betreffende Angelegenheit
    einfache begreifbare Erklärungen zu suchen, zu erwarten, zu fordern,
    die unser Vorstellungsvermögen nicht überfordern?

    Das Ich ist kein Tor.
    Die Welt ist im Lebendigen.
    Bei solchen Vorstellungen Bildern nicth beweisen wollen.
    Nur ahnen erfühlen.
    Alles Wirkliche ist Traum des zeitlos ortlos Ewigen.

    Der Schatten das Böse ist keine Kraft wider das Licht.
    Es ist verringertes Licht.
    Wäre das Licht abwesend, wäre der Schatten nicht.
    Auch bedenke man, dass wir nur solches Licht erkennen, das unsere Sinnesorgane
    reizt.
    Die Art unseres Blickens entscheidet darüber, was wir sehen.
    Es muss darum nicht Schatten sein, was wir als Dunkel sehen.
    Strahlend erhellt vom ewigen Licht kann es dort sein - in uns unbekannter
    Färbung.

    Brahman das Ewige denkt nicht wie wir Menschen denken.
    Es kennt keine menschliche Gerechtigkeit.
    Es ist Naturgewalt.
    Unser Leiden ist ihm Färbung intensive Tönung unseres Seins.
    Alles ist aus ihm von ihm ist Brahman selbst.
    Leiden wir leidet es.
    Für den, der Alles ist gibt es keine Schuld.
    Brahman selbst ist es das leidet, wenn wir leiden, denn wir sind eins mit ihm.
    Warum läßt es zu - das Leiden in der Welt?
    Weil es die Welt ist...

  • Zufall

    Zufall

    Def. Nicht zufällig: Es sind ähnliche statische Strukturen oder
    dynamische Abläufe, Geschehnisse, Vorgänge in der Mathematik,
    Physik, Chemie, Biologie oder sonstwo z.B. auch in einer anderen welterklärenden beschreibenden Erfahrungswelt auffindbar,
    die man überzeugend den Zubeschreibenden zuordnen kann.

    Def. Zufällig: Es findet sich dergleichen nicht, denn wie ist Eigenschaftsloses zu beschreiben?
    Welches ist seine Natur seine Eigenart? Keine zu haben??

    Man bedenke dabei: Nach welchen Kriterien ist eine Zuordnung
    überzeugend?
    Und: Ist diese Kriterienauswahl nicht unbeweisbarer Glaube

    Wahrscheinlichkeit

    Unbeweisbare aber praktisch erfahrbare und somit meist überzeugende These:
    Je höher die Anzahl der Wiederholungen eines zufälligen Geschehens ist, umso mehr nähert sich die Fallverteilung sämtlicher Ergebnisse einer
    Verteilungsbeschreibung an, die durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen ermittelt wurde.
    Doch wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verteilung
    sich der berechneten nähert?

    Durch die Berechenbarkeit des zufälligen Geschehens wird seine zufällige Natur doch in Frage gestellt!

    Nicht zufällig sei es, sondern berechenbar, vorhersagbar,
    da Gesetzen, eigenen Prinzipien, denen der Wahrscheinlichkeit,
    folgend.
    Zumindest in der Ergebnissumme sich wiederholender Abläufe.

    Ähnlich dem christlichen Trinitatisparadoxon Drei-ist-Eins
    erscheint mir solch Prinzip: Das Zufällige ist berechenbar.
    Zweifel: Ist die Wissenschaft der Wahrscheinlichkeitsberechnung
    eine Theologie, zur Erforschung der Eigenschaften und Vorlieben
    des umschwärmten Götzen Zufall?

    Götze Zufall, der Herr über Pech- und Glückssträhnen,
    der einzige naturwissenschaftlich anerkannte Mächtige, Ewige.
    Allmächtig, allumfasend, Alles durchdringend, bestimmend.
    Sein Wesen wurde auf weltliches reduziert, säkularisiert.
    Erzwungenermaßen. Heilig, göttlich, überirdisch durfte die
    Schicksalsmacht, nun Prinzip genannt, keinesfalls sein.
    Auch Verehrer, Gläubige beherrscht dieser Götze: In Spielsalons
    oder an Automaten zu finden.
    Wie unterscheidet sich jedoch dies Zufallsprinzip von den alten
    Göttern? Nur ein neuer Glaube, denke ich.
    Zeitgemäße Schöpfungsmacht. Die Wahrheiten der Naturwissenschaften soll sie bestätigen, notfalls als Lückenbüßer für Unerklärliches.

    Evolution: Ein Begriff, Schlagwort definiert,
    erklärt als vom Zufall abhängiges Geschehen.
    Doch wie definiert, beschreibt, erklärt man eben diesen?
    Als nicht exakt berechenbar, nicht beweißbar wird er bezeichnet.
    Definierbar, beschreibbar, erklärbar dagegen soll er sein, im Ungefähren.
    Per Definition sei niemals zu beweißen, dass etwas, das nach unbekanntem Naturgesetz oder Willen, oder Anderem geschah,
    nicht dem Prinzip des Zufalls folgte.
    Nur sehr sehr sehr sehr unwahrscheinlich war es dann und seltsam selten.

    Und sollte jedes messbare Phänomen durch die Naturwisenschaften
    erklärbar sein,
    bis hin zur Ursache der Wirklichkeitsentstehung, der Naturgesetze
    und der Mutter jedes Geschehens, der Kausalität,
    ist die Vorstellung, die Welt sei Schöpfung,
    Werk des Unbegreiflichen, Unfassbaren, Lebendigen,
    da wir nun "Alles verstehen" unhaltbar, widerlegt?
    War es nicht eher dann ewiger Wille, daß die Welt geordnet sei.

    Euer Götze Zufall hatte zahllose Universen nötig,
    dass zufällig eines,
    mit für die Entstehnung des Lebens nötigen speziellen kosmischen
    Voraussetzungen, entstand, vermutet ihr.
    Andere ewige Mächte konnten sich solches wohl ersparen.
    Obwohl es Ewigem naturgemäß freisteht in Universen zu schwelgen,
    in seiner Allmacht.

    Auf die Macht des Zufalls seid ihr gebannt, fixiert.
    Daß Ordnung, Naturgesetze allein aus Zufallsgesetzen,
    nach Chaosprinzipien entstünden,
    halte ich für eine Scheinlösung.

    Überwindet die Hürde der kulturgeprägten Wortbedeutung.
    Hinterfragt überraschend den Begriff Zufall:
    Die Strukturen, die Gesetze, Prinzipien des Zufalls.
    Wo läßt sich deren Ursprung, Quelle, Erzeuger, Ursache finden?

    Eine zufällige schicksalshafte Willensentscheidung aus einer
    Eingebung heraus.

    Zufall, Fügung, Schicksal, Wille -
    Wer kann eines vom Anderen eindeutig trennen,
    da wir doch bereits beim Versuch scheitern,
    diese einzelnen Begriffe von ihrer haltraubenden
    desorientierenden Abgründigkeit, von ihrer unbegreifbaren Tiefe
    zu befreien?

    "Und diese unbegreifbaren, unfassbaren Ursachen, Prinzipien:
    Zufall, Fügung, Schicksal, Wille sind eins.
    Sind das Erste, Ewige, Alles, lebend!"
    stammle ich fassungslos.

    These: Der Begriff Zufall benennt das Fehlen von Gesetzen,
    welche über ein Geschehen bestimmen.
    Fehlende Bestimmtheit, Regelung läßt den Zufall entscheiden.
    Keine zuständigen Naturgesetze sind auffindbar.

    Einwände:
    Gesetze der Wahrscheinlichkeit, falls solche existieeren sind
    ebenfalls Gesetze der Natur.

    Auch das Fehlen einer Struktur ist eine Eigenschaft.

    Was hindert uns, dies Nichts ohne Naturgesetze,
    welches vor Raum und Zeit war,
    ewig und göttlich, numinos zu nennen?
    Wir finden übrigens kein Anderes

    Ein logisches Konstrukt, Erklärungen, wie aus Nichts unser
    Universum zufällig entstand, sollten ebenfalls die Ursache
    logischer Gesetze beschreiben.
    Nur der Vollständigkeit halber.

    Gibt es absolute, unabhängig vom menschlichen Denken existierende
    Wahrheiten?
    Was ist dafür verantwortlich, daß z.B. in der Mathematik
    beweißbare Gesetze auffindbar sind?
    Was ist die Ursache von komplexen, aber den Gesetzen der Logik
    folgenden Strukturen?
    Ist ihre Existenz ein Gottesbeweis?
    Würde ich dies Göttliche nun Zufall oder wahres Nichts nennen,
    dennoch bliebe die Welt Schöpfung dieses Ewigen.
    Ist Zufall nicht ewiges Prinzip jedes Geschehens?
    Und wer den Zufall nicht als verursachende Kraft,
    stattdessen das zufällige Geschehen selbst als akausal,
    als von konkreten Ursachen unabhängig betrachtet,
    den nenne ich exzessiven Nihilisten.
    Weder Wille noch Naturgesetze schufen ihm die Welt.
    Die Welt geschah.
    Raum- und zeitloses Nichts wurde Welt.
    Materie und Naturgesetze ergaben sich so.
    Fügte sich zu der und der Struktur.
    Fügungsgleich.
    Ist solch Erklärung nicht theologisch zu nennen?

    Ein Atheist ist ein Fanatiker im Glauben an die menschliche Vernunft.

    Ist der Zufall nicht das personifizierte Nichts als wirkende Kraft.
    "Es war Zufall. Aus keinem Grund. Keine Ursache war maßgebend."
    Zufall ist der Götze des Atheisten. Denn selbst die Erschaffung des Universums
    geschah ihm zufällig, d.h. der Zufall ist unser aller Schöpfer.

    Blasphemisch absurd: an Zufälliges zu glauben.
    Gibt es nicht genug, was eure Vorstellungskraft überfordert?
    Und da glaubt ihr an Zufall? An scheinbar Begreifbares?
    Ihr verkleinert, was sich euren Erklärungsversuchen nicht entzieht.

    Unsterblichkeit und Allmacht werden trotz Vorhersehbarkeit alles Geschehenden
    erträglich durch Fahrlässigkeit des Allmächtigen.
    Fahrlässigkeit: tanzen, spielen, sein, tun.

    Zufall ist nur ein Wort ein Begriff eine Vorstellung eine Legende.
    Was soll das sein: Zufall?
    Eine Un-Ursache als Ursache?

    Was war die Ursache, dass ich eine 4 würfelte?
    Es gab keine. Es geschah zufällig.
    Ohne Ursache?
    Dann war nichts die Ursache. Das Nichts!
    Der Götze der Nihilisten: Das Nichts, auch genannt der Zufall.
    Sind Spielhallen und Banken nicht eure Gotteshäuser?
    Versuchen nicht atheistische Neurologen zu beweisen, dass Bewusstsein eine
    maschinelle mechanische Funktion des Hirns sei, dass unser Ich samt Willen
    eine Illusion sei?
    Versuchen nicht atheistische Atomphysiker und Astrophysiker gemeinsam zu
    erklären, wie jede Materie zufällig entstehen konnte, zufällig ihre
    Eigenschaften bekam. Neuerdings durch 11 Dimensionen und Superstrings.

  • Vernunft

    Vernunft 2

    Schwerkraft des Mondes, Schwerkraftfeld, wie Erdanziehung, ein physisches Ziehen, Schwerefeld einem Magnetfeld vergleichbar.
    Was aber ist ein 'Feld'?
    Eine Eigenschaft des Raumes?
    Die bloße Existenz von Materie bewirkt die Existenz von 'Feldern' Wirkungsfeldern im sie umgebenden Raum.
    Doch was soll das sein: ein Wirkungsfeld?
    Ich dachte leerer Raum sei ohne Eigenschaften außer Räumlichkeit und Zeitlichkeit. Es muss wohl auch Feldlichkeit geben!
    ?
    Oh, Macht des Mondes...
    Wir messen berechnen Wirkungen. Benennen, was geschieht.
    Menschen entwerfen Erklärungsmodelle und vergleichen Bekanntes.
    Doch niemand versteht was ein Elektro-magnetisches Feld, ein Photon oder eine Schwingung ist. Niemand weiß, was da schwingt.

    Heilige bedeutungsbefrachtete Orte

    Bevor es Kirchen und Heilig-tümer gab, gab es besondere Orte, die nur Wenige als etwas Besonderes erkannten. Damit diese Orte nicht zerstört wurden, hinterließ man dort ein Zeichen ein Mal.
    Oft versuchte man durch Bauten Malereien aufgerichtete Steine, durch Alles, was geeignet schien, die wahrgenommene Wirkung dieses Ortes zu verstärken.
    Auf Fährten gelockt, folge man nun grob oder feinsinnig den Gefühlen des erfahrenen Machtfinders.
    Die nun dort für jeden erkennbare menschliche Ergänzung bewahrt den Ort vor Entweihungen, vor Veränderungen, die ihm unbeabsichtigt seine Wirkung nehmen.
    Doch seine Unberührtheit, seine Unschuld ist verloren.
    Plumpe Manier und Tradition, oder auch nur ungeschickte Hände verdecken ersticken, was man zu schützen vorgab.

    Anfangs ersetzten solche Orte ein Weltbild, später bis Heute stützen sie es.

    Das Leben wird durch die Orte geordnet, an denen es sich abspielt.
    Ordnung ist ein System von Orten. Jeder Ort eine Idee, ein Aspekt des Lebens, der Realität.

    Wer es sich leisten kann verlässt diese Welt des Leidens. Darum ist Sauberkeit Sterilität und erkennbares Design also Künstlichkeit notwendig,
    sich zu distanzieren zu entfernen. Ist die Wirklichkeit in der wir leben, die Orte an denen wir uns aufhalten scheinbar imaginär, scheinen wir uns selbst zu verflüchtigen. Wir werden zur Abstraktion unseres eigenen Daseins.
    Gefühle bleiben real doch sind vielleicht 'nicht wirklich'.
    Denn alles wird möglicherweise 'nicht wirklich'.
    "Glauben Sie wirklich daran nur als Abstraktion zu existieren?"
    Antwort: "Nicht wirklich."

    Als Philologe, als Germanist der Entstehungsgeschichte wesentlicher Begriffe nachforschen?
    Es droht die Gefahr, gleich Gelehrter der Religionswissenschaften, sich in den Fluten historischer und regionaler Details zu verlieren.

    Wer präzise belegen kann, alle physikalischen Gesetze beachtend, wie man sich als Radfahrer zu bewegen habe, das Gleichgewicht zu bewahren sei, wird dadurch nicht zum Artisten.
    Gleiches gilt für philosophische Regelsysteme, die Anweisungen erteilen, auf welche Weise eine These zu beweisen sei.
    Das Befolgen eherner Gesetze der Logik beweist nicht ihren Gebrauchswert, ihren Nutzen und Wert, ihre Effektivität, die Brauchbarkeit einer Denkweise.

    Es gibt keine Wahrheiten - es gibt nur Denkweisen.

    Werkzeugmaschinen funktionieren mehr oder weniger.
    Was soll das sein: eine vollkommene Werkzeugmaschine?

    Sich irren, dabei aber guten Glaubens Sein, vom Nichtzutreffenden überzeugt Sein.
    Die Erinnerung an solche Fehltritte Irrtümer kann uns Hilfe sein,
    die Kunst der Schauspielerei also die Macht des Glaubens überzeugend vorgeführt zu bekommen von uns selbst.
    Die Relativität unseres Wissens nimmt dem Urteil 'unwahr' seine Schärfe.
    Unsere Erinnerungen sind unser eigen Geschmier sind Monument Gemälde Werk eigener Erinnerungskunst.
    Herausgekramt durch den scheinbar in die Vergangenheit gerichteten Blick.
    Leider oder zum Glück ist es eben nicht die Vergangenheit selbst,
    die wir betrachten, denn diese ist, wie es ihr Wesen ist - passee,
    stattdessen sind es Fotos in einem Album, Gedächtnis oder Erfahrung genannt, einer privaten Sammlung von Andenken, Souveniers,
    mit Kaffeeflecken, Wachsmalkreiden, Gedanken und Gefühlen aller Art
    bis zur Unkenntlichkeit für andere Betrachter beschmiert.
    Und stets sind wir überzeugt von der Authentizität jedes einzelnen Fleckens, denn unser zuverläßigster erster Zeuge ist unser eigenes Gedächtnis,
    glauben wir.
    Und da ist kein zweites Gedächtnis als Kritiker, als Zensor der Urteile des ersten.
    Einzig reale Gegenstände und Erinnerungen Anderer, denen wir vertrauen,
    können uns das eigene Gedächtnis ergänzendes Maß sein.
    Argumente, Beweiße, Erklärungen?
    Niemand erwartet solches von Kunstlehrern, von Tänzern, von Artisten.
    Warum sollte der Gedankentanz, das Innenspiel unserer Eigenwelt
    schlichten Regeln der Vernunft, der Logik folgen?
    Da doch keine unserer alltäglichen Bewegungen, keine unserer Gesten
    dies tut.
    Vernunft läßt uns Klischees kopieren, läßt uns die Welt nach vorgegebener Manier behandeln.
    Starres Unbeholfenes Hölzernes sind das Ergebnis.
    Niemals Anmut Eleganz Bezauberndes - niemals Magie!

    Redegewandt?

    Ich konnte einst recht gewandt plaudern -
    doch je älter ich werde, umso mehr Gedankenstriche scheinen mir erforderlich.
    Mit dem Horizont steigt die Zahl der uns möglichen Perspektiven,
    die Zahl der Aspekte, der Argumente, der Assoziationen, der Denkweisen.
    Die Auswahl ist mühsam zu entscheiden, welche wesentlich, ausschlaggebend sind, oder auch nur unseren Vorteil mehren.
    Dogmatisch Vorgegebenes reflexhaft herunterzuleiern, erfordert weder Zeit noch einen einzigen Gedanken.

    Tanzformen - welcher Takt, welche Schrittfolge ist korrekt?
    In welchem Takt ist ein Gedankenweg, ist seine Schrittfolge harmonisch
    oder ästhetisch zu gebrauchen?
    Wie es keinen korrekten Tanz gibt, sondern nur traditionelle, erlernbare Schrittfolgen, Kopfhaltungen, Armbewegungen, Körperhaltungen, ist auch unser Denken ein Tanz, eine harmonische oder disharmonische Folge von Vorstellungen, Empfindungen, Erinnerungen.
    Dass es Wahrheit, logische Gesetze des Denkens gäbe, ist eine Legende.
    Dies mag in der Mathematik der Fall sein, die ich dann heiliges erstes Spiel mit unveränderlichen ewigen Regeln nenne.
    Doch daraus den Schluß zu ziehen, die Gesetze der Mathematik, ihrer Logik ließen sich mißbrauchen, irdische Geschehen zu beschreiben,
    das über rein physikalisches hinausgeht, darf bezweifelt werden.
    Selbst in der Physik findet die Mathematik ihre Grenzen: Man versuche, die Gestalt einer Wolke, die Formveränderungen eines fallenden Regentropfens zu berechnen. (Man beachte hierbei jede Bewegung der ihn formenden Luft.)

    Einzig Ziel kann sein:
    Spielregeln, Gesetze des Lebens-Spiels, Drehbücher zu entwerfen.
    Irrweg ist es das Sein verstehen zu wollen.
    Verstehen heißt nur Analogien finden, vergleichen.
    Beziehungen beschreiben, Ähnlichkeiten finden, nähern wir uns dadurch der Wirklichkeit?
    Einzig Assoziations-Zierrat wird eingeübt, wird zur Denkgewohnheit, wird kultiviert.

    Ver-gleichen? Nichts ist einem Anderen gleich. Ver-ähnlichen?
    Was ist Wahrheit?
    Zu jeder Eigenschaft wird vergleichbares gesucht.
    Am gefundenen wird Maß genommen: soviel größer als... gefärbt wie...
    von ähnlicher Beschaffenheit, Eigenart wie...
    Womit wir vergleichen, welche Eigenschaft wir wie zusammensetzen
    zu einem Bild des Gegenstandes, der begriffen, der verstanden werden soll, ist von uns nach Belieben, oder einer Konvention, einer Mode oder Tradition folgend zu entscheiden.
    Welches so entstehende Abbild soll nun aber einzig wahres Abbild genannt werden?
    Man vergleiche die äußerst unterschiedlichen Abbildungsweisen innerhalb des Kunst genannten Metiers.

    Um es sich anzugewöhnen, nichts als absolute Wahrheit zu betrachten,
    empfehle ich: Deutungen geschichtlicher Ereignisse aus der Perspektive
    verschiedener Parteien zu betrachten.
    Warum sollte anderes für solch unbedeutenden Geschehnisse wie der eigenen
    Vergangenheit gelten?
    Jeder entwerfe seine eigene Vergangenheit.

    "Der philosophische Realismus ist gebunden an den unhaltbaren,
    weil letztlich unverständlichen Gedanken einer "Korrespondenz"
    zwischen wahren Meinungen und der von ihnen gemeinten Wirklichkeit."
    Diese Korrespondenz nenne ich Geist in der Schöpung und Zeugnis, dass alles existierende Schöpfung ist.

    Man meide den Begriff Wahrheit.
    Besser: Betrachtungsweisen Blickweisen Blickarten Sehweisen Seharten

    Eine Buchseite betrachten als Schrift oder als komplexe Musterung des Papiers.
    Letzteres fällt leichter bei Schriften, z.B. arabische oder hebräische,
    die keine Ähnlichkeit aufweisen mit der uns geläufigen lateinischen.

    Wir lassen uns bezaubern, finden wir Symetrien, Analoges.
    Besonders in Kunstbauten der Mathematik.
    Glauben, dies sei Wahrheit. Finden wir doch Vergleichbares in anderen
    Bereichen der Naturwissenschaft.
    Dort ist es messbar, greifbar, wahrnehmbar,
    und wir glauben darum sei es verstehbar, da wir es be-greifen, begrabschen.
    Irrtum.
    Daß wir oft Symetrien in Erklärungsmodellen finden,
    beweist nichts.
    Die Gleichung "3 + 3 = 343" gehorcht zwar logischen Gesetzen.
    Z.B. Die Schreibweise einer Zahl richtet sich nach ihrem Standort.
    Oder: Beide Seiten einer Gleichung müssen sich in der Form entsprechen,
    dürfen jedoch nicht identisch sein.
    Die Schönheit einer Regel entscheidet nicht über ihren Gebrauchswert.
    Eine symetrische Struktur beweist nichts.
    These: Alles Denken ist reproduziertes Wahrnehmen, arrangiert.
    Abstraktionen wie "Hunde haben vier Beine"
    sind Erinnerungen an Platos Wirklichkeit der Ideen,
    die Grundlage, Ursache aller Schöpfung sind.
    Wir glauben, etwas wäre erklärend, wäre einfacher.
    Dabei ist selbst das Einfachste unkennbar.
    Denn wir befinden uns nicht auf dem Wirklichkeitsniveau des Schöpfers.
    Darum bleibt Verstehen uns nicht mehr als Geste unseres Denkens.
    Vereinfachung?
    Wohin?
    Was ist denn einfach?
    Nicht einmal unsere Hirngespinste.

    Wir sind es gewohnt, Komplexes als Gefüge von Einfachem
    oder als Endprodukt zahlreicher einfacher Vorgänge zu betrachten.
    Analyse, Dekonstruieren soll und ermöglichen,
    Phänomene abzubilden in eine unserer Sprachen,
    was wir dann verstehen nennen.
    Doch wie läßt sich ein Gesetz begründen im Sinne von:
    Komplexes entsteht aus Einfachem?
    Wir glauben es sei leichter den Ursprung einfacher Phänomene,
    einfacher Naturgesetze zu erklären.
    Dabei ist die Beziehung Ursache-Wirkung nicht zu erklären.
    Kein Naturgesetz ist erklärbar.
    Woher weiß denn die Matereie allerorts, wie sie zu reagieren habe?
    Was ist dies Attribut namens Eigenschaft.
    Darum: Am Anfang war nicht das Einfache.
    Vielmehr: Grundlegendes wie Zeit, Raum und Eigenschaften sind Phänomene,
    die sich dem Zugriff unserer inneren Gesten, genannt "Verstehen", entziehen.

    Was tun wir, wenn wir abstrahieren?
    Was meinen wir mit "abstrakt"?
    Genügt wirklich eine im Alltag ungewohnte Gedankengeste,
    eine verdrehte, gar akrobatische, artistische Assoziation
    beizufügen, um Bedeutsames ewig Gültiges, also mit göttlicher Macht Verbundenes zu erhalten?
    Reden wir im Allgemeinen, also nicht von dieser Welt,
    sondern von Platos Ideen-Wirklichkeit.
    Reden wir von Konkretem, bleibt es irdisch,
    ohne ewigen numinosen Beigeschmack,
    glauben wir, nehmen wir an.
    Und erst all die Gespenster,
    fein gekleidet mit Doktorhut und meist antiken Gewandt,
    in Mummenschanz aller Art vertieft
    doch stets die Nähe ihres vergoldeten Götzen namens Wahrheit begehrend.
    Solche Konsequenz erscheint uns disparat (um Mitternacht?).
    Welchem Zeitgeschmack, welchem Stallgeruch,
    welch' leisem Blöken zu folgen sei,
    lehrt uns das Feuilleton.

    Unser Denken ist Teil der Schöpfung.
    Der Ursprung lässt sich durch nichts fassen, erfassen, begreifen.
    Unser Denken ist nur ein Tun.
    Auch Tiere fertigen Komplexes.
    Auch unser Körper funktioniert komplizierter als je ein Mensch begreifen könnte.
    In gleicher Weise ist unser Denken ein Tun.
    Begreifen ist ein komplexes Tun.
    Begreifen ist ein In-eine-Sprache-Fassen, was ist.
    Ein Tönen, ein Reagieren auf das, was geschieht,
    ein sich Äußern.
    Wir haben solches Instrumentarium.
    Haben damit Erfolg.
    Doch alles, was wir Denken, was wir wissen, bleibt Bildnis des Realen,
    Abbildung des Realen, also Interpretation.

    Gefunden in einem Magazin: Das Argument es müsse einen ersten unbewegten Beweger geben sei ein Analogieschluss. Solche Schlussfolgerungen wären aber semantische Tricks und genügten nicht den Beweißregeln der Wissenschaften, der heiligen, hochwohlgeborenen Autorität der Wissenschaften.
    Frage: Bestehen nicht sämtliche Wissenschaften aus Analogieschlüssen?
    Da Gleichheit ein Paradoxon ist, da zwei Dinge nicht miteinander identisch sein können, nur ähnlich und dadurch vergleichbar sein können.

    Der Glaube, dass eine erschaffene Gestalt Form wirklich sei, dass sie real sei.
    Eine Imagination, eine Vorstellung wird erst durch den Glauben an sie existent, wirklich, wird durch unser Vertrauen zum Halt.
    Vertrauen in die Wirklichkeit unserer Innenbauten, unserer Vorstellungen
    ist Vorraussetzung jeglicher Schöpfung.
    Fehlt es oder ist es zaghaft zweifelnd, wird unser Tanz unbeholfen, verlieren wir die Balance, stürzen wir, maßlos geworden, haltlos, ohnmächtig.

    Verstehen heißt benennen.
    Verstehen heißt Etiketten aus Gedanken - und Gefühlsgesten anhängen.
    Darum habe ich oft die Vorliebe das Wort "ist" durch "heißt" zu ersetzen.
    Ob etwas durch Fingerzeige, durch Gestikulieren, durch Grimassen durch
    Kehlkopflaute, oder durch innere Gesten, innere Bewegungen, Bewegtheiten, innere Phänomene bezeichnet wird, unterscheidet sich nur durch den von uns benutzten Wirklichkeitsbereich.
    Etwas bezeichnen?
    Zeichen, Symbol, Etikette.
    Wir sind es, die einzig verbinden, was ohne uns in keiner Weise zusammengehört, was sonst niemals zusammenkäme.
    Und verbunden wird nur in unserer Innenwelt.
    Die natürlich wirklich ist, real ist.
    Haben diese beiden Etiketten nicht bezaubernde Farben: wirklich... real...

    Warum sollte metaphysisches Denken logischen Gesetzen gehorchen,
    die wir aus den Naturwissenschaften ableiten?
    Wir können analoge Gesetze entwerfen, die an physikalische Gesetze erinnern, im Gegensatz zu diesen sind jene jedoch nicht beweisbar
    und bleiben darum Gesetze des Stils, der gerade gebräuchlichen Harmonie,
    bleiben Modeerscheinungen.
    Ein Gedankengang kann darum niemals einzig korrekt, niemals zwingend notwendig sein.
    Er kann zeitgemäß, er kann ungebräuchlich, er kann störend, stillos, disharmonisch, sich selbst widersprechend sein.

    Allen, die glauben, daß es Wahrheit gäbe, bewiese die Mathematik,
    sei mitgeteilt: Auch die Mathematik kennt unauflösbare Widersprüche.
    Beispiel: Welches ist die wahre Wurzel von Neun. Ist es Drei oder Minus-Drei?
    Welches ist die einzig wahre Antwort.
    Wer antwortet: beide Zahlen zusammen, wären das eine, einzig wahre Ergebnis, windet sich heraus.
    Denn dieses Beispiel beweist doch, daß zwei sich widerprechende Aussagen,
    dennoch beide unwiderlegbar, also wahr, sein können.
    Was ist somit noch Wahrheit?
    Wer will entscheiden, wieviel sich gegenseitig ausschließender Aussagen
    gemeinsam das erlaubte, beweisbare Bündel wahrer Antworten auf eine Frage
    bilden?

    Ist die Aussage an keine Wahrheiten zu glauben wahr?
    Nein.
    Sie ist eine empfohlene Geste, ein Tanzschritt.
    Selbstgerechten Schritten vorzuziehen.

    In der Stille der Nacht den Wald erlauschend, hörte er ein Kumakil.
    Er wiederholte es in Gedanken.
    Jeden Abend erwartete er es abermals zu hören.
    Später nannte er dies Waldstück Kumakil.
    Denn hatte es ihm nicht seinen Namen mitgeteilt?
    Was mehr ist Kennen? Begreifen? Verstehen?

    Bedeutung ist Zusammenfügen, Assoziiern,
    Verbinden mit erprobten bewährten ausgefeilten Reaktionsweisen,
    daß man leichter entscheiden kann, wie auf eine Gegebenheit zu reagieren sei.
    Etwas Benennen, etwas mit Erinnerungen Verbinden.
    Passende Erinnerungen parat haben, das ist Erkennen.
    Dabei nennen wir passend, was uns nützlich, vorteilhaft, opportun erscheint.

    Beweißbare Aussagen gibt es allein in den Naturwissenschaften namens Physik oder Chemie.
    Doch auch dort ist es angebracht von Wahrscheinlichkeiten zu sprechen.

    In Worten zu denken wird als vernünftiger effektiver mächtiger
    als von höherer Art angesehen.
    Sätze oder grobe Wortgefüge können mühelos geäußert, Anderen mitgeteilt werden.
    Indem wir Gedanken Erinnerungen in Worte fassen, etikettieren wir.
    Wir vereinfachen konstruieren; ist doch Vieles zu komplex.
    Wortloses sprachloses Denken läßt sich nicht in eine Sprache übersetzen.
    Jedes Wort jede Benennung ist ein durch die eigene Vergangenheit geprägtes Bündel von Assoziationen, ist ein Vorurteil.
    Worte sind nur der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den nur durch die
    Sprachen verbundenen Innenwelten der Menschen.
    Subjekt Prädikat Objekt - linear - Ursachen folgen Wirkungen
    Man versuche z.B. Anderen eine einzige Geste in Worten zu beschreiben.
    Gelingt es, haben wir erreicht, dass der Andere erriet, was wir meinten,
    da er sich selbst an das Beschriebene erinnert.
    Sprachlich abgebildet wiedergegeben haben wir hierbei nur einzelne Merkmale Auffälliges.

    Denker
    Was ihren Träumen widerspricht,
    ihnen den Halt raubt, ist fraglich, zweifelhaft, Feind.
    Erwarte nicht Überzeugungs-macht, logische Überlegungen.
    Autorität ermöglicht Glaube Wissen Wahrheit Gewissheit.

    Bedenke: Thesen, die du Anderen unterbreitest, werden abgewogen
    nicht von Freidenkern, nicht von objektiv Denkenden.
    Solches ist utopisches Ideal.
    Von Kultur-geprägten, durch die eigene Vergangenheit, die eigene Historie Gehaltene, Bestärkte.

    Werden dir Wahrheiten verkündet, erinnere dich, daß Sprechen ein Malen-in-Worten war ist und immer bleiben wird.
    Es gibt Darstellungen, die uns wie das Abgebildete erscheinen,
    die es uns erleichtern, gar aufdrängen zu glauben, was uns präsentiert wird sei nicht Abbild Imagination sondern materiell real.
    Gedankengänge, die uns dazu verführen zu glauben, ihr Assoziationsgebräu sei ewige Wahrheit.

    Ich habe nichts gegen den Gebrauch von Chimären.
    Die Kinder sollen weiterhin ihren Teddybären und Schmusepüppchen Geheimnisse anvertrauen.
    Ich sträube mich nur dagegen mit abstrakten Begriffen ein Puppenspiel
    einen Mummenschanz zu inszenieren.
    Kein Nominalstil bitte!

    Physik - Psychik
    Psychokinese
    Was wir Physik nennen ist metaphysisch
    Mathematik ist physische Theologie
    Psychologie ist psychische Theologie
    Hators Kunst Logos Weltgeist numinos
    Was gab den Pyramidenkonstrukteuren die Macht sie zu errichten: Hators Magie.
    Ich meine Sprache und ihre Kinder die Naturwissenschaften.

    Es gibt keine Geschichte,
    es gibt nur Geschichten, die man sich erzählt.
    Jedes Geschehen hat viele zusammen oder gegeneinander wirkende Ursachen.
    Jede Ursache hat mehrere Wirkungen.
    Welche Wirkung man als bedeutend beurteilt,
    welche Ursache man als ausschlaggebend als wesentlich bewertet,
    entscheiden wir selbst nach bewährten Gewohnheiten,
    nach Nutzen nach Gebrauchswert
    oder nach Lust und Laune, danach wie es uns in den Kram passt.

    Analogie zur philosophischen Grundfrage: "Was ist Wahrheit?"
    Man betrachte Vasenbilder, Bilder a la "Magisches Auge"
    oder das Bild mit der jungen/alten Frau.
    Welche Betrachtungsweise idt die richtige?
    Die eine schließt die Andere aus. Immer ist nur eine der beiden Frauen zu sehen.
    Uns wird vorgeführt, dass das, was wir sehen das Produkt unserer Wahrnehmung
    ist.
    Unser Wahrnehmungsorgan entscheidet, welches der beiden Bilder wir vor uns
    sehen.
    Dasselbe gilt für unsere Wahrheiten, an die wir glauben: Unsere
    Weltinterpretationen.
    Mechanismen erzeugen die Welt, in der wir leben mit unserem Denken und Fühlen.

    Wer glaubt, er könne den Ursprung allen Seins verstehen, ist unbeholfen dämlich dumm. Was sonst?
    Denn verstehen ist vergleichen.
    Wozu sich kein Vergleich kein Name keine Bezeichnung findet ist...
    Bedeutungsschwer sind diese 3 Punkte meinen Worten eingeprägt.
    Wie erleichternd, wie befreiend war es für Nietzsche sich Dyonisos zu widmen.
    Die Zwänge Dogmen Denkweisen vorgegebenen Bahnen trunken zerstören.
    Was kann größere Hilfe sein Neues zu finden als das trunkene Taumeln vom Wege, als der Sturz in unwegsame Schluchten?
    Wer glaubt er könne einen Elefanten stemmen, sich über die Schulter legen, ist dumm unbeholfen dämlich. Was sonst?

    Welch' Lied begleitet unsere Wanderung?
    Wir begleiten unser Dasein mit Gedanken und Gefühlen.
    Ob wir ein fröhliches ein bedeutungsvolles oder ein trauriges Lied anstimmen, entscheidet über unser Dasein. (Draufsein)
    So ergänzen wir alles, was wir antreffen, alles was geschieht, was uns zustößt mit unseren Liedern.
    Was gerade Üblich ist, nennen wir der-Situation-gemäß oder adäquat oder passend oder vernünftig.

    Denken gründet auf Axiomen der zugehörigen Kultur.
    Animalische Axiome: wer mich beisst oder Fressen wegnimmt ist mein Feind,
    ist eine Bedrohung, die wir verjagen müssen.
    Wer mich leckt, wer mich fressen lässt, mich ignoriert ist kein Feind,
    ist vielleicht ein Freund, einer von uns, Teil der Familie, der Gruppe Herde Verein.

    Grundlage der Mathematik aus Axiomen: Mengenlehre.
    Ein Gefüge aus Axiomen ist immer eine Glaubenslehre eine Theologie.
    Wie die Definition das Axiom bereits beinhaltet: nicht beweisbare Grundthesen (Wahrheiten?) auf der sämtliche Beweisführungen eines Denkgebäudes gründen.
    Nietzsche lehnte darum 'wahre' Denkgebäude ab.
    Einzig Psychologe wollte er sein.
    Sein Ziel war, dass der Mensch sich selbst und sein Dasein ausreichend
    beherrsche.
    Dass sein Dasein in Zukunft nicht mehr überwiegend aus Leiden bestehe.
    Grundfrage: wer lebe, wer diene dem Leben Anderer, wer erbaue Eden, indem er die Welt ändere verbessere forsche, also die Macht der Menschen über ihr Dasein vermehre.

    Mathematik ist die große Verführerin.
    Sie lässt uns träumen, dass es auch in unserer Welt einzig gültige Ergebnisse Antworten sogenannte Wahrheiten gäbe.

    Es gibt Denkweisen, die es uns ermöglichen zu Jupiter oder Neptun Sonden zu schicken.
    Doch ist eine Geste Bewegung, die es uns ermöglicht eine Tanzpartnerin höher zu heben als andere, darum wahr? die einzig wahre?

    Wir glauben zu verstehen, dabei vergleichen wir nur.
    Es ist wie...
    Verneinende Vergleiche befriedigen weniger: Es ist nicht wie...
    Es folgt regelmäßig die Frage: Wenn nicht so, wie ist es dann?
    Die Frage nach der Wahrheit. Dabei ist ein Vergleich ein Vergleich.
    Etwas ist ähnlich analog beschaffen oder weniger bis gar nicht ähnlich analog.
    Elektronen sind manchmal wie Teilchen, manchmal wie Wellen.
    Elektronen sind eben von Elektronen-Art.
    Vergleichbares finden wir nur in subatomaren Bereichen der Realität.
    Vergleichbares finden wir nicht in Bereichen, die wir wahrnehmen können,
    die wir körperlich mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen können.

    Wer sich selbst gering schätzt, wer Andere geringschätzt, erkennt nicht, dass es nichts Geringes gibt, erkennt nicht, dass alles unbegreiflich ewig unfassbar ist!
    Denn die Kausalität selbst, dass gleichen Ursachen stets vergleichbare Wirkungen folgen, können wir nicht begründen.
    Wir kennen keinen Grund hierfür.
    Doch wir geben diesem Unbekannten Namen: Naturgesetz Ewiges Göttliches Schöpfer.

    Besser als gegeben hinnehmen, unverstanden.

    Was wir zu verstehen glauben, achten wir als gering,
    doch auch was nur Instrument ist, was mechanisch funktioniert,
    ist darum nicht geringer als wir, die wir glauben, uns über etwas zu erheben, indem wir es verstehen, indem wir uns seiner geistig bemächtigen.
    "Ich verstehe Dich. Ich durchschaue Dich. Du kannst mir nichts vormachen."
    Wir fühlen uns nackt entblöst schutzlos ausgeliefert.
    Verstehen ist Waffe, ist Machtinstrument.
    Verstehen ist ein Schwert. Wir besiegen Andere durch unsere überlegene
    Ausrüstung Bewaffnung.
    Darum fühlen wir uns mächtiger höhergestellt als das, was wir verstehen.
    Wir herrschen über die Welt, da wir sie verstehen,
    sind selbst für andere unbesiegbar, da sie uns nicht durchschauen,
    uns und unsere Finten Pläne Tricks.

    Nichts ist einfach.

    Nur weil wir etwas mit unserer Vernunft erfassen können, unser Denken Ergebnisse liefert, die uns nützen, glauben wir es sei einfach.
    Wir Primaten nehmen einen Stock in die Hand werfen ihn hoch und fangen ihn wieder auf und glauben nun diesem Stock überlegen zu sein.
    Er wird uns zu einem simplen Gegenstand und Spielzeug ohne Geheimnis oder Zauber.
    Können wir ihn nicht jederzeit werfen wohin wir wollen?
    Können wir ihn nicht zerbrechen wegwerfen gar essen?

    Kein Zellforscher versteht die zahllosen Vorgänge, die jede Sekunde in jeder Zelle geschehen. Auch in totem Holz geschieht noch genug dank Pilzen Viren und Bakterien.
    Und kein Kernphysiker kann auf die Frage antworten, was denn Materie sei.
    Auch kein Philosoph oder Theologe.

  • Unmythen

    Konsens Monotheismus?

    Durch Monotheismus, Verehrung eines einzigen Gottes wurde der antike Götterhimmel nicht reduziert. Er wurde Privatangelegenheit.
    Jeder verehrt den einen Gott nach eigener Vorstellung.
    Und jeder schuf sich Gott zum eigenen Weltbild passend.
    Zuvor konnte man streiten, wer oder was, welches Ideal das Höchste sei. Vielleicht gut so, denn aus Idealismus wird äußerst leicht Faschismus Nationalismus Rassismus Extremismus Diktatur.
    Nun glaubt man "christlich" an einen Gott.
    Nur kennt keiner den "einen Gott" seines Gegenübers.

    Durch die Tyrannei des Esgibtnureinengott ist Intoleranz die Folge.
    Die älteren ägyptischen oder griechischen oder römischen Götter repräsentierten doch Bereiche des täglichen Lebens,
    denen sie Erklärungen Wahrheiten Sinn Bedeutungen gaben.
    Weltordnend welterklärend.
    Ein Konsens, ein Übereinkommen der Angehörigen eines Glaubens
    wird durch die vorgegebene Gedankenwege der Legenden möglich.
    Man kann sich einig sein, was der Götter Gunst oder Mißgunst wecke. Gegenseitiges Verstehen, Vertrauen.
    Der Christen Gott jedoch erklärt nicht genug.
    Zu allumfassend allmächtig allwissend menschenfern vage unbegreiflich sind seine Eigenheiten als DerEine, Einzige, Ewige.
    Die Welt wird nicht ausreichend gedeutet, erklärt.
    Nur Unterwerfung Hingabe Aufopferung unter die göttliche Macht, unter des Herren Willen. Riten ausführen, die eigene Unterwerfung unter die christliche Obrigkeit wird demonstriert.
    Einfachste Fragen enden unbeantwortbar.
    Wissen und Glaube bezeichnen dasselbe: Ein Erklären Verstehen
    Begreifen der Welt. Wissen ist Vorstellung, Glaube.

    Grund der Scheu vor dem Nichtsein:

    Tierhaftes Sterben wird unakzeptabel, sobald das Hirn
    Erinnerungen an das Sein des Lebendigen ermöglicht.
    Perspektiven, die tierhaftes Sterben, ein Ende des eigenen Seins, als sei man ein Ding, anbieten, verursachen Reaktionen der Flucht, der Suche nach Lebensrettung, nach Überleben.
    Wir hasten in Mythenwelten, klammern uns an Legenden, vertrauen Versprochenem.
    Wir ertragen den Mythos nicht, dass alles Lebendige sterblich sei, da er so offensichtlich unserer unbewussten Erinnerung, unserer Erfahrung widerspricht.

    Materialisten leugnen die Existenz des freien Willens.
    Ihr ewiges Prinzip an das sie glauben nennen sie Zufall.
    Das Ich sei eine Illusion resultierend aus Hirnfunktionen.
    Nebenbei: Wer oder was hat die Illusion des Ichs, erträumt sie?
    Vielleicht ein heiliger Geist als Nebenwirkung der Hirnfunktionen.

    "Das Geheimnis und Wesen der Materie ist es, so zu tun als würde sie existieren." Dies sei jedem Leugner des individuellen Ichs an den Kopf geknallt.

    Idyl: Die alte Welt, die alten Götter, durch sie verstand man die Welt.
    Der Wunsch authentisch wahrzunehmen, zu erkennen, zu überblicken, lässt uns zur Zeit ängstlich in Begreifbares, in Meßbares fliehen.
    In Ideen Vorstellungen Träume anderer, oft naturwissenschaftlicher Art.

    Beispiel: elektromagnetisches "Feld"
    Der Begriff Feld klingt wie eine Erklärung. Doch er erklärt nichts.
    "Feld" hört sich greifbar fassbar materiell an.
    Dabei bezeichnet es gerade das Immaterielle das Ungreifbare Unfassbare.
    Es bezeichnet Wirkungsursache im Raum, im Nichts.
    Wir Affen sind manuell fixiert. Um zu wirken muß berührt werden.
    Darum muss ein Feld da sein, den leeren Raum überbrückend, das Objekt berührend, umhüllend, umfassend - wie eine Hand.
    Wer predigte die Feldtheorie?
    Wer war ihr Prophet, ihr Verkünder?

    Zeitgemäße Gralssucher

    Hirnbiologen wider Philosophen: Sind nicht beide auf der Suche nach letzten Wahrheiten?
    Der heilige Gral der Biologie: Das Ich unser Erleben den freien Willen vom Tisch zu erklären, zu beweißen, dass Raum Zeit Energie und Materie der ewige heilige Urgrund allen Seins sei.

    Sind der Mathematik Geweihte nicht ernster zu nehmen in ihrer
    Suche nach ewigen Wahrheiten, nach göttlichen Gesetzen?

    Kommentar zu Äußerungen über von uns nicht begreifbare Geisteskräfte zukünftiger Supercomputer: "Ist ja gut. Wir glauben Dir. Du hast eine echte Chimäre eingefangen. Was du uns vorführst, im Sägemehl deiner Gedanken-Arena ist beeindruckend. Applaus! Applaus!"

  • Sphinxs

    Was nicht durch bekannte Kategorien, mit Hilfe bekannter Begriffe beschreibbar, einzuordnen ist, wird magisch unbegreiflich.
    Die Endlosigkeit eines Kreises oder eines Ringes bannt den Anfang und Ende suchenden Blick.

    Salvador Dali war, nach eigener Beschreibung, fasziniert von Gabelungen, Teilungen in zwei gleiche Bahnen Wege Äste.
    Ein Widerspruch wurde gegenständlich fassbar, wurde den Augen offensichtlich unübersehbar: Lineares Denken, das nur eine von uns richtig genannte Lösung Antwort Reaktion Welterklärung Interpretation zulässt, diese banale Denkmaschinerie erstarrt in uns - ratlos.
    Die unbegreifliche Sphinx, die sich in Allem offenbart, sobald wir uns nicht mit Wortspielen zufrieden geben, knurrte leise.
    Wer das Dunkle aufklären will, muß manchmal die alte 'Klarheit' fliehen.

    Rätsel Sehen:

    Zu fragen, was Farben sind, bedeutet zu fragen, aus welchem Material Trauer ist.
    Grundfarben sind in Wahrheit Phänomene optischer Vorstellung.
    Materiell physisches Licht ist in seiner Existenzqualität völlig verschieden vom erlebten gesehenen "Licht" der Wahrnehmung.
    Was wir sehen ist Wirkung des Lichts, Abbildungsmedium und darum im Informationsgehalt, in seiner Struktur, mit Schatten vergleichbar: Die abgebildeten Merkmale erlauben Rückschlüsse, das Medium selbst nicht.
    Dies gilt für jede Wahrnehmungsqualität.
    In der materiellen Welt existieren nur Wellen mit jeweils verschiedener Frequenz, wie es verschiedene Tonhöhen gibt.
    Jeder Versuch die Farbe "Blau" zu erklären, zu interpretieren bleibt absurd.
    Die Farbe ist sich selbst genug. Sie spricht für sich selbst.

    Und ebenso war und ist es mit Allem Realen.

    Erklärungen in unverständlichen Fachsprachen sind keine Wahrheiten, sondern differenziertere Benennungen des zu Beschreibenden.

    Die lichtempfindlichen Nervenzellen unseres Auges haben sich
    auf drei Frequenzbereiche spezialisiert.
    Innerhalb eines Frequenzbereiches wird das Licht als eine Farbqualität wahrgenommen, egal ob die Frequenz des wahrgenommenen Lichts sich am oberen oder unteren Ende dieses Bereiches findet.
    Innerhalb dieses Bereiches kann eine Farbe nur in ihrer Intensität variieren. Nur darum existieren die drei Grundfarben, aus denen sich jede Farbe "mischen" lässt, und nur darum besteht ein Regenbogen aus drei breiteren Farbbändern und nur schmalen "Übergangsfarben", den Überlappungszonen zweier Frequenzbereiche.
    Eine Mischfarbe ist eine Relation von drei Größen, die von der Menge des Lichts innerhalb der drei zugehörigen Frequenzbereiche bestimmt wird.
    Da das Verhältnis dreier Faktoren allein über die Mischfarbe entscheidet, genügen drei beliebige Lichtfrequenzen innerhalb der drei von uns wahrnehmbaren Frequenzbereichen um abhängig von der zugehörigen relativen Intensität jede mögliche Mischfarbe zu erzeugen.
    Was ist Farbe? Art des Wahrnehmens, also Form der Widerspiegelung des Erschaffenen des Geformten im Schöpfer.

    Die Magie des Hinter-dem-Spiegel
    Die Räumlichkeit des Spiegelbildes scheint zu beweißen,
    daß dort eine zweite Welt existiert.
    Eine Illusion unserer Sinnesorgane, die räumliches Sehen
    ermöglichen. Ähnliche Sinnestäuschung entsteht durch unser
    Schielen auf pseudoräumliche Bilder, z.B. auf Bilder der
    Buchreihe "Das magische Auge".
    Nur, ist nicht Alles, was wir sehen, Alles, was wir wahrnehmen,
    Spiegelung der Welt mittels unserer Sinnesorgane?
    Welches ist die "Wahrheit"?
    Unser Erleben nimmt Räume ein, die wie seltsame Zugänge in
    "surreale" Wirklichkeiten in unserer Wirklichkeit des Materiellen
    unauffindbar sind.
    Die räumlichen Bilder der Welt, die wir als Sinneswahrnehmung
    erleben, wo, befinden sich die von unseren Sinnesorganen erzeugten
    Strukturen? In welcher Wirklichkeit? In welcher virtuellen
    Räumlichkeit?

    Räumlichkeit. Jeder erfährt sie, erlebt sie.
    Doch man schließe ein Auge, starre auf einen Gegenstand ohne
    Neufixierung des Auges und bewege nicht den Kopf.
    Unsere Erfahrung, unser Erleben ist natürlich Produkt unnserer
    Wahrnehmungsverarbeitung.
    Raum ist Vorstellung, ist Erleben, ist unser Werk, Imagination.
    Doch was verarbeiten wir zu Wahrnehmungen?
    Welches Original bilden wir in uns ab?

    Vergleichbares fehlt um "Wahrheiten" zu finden, zu begreifen
    a la: Ein Fußball ist von Blasenart, nur zerplatzt er nicht
    seifig bei Berührung.
    Alles klar?

    Mathematik gleich Theologie

    Die Grammatik der Mathematik, gleich welches Zahlensystem,
    ist durch Gesetze der Logik gesetzt.
    Auch dies ist ursprüngliche Schöpfung des Ewigen.
    Doch nichts außergewöhnliches!
    Jede Form, Struktur, alles Sein ist vom Lebendigen Maßlosen
    geformt bemessen!

    Was ist Schwerkraft? Hier wiege ich 73 Kilo. Auf dem Mond nicht
    einmal die Hälfte. Die Eigenschaft Masse hat eine von der
    Anwesenheit, räumlichen Distanz einer zweiten Masse abhängige
    Wirkung. Ohne Berührung. Ist dies Zauberei? Eine Veränderung des
    Raumes? Was ist Masse?
    So unbegreiflich wie Zeit und Raum, denn es existiert nichts
    vergleichbares. "Erklärungen" sind banales Benennen, Lallen,
    Hüpfen auf einem Bein.
    Bsp.: Was ist Magnetismus? Was heißt hier Elektro-Spin?

    Zeit als räumliche Dimension erklären zu können, was bringt's?
    Verständnis des Unbegreiflichen? Der Realität?
    Die Illusion die "Wahrheit" gefunden zu haben?
    "Endlich können wir die Zeitdimension mit etwas vergleichen und
    sie so 'verstehen', 'begreifen'!"... Denkste!

    In unserer Sprache ist zum Beispiel nicht enthalten:
    Das christl. Trinitatisparadoxon: Eins ist drei oder gar viele.
    Nicht Vorstellbares der Physik: Materie aus Protonen, Quarks,
    Strings, elektromagnetischen Wellen z.B. Licht.
    Oder auch "nur": Elektrizität, Magnetismus, Schwerkraft.
    Auch: Wahrnehmen, Sein, Willen
    Oder neutral: Geschehen.
    Jede Definition ist und bleibt Begriffsklauberei!

    Das lebendige Ewige.
    Die Abgrenzung zu Anderen wird difuses, formales Spiel.
    Ebenso jedes ,Wissen' um das eins sein mit Allem.
    Zählbarkeit ist Form also Schöpfung, also nicht eigentliche,
    unveränderliche Natur des Lebendigen, ihm nicht wesenseigen.
    Übrigens: der Begriff "das Lebendige" ist ähnlich wie
    "die Weltmeere" ein Oberbegriff, dem je nach Sinnzusammenhang
    eine Bedeutung als singuläre abstrakte(?) Gesamtheit Ganzheit,
    oder als Ansammlung alles Lebendgenannten zugeordnet wird.
    Doch man glaube nicht, mittels eines mehrdeutigen Begriffs
    das unvergleichbar Unvergleichliche zu erfassen, zu verstehen.
    Allein die störende Kategorie der Zählbarkeit wird beim Begriff
    "das Lebendige" als Gottesname vermieden.

    Was ist tun, leben? Was ist Erleben?

    Beides ist nicht zu erklären! Erklären heißt Vergleichen.
    Zu Beidem findet sich aber nichts Vergleichbares.
    Tun und Erleben umfasst Alles, was existiert,
    Alles, was geschieht in sämtlichen Wirklichkeitsebenen.
    Leben und Erleben...
    Die Trennung Subjekt und Objekt ist nicht nötig.
    Alles ist doch Tun, Geschehen, Ereignis.
    Ist nicht auch Materie nur ein Tun, ein Geschehen von Feldern, Kräften?
    Genügt es nicht ein Geschehen ein Tun einen Vorgang zu beschreiben?
    Benötigt man dazu Gegenstände Dinge Objekte Subjekte?

    Sein, existieren, tun geschehen -
    Jede Vorstellung, die wir damit verbinden, ist Bildchen,
    Bildung aus Erfahrenem, Erlebtem, ein in Beziehungsetzen,
    Vergleichen.
    Man nennt dies erklären, begreifen, verstehen.
    Doch was heißt das schon!
    Wer kann sein von tun trennen?
    Wer kann beweißen, daß Eigenschaften, z.B. chemischer Stoffe,
    nicht aus konstanten willentlichm Tun bestehen?
    Ist nicht jede Wahrnehmung selbst ein Wundergeschehen wie
    willentliche Schöpfung, auch wenn sie von körperlichen
    Sinnesorganen geprägt, geformt wird?
    Man nehme sich nicht zuviel heraus, blase sich nicht so auf
    um zu rufen "die Wunder der Welt hat mein Geist überwunden,
    Heiliges findet sich nun nicht mehr".
    Begreifen, verstehen ist nur Gedanken-Geste.
    Selbst das Ewige begreift nicht, was es ist, was Tun, Geschehen,
    Sein ist, denn eine solche Geste ist ein geringeres Tun,
    als Wahrnehmung und Schöpfung, als Erleben und lebendiges Tun.
    Geringeres kann Höheres, Umfassenderes nicht beherbergen, in sich bergen.
    Ein einzelnes Instrument allein läßt keine Symphonie erfahrbar werden.

    Heiligste Fragen

    Was ist, was uns umgibt? Was ist, was wir um uns wahrnehmen?
    Was sind wir selbst?
    Ist nicht jede erklärende Antwort Traum, Weltbildchen von
    Menschengeist, Malerei, Wahrheitsgepinsel in Selbstüberschätzung,
    Hochmut? Die Welt sei begreifbar und darum nirgends göttliches,
    ohne Göttlichkeit. "Heiliges, Göttliches muß unfassbar, den
    Menschen unbegreiflich, jedem irdischem Zugriff entzogen,
    undeutbar, unvorhersagbar sein." Lautet das Dogma, dieses
    Überbleibsel aus den alten Götterlegenden.
    Darum müssen wir nur vorführen, dass als Wunder uns Erscheinendes
    erforschbar, erfassbar, letztlich begreifbar sei.
    Und jedes dieser von den Wissenschaften erleuchteten Geheimnisse
    sei uns Beispiel, Beweiß, daß nichts und niemand unseren
    Herrschaftsanspruch in Frage stellen kann.
    Wie billig!
    Dabei ist euer heiliges Verstehen, allein Tanz, Gedankengeste.
    Verstaubte Götzen zu zerbrechen, soll beweißen,
    daß Ewiges zerbrechlich, Lüge sei, daß Alles endlich sei.

    Das Ohnekörpersein ist uns unvorstellbar.
    Mit Recht. Erinnern sich doch nur Einzelne daran.
    Doch es ist nicht rätselhafter als unser alltägliches Dasein als Mensch auf
    Erden.
    Dieses erscheint uns nur darum banal und begreifbar, da es uns bekannt ist,
    täglich von Geburt bis zum Menschendaseinsende.
    Es wäre ein Trugschluß, körperloses Dasein als schlichtes
    Ohnekörperinderweltsein scheinbar zu begreifen, es zu säkularisieren.
    Es ist in gleicher Weise unverstehbar und ein Wunder wie unser allbekanntes
    Menschauferdensein.

    Es ist ein Mythos, ein Verstehen physikalischer, chemischer, astronomischer
    oder atomarer Vorgänge sei mehr als ein funktionales Abbilden der Realtität,
    sie berechenbar, die Zukunft vorhersagbar werden zu lassen,
    der Menschen Macht zu mehren.
    Wahrheit sei gefunden, verkünden sie, sobald eines ihrer Erklärungsmodelle
    der Wirklichkeit seinen Zweck erfüllt.
    Und sie blicken voll Hochmut in Siegerpose, wie zu Affenhordenzeiten,
    auf das herab, was sie nun verstehen, begreifen, wie sie es nennen,
    was möglicherweise ihrem Einfluß nun mehr unterworfen ist,
    ihnen zum Nutzen.

    Heiliges Axiom
    Retten uns Axiome, also nicht zu hinterfragende Grund-Thesen,
    vor der Orientierungslosigkeit, vor der Sprachlosigkeit?
    Sie sind das Fundament unseres Denkens.
    Es würde sich ohne sie verflüchtigen, würden wir es wagen, es zu hinterfragen.
    Beispiel: Was bewirkt, dass gleiche Ursachen auf ähnliche Objekte stets
    vergleichbare Wirkungen verursachen?
    Oder soll ich sagen "bewirken"?
    Unsere Sprache beklagt sich hier, verliert sich im Missklang,
    bedeutungsleer-laufend.
    "Ad absurdum werde sie geführt" glauben die Priester des heiligen Axioms.
    Woran wir glaubten: Amun - Ahura Mazda - Jahwe
    Woran wir nun zu glauben haben: geltendes Axiom

    Wo befinden sich die Grenzen unserer verstehbaren Wirklichkeit?
    In Schwarzen Löchern? wo bereits die Ortsbezeichnung "in" fragwürdig wird,
    da der Zusammenhalt des Raumes dort vielleicht endet.
    Wo gelten die Gesetze der Natur nicht mehr?

    Kausalität: Niemand weiß warum sich Materie und Energie in ihrem Wirken an
    Regeln halten.
    Kausales Geschehen ist abhängig von räumlicher Distanz.
    Eine Ursache (jede Ursache?) wirkt umso geringer, je weiter sie vom Objekt
    ihres Wirkens entfernt ist.
    Die allgemeine Ursache der Naturgesetze muss darum allgegenwärtig sein.
    Alternative: Naturgesetze existieren durch sich selbst, sind autogen,
    in ihrer Eigenart akausal, von unnatürlichem akausalem Ursprung.
    Wie alles andere auch: numinos.

    Synchronizität?: unser innerstes tiefstes Sein scheint weniger räumlich zu sein.
    Welche Größe (bitte in cm!), welche Gestalt Form hat unser Ich?
    Wo befindet es sich im Raum?
    Wo befinden sich die Meere Wälder Städte, die wir uns erträumen?
    Bewirken wir darum durch unser Sein, was manche Fügung nennen?
    Ist es ein Bewirken durch unser Sein, durch unsere Seinsart, unsere Gewohnheiten
    Fehler Schwächen Stärken Tugenden...
    Was wir bewirken, muss nicht in unserer räumlichen Reichweite sein.
    Denn woher wissen wir, dass sich unser ich innerhalb unseres Körpers befindet?
    Wir nehmen es an, da uns Augen und Ohren Zeugnisse der Welt aus dieser
    Perspektive vermelden. Doch damit ist nur bewiesen wo unsere Sinnesorgane und
    unser reizverarbeitendes Organ, ich meine das Gehirn, sich befinden, mehr nicht.

  • Melodie

    Gedankengemälde

    Wird unsere Innenwelt nicht durch Erproben von Annahmen
    gestaltet, oder durch mehr oder weniger gelungene Kopie von Bewährtem?
    Sie ähnelt somit in ihrem Vorgehen dem eines neuronalen Netzes,
    das keine Theorien Wahrheiten Beweißführungen benötigt,
    sondern nur zeitlich stets Aufeinanderfolgendes in Beziehung setzt.
    Dabei bleibt unbeachtet, ob das Aufeinanderfolgen nun kausal begründet, oder synchrones Wirkungsgeschehen einer unbekannten Ursache sei,
    wobei eine Folge verzögert einsetzt, und so durch das zeitlicheAufeinanderfolgen die Illusion eines Kausalzusammenhangs entsteht.

    Denkmanierismen

    Sind Wahrheiten nicht effektive, als brauchbar erwiesene Denkmanierismen,
    bewährte Assoziations-Gesten, Posen des geistigen Tanzes,
    Spiel mit Bedeutungen, gemalte Bilder unserer Innenwelt?

    Sich an einzelne Begriffe, samt zugehörigem Vorstellungsspektren
    zu klammern, bewirkt bemühte Sprachartistik und nicht Wahrheit.
    Besser sich nicht an Worte an Sprache ketten.
    Die Logik die Struktur der Sprache ist Werk Produkt der menschlichen Vergangenheit, unserer europäischen Kulturgeschichte.
    Man nehme statt einer wahr genannten linearen Antwort lieber ganze Assoziationsbündel.
    Beispiel: "Welche Farbe haben Früchte?"
    Es findet sich keine wahre absolut gültige Antwort.
    Jede Farbe ist zum Teil, zu einem gewissen Prozentsatz richtig korrekt abhängig von regionalen Anbaugebieten Reifegraden Bekanntheit...

    Alles, was Koordination vieler Muskelbewegungen
    erfordert, z.B. Tanzen Radfahren Balancieren Schreiben Klavierspielen usw, wird durch Theorie, also durch erkannte "Wahrheiten" behindert gestört.
    Entscheidend ist die Funktion.
    Erlernte eingeübte automatisch ablaufende Reaktionen auf wahrgenommene Auslösesignale geschehen.
    Keine Theorie, keine "Wahrheit" richtet über die Korrektheit einer Reaktion.

    Die Wahrnehmungen bestehen, bevor sie im Gehirn bearbeitet werden, nur aus codierten Stromimpulsen.
    Die Unterschiede von Farben Tastempfindungen Klang Geruch WärmeGeschmack Geschmack und jedes Gefühl mit eigener Wahrnehmungsqualität wie Freude Schmerz Wut Angst Sehnsucht incl. Faszination Appetit Durst und Neugier sind mit keinem Instrument nachzuerleben.
    Wahrzunehmen ist Privileg lebender Wesen.
    Kein Mechanismus, kein Instrument verfügt über einen
    wahrnehmenden Ichpunkt und so findet sich kein Ansatz für vergleichende Messungen.

    Wahr, physisch real ist, was unsere Wahrnehmungen bewirkt.
    Die Wirkung der Wahrheit des Realen des Wahrgenommenen in uns wird von uns bestimmt, durch unsere Wahrnehmungsinstrumente samt Mechanik und Interpretation und durch den gegenwärtigen Zustand unseres Bewußtseins.
    Es gibt in den Köpfen kein Material für Wahrheiten.
    Dort sind nur Wahrnehmungsschatten.
    Dort nach Wahrheiten, nach kausalen Naturgesetzen zu fragen ist unangebracht.
    Wahrheitssuche? Vom Gehirn dem Gedankenschmied?
    Selbst etwas direkt wahrzunehmen genügt nicht als Realitätsbeweiß.
    Denn Wahrnehmen also Erleben ist Lebendem vorbehalten.
    Nur mechanisch Funktionierendes lässt sich kausal erklären.
    Für Lebendes gelten andere Gesetze, und selbst die nur
    begrenzt, gewollt. Wie könnte durch Wahrnehmung von uns etwas
    bewiesen sein?
    Nur im Sein ist Nähe. Indem man ist, was man be-greifen will,
    berührt man die innerste Tiefe eines Dinges.
    Man berührt, greift, betastet nicht nur.
    Ist Solches "Erringen einer Wahrheit" zu nennen?
    Wozu? Es ist Existieren also Sein. Das genügt.
    Was soll ein Mehr sein?

    Erfahrungskopie: dynamisch ablaufender Erinnerungsfilm aus reproduzierter Wahrnehmung, als Tagtraum, vorgestellte Szenenfolge.
    Ich kenne diese Assoziationsfolgen.
    Sie sind Teil meines Wissens, meiner Erfahrung.
    Doch ich verstehe sie nicht!
    Ich spiele selten mit den kulturgeprägten Interpretationen für einzelne bewährte Assoziationsfolgen, die wir Wahrheiten Bedeutung Sinnzusammenhang oder sonstwie nennen.
    Ich lasse lieber ertönen - in mir, was mir rechtens passend adäquat erscheint, gemäß der momentanen Situation.
    Legenden, Mythen, Wahrheiten wie Sinn und Bedeutung gebrauche ich nur falls nötig.
    Reduktion auf das Wesentliche verhindert ein Sichverlieren im inneren Kramladen.

    Pilatus: Was ist Wahrheit?
    Ist nicht jede Gedankenfolge innere Melodie?
    Einzig Miss- und Wohlklang sind zu trennen!

    Wozu Worte verlieren?
    "Objektiv" Interpretieren?
    Was real ist "deuten", "erklären"?
    Es ist sich selbst genug!
    Ist es nicht sinnvoller Ideen-Gebäude zu bewohnen als um "wahre"
    Baupläne zu streiten?

    Thelema sei auf dieser Welt!
    Suchen, was die Sinne schärft, öffnet nach Innen und Außen.
    Eine Idee-ologie, die nicht blendet, die sich nicht in Träumen verliert.
    Denn blind zu sein, heißt ohnmächtig sein.

    Bevor es Theorie, Philosophie, Erklärungen gab, vor
    "den alten Griechen", vor der "Kultur" war in uns kein Weltbild.
    Das Reale, das uns umgab, war geordnet genug, so dass keine Erklärung, keine Metaphysik nötig war.
    Dabei war man weit entfernt von der Stupidität und Dumpfheit der durch die Lebensumstände Vernagelten, die nur vegetieren und auf diese Weise ebenfalls ohne Weltbild sind.
    Das Reale erklärte sich uns von selbst. Es war, was es war.
    Jede Interpretation war sinnlose Ergänzung.

    Worte Begriffe Sprache ist Instrument des Gedankentanzes.
    Das Instrument Werkzeug Mittel sich zu erinnern, Neues zu errichten,
    aber auch zur Freude an der Bewegung, an verzaubernden Gesten:
    Ich lade, fordere euch, lasst jeden Gedanken und alle Gefühle in euch ertanzen. Doch nennt nicht Wahrheit eure Schritte.
    Habt Gesten für die Welt parat! Folgt den Schöpfer-Träumen!

    Stanislawski:
    "Auf dem Theater ist es nicht wesentlich, ob Othellos Dolch aus Pappe oder aus Stahl ist, wesentlich ist, daß das innere Empfinden des Schauspielers, das den Selbstmord Othellos rechtfertigt, echt, wahrhaftig und überzeugend ist.
    Wesentlich ist, wie der Mensch, der der Schauspieler in der Rolle ist, handeln würde, wenn die Lebensgegebenheiten und -umstände wahr und der Dolch, mit dem er sich ersticht, echt wären.

    Entscheiden Sie also, was für sie interessanter und wesentlicher
    ist, woran Sie lieber glauben möchten: daran, daß auf dem Theater
    und im Drama eine reale Wirklichkeit der Tatsachen, Ereignisse, der materiellen Welt existiert, oder aber daran, daß das in der
    Seele des Schauspielers geborene Gefühl, zwar von einem in Wirklichkeit nicht existierenden szenischen Phantasiegebilde ausgelöst wird, selbst aber wahrhaftig und glaubhaft ist!"

    Gilt nicht gleiches für die Bühne dieser Welt und für jede
    Lebens-rolle? Welche Reaktion ist nicht wahrhaftig?
    Allein die schlecht gespielten mit aufgesetzten Klischees,
    die mit allgemeinem und nicht mit eigenem Erleben erfüllten.
    Jedem steht es frei, sobald er ein Mindestmaß an Reife und Selbstbeherrschung erreicht hat, zu entscheiden, mit welcher Reaktion er auf eine Lebensgegebenheit antworten möchte.
    Jeder, der nicht festgefahren, erstarrt in ein und derselben, sich nie wandelnden "Charakter"-rolle gefangen ist, bleibt letztlich unberechenbar.
    Welche seiner Reaktionsentscheidungen soll man "falsch",
    "nicht seinem Charakter, seiner Natur entsprechend" und darum "Lüge" nennen?

    Kinder gehen auf in der Welt ihres Spiels, füllen Plastikpuppenmit Leben, Trauer, Freude. Man werde wie die Kinder!
    Nicht erstarren in mechanischen allgemeinen Klischees darüber was erwachsen, was Reife sei. Leben!

    Brauchbare Definition des Begriffs "unwahr":

    Unwahr: Unwesentliches wird Wesentlichem vorgezogen, wird
    übertrieben, verstellt den Blick auf eigentlich Bedeutsames.
    Begriffsfeld: Lug und Trug, Trugbild, Betrug, Täuschung.
    ,Eigentlich' wäre, wollte, hätte ich, aber.
    Ich hätte dir eigentlich ja gerne geholfen, wenn ich nur gewollt
    hätte.
    Oft wird das Unwahrhaftige, Unkünstlerische, die Zeiträuberei
    hinterücks eingeleitet. Im Bogen, mittels Konjunktiven, ganz
    harmlos, daß man nicht wehrhaft blockt.
    "Wäre, hätte, würde, könnte"? Nee! Lieber "sein, haben, können,
    wollen, werden". Der Konjunktiv zerbricht den Glauben an die
    eigen Wahrhaftigkeit, lässt aus der Rolle fallen.
    Sie sind Ausdruck autoritärer ,Wahrheiten' samt Ideologie.
    So hat die Realität, die Welt, du zu sein. Ausreden, Erklärungen,
    "eigentlich, aber", Konjunktive werden nötig.
    Nicht sich fragen: "Wäre ich Othello... wäre ich stark... hätte
    ich ein gutes Gedächtnis... spräche ich fließend Englisch...
    könnte ich tanzen, radfahren, dann würde, wollte, dürfte, könnte,
    sollte ich blah blah..."

    Assoziationen werden nach emotionalen Grundsituationen geordnet.
    Erst ordnet, wie jedes Tier es tut, unser Fühlen die Welt:
    Hunger, Freude, Angst, Kämpfe um Beute oder Rang...
    Dies ist dann Grundierung jeder zugeordneten Assoziation.
    Darum ist zum Beispiel die Verbindung Hund-Gefährte in keiner Weise
    vergleichbar mit der Kombination Hund-Bedrohung.
    Beidesmal die Assoziation der selben Tierart,
    doch unvereinbare Bereiche der Realität.
    Schutz, Hilfe, Sicherheit, Freundschaft und der andere Hund als Teil der Gefahren in der Welt.
    Unsere Reaktion auf Gegebenheiten solcher Art ist: "Achtung! Aufgepasst!"

    Arten des Denkens:

    - Analoges, Vergleichbares suchen. Gefundenes sei Erklärung.

    - Einem vorgegebenen Format folgen.
    Solch ein Format kann aus der Architektur, der Musik, der Kochkunst,
    oder jeder anderen Gestaltungstheorie entnommen werden.

    - Arangieren von Assoziationen.

    Man nehme ein zu beachtendes Format,
    suche als Material Vergleichbares aus beliebigem Wirklichkeitsbereich,
    uns ziere das Entstehende mit Assoziationen.

    In welchem Wirklichkeitsbereich es erlaulbt ist, nach Vergleichbarem zu suchen,
    welches Format ein Gedankengang vorzuweisen hat,
    welcher Art Assoziationen verdeutlichen, welche unpassend sind,
    entscheiden Autoritäten der zugehörigen Kultur.

    Wir benötigen Geschichten zu ordnen, zu verstehen, was wir erleben.
    Es gibt keine Geschichte, keine Historie.
    Es gibt nur Geschichten, nur Erzählungen.
    Cross-Mapping: verschiedene Karten-Beschreibungen-Deutungen übereinanderlegen.
    Wo sie sich widersprechen, nach Erklärungen hierfür suchen.

  • Manipulation

    Manipulation, Rhetorik

    (Ist Rhetorik nicht ein Zweig der Schauspielkunst?)

    Denkpausen in Rede einbauen.
    Eigene entwaffnende Reaktionen auf Störungen Fragen oder Unruhe des Gegenübers vorbereiten.
    Bühne betreten.
    Erstes zu erreichende Ziel: Aufmerksamkeit erregen

    Richtigen Moment abwarten, dann eine oder mehrere der folgenden Methoden anwenden:

    -Gegenteil tun wie erwartet wird. Erwartungen ignorieren.
    -gezielte Schmeichelei. Gegner ist Mittelpunkt. Gegnerschaft tarnen. Bei bemerkten Emotionen einhaken. Aufmerksamkeit durch Nicken demonstrieren. Verständnis zeigen.
    "Nein" vermeiden. Stattdessen "Ja, Sie haben völlig recht, aber..."

    -gezielte Provokation
    -überlegenes Wissen. Kenntnis der beteiligten Gegenüber.
    -Umweg Methode. Mittels Dritter.
    -Stehaufmänchenmethode. Fehlschlag ist keine Niederlage.
    -Aus Reserve locken durch hintergründige Andeutungen.
    -Phantasie anregen mittels: Gesten Mimik, mit Gegenständen sichtbar Gemeintes verdeutlichen.

    Blickkontakt suchen, persönlich ansprechen

    Vorteil aufzeigen, versprechen.

    Bedürfnisstudium. Zielsetzung der Anderen erkunden.
    Motivieren: Versprechen bisher unbefriedigte Bedürfnisse zu stillen.
    Hoffnungen wecken durch passende Verpackung.

    Bedürfnis wecken

    Schmeicheln, dadurch Vertrauensbasis setzen, dann Abwerten eines gezielten Punktes. Verunsichern durch diese erkannte "Schwäche".
    Ängstigen mittels Gefahr Drohung oder andere Druckmittel.

    Vorteil beweisen durch:
    -selbstsicheres wiederholen
    -verunsichern
    -Reduzieren von: Intelligenz Logik Wissen Wachheit Bewusstheit
    z.B. durch Aufbau einer Vertrauensbasis, und anschließender permanenter Informationsflut.
    Dadurch wird die Verarbeitung des Wahrgenommenen verhindert, indem man schlicht überfordert.
    Wahrnehmungsmechanismen verhindern Eigenwertung solange keine kritische Warnflagge gehisst wurde, also keine Bedrohung oder Verringerung der eigenen sozialen Position zu befürchten ist.
    Ergebnis: Trancehafter Zustand bis zur Hypnose.
    -mehr Gefühle, tierhafte Reaktionen, Instinkte
    -Sicherheit anbieten.
    -darstellen als Mehrheitsmeinung
    Es sei allgemeines Weltbild, Wahrheit, wissenschaftlich erwiesen,
    denn ein Erlebnis zu teilen steigert es - wir sind Herdentiere.

    -einseitig informieren

    -falls treffende Gegenargumente: auf Detail ausweichen
    Siegerpose des Gegners dadurch verhindern.
    Frontwechsel. Verwirren, indem Detail nun überbewertet zur Hauptsache wird.
    Notfalls: Amnesie provozieren durch grassen Themenwechsel ohne Überleitung.
    Dadurch zumindest Irritation, Ablenkung von wundem Punkt.

    Zum Handeln auffordern. Motivieren.

    Keine Zeit lassen Alternativen zu suchen: letzte Chance. Schlußverkauf. Heute oder nie.

    Autoritäres Selbstbild

    Status Autorität Einfluß Macht mittels:

    Eigener Eigenschaften:
    -körperliche Fähigkeiten im Tun: Stärke Können Talent
    oder auch nur trainierte Stimme (laut, deutlich, langsam)
    -durch bloße Präsenz durch Sein: Schönheit Größe Statur
    aber auch Verkleidung Maske Kostüm Kosmetik Tarnung.

    -geistige Fähigkeiten: Wissen Erfahrung Können Kenntnis von Methoden Theorien,
    aber auch großes Rollenrepertoir, Wandlungsvermögen, viele
    Charaktermasken, Verpackungen (z.B. Rolle mit Status, Autorität).

    Kulturbedingte Eigenschaften:
    -Kollektive Position. Gruppenzugehörigkeit wie z.B.
    Verein Partei Nation Geschlecht Religion Beruf.
    -individuelle Position innerhalb der Gesellschaft Gruppe:
    erteilt wegen kulturbedingter Umstände oder erteilt wegen kulturbedingter oder eigener Eigenschaften.

    Weltbildung

    Ist jedoch die Bereitschaft vorhanden Welterklärungen Beurteilungen vorgegebene Assoziationspfade,
    ob nun von Eltern, Lehrern, Gurus, anderen die Welt beschreibenden
    Autoritäten oder gar von Politikern aufzunehmen anzunehmen zu akzeptieren, zu schlucken, müssen nur offensichtliche Widersprüche oder Meinungsumschwünge oder Unsicherheiten vermieden werden, um den zu Formenden aus seiner passiven sich hingebenden schutzlosen Offenheit nicht aufzuschrecken.

    NLP Technik Verschachtelung

    Die gewollte Suggestion wird als selbstverständlich, als längst erwiesen vorrausgesetzt.
    Vorgeführt wird bereits die Reaktion, die Antwort auf den Umstand, der keinen Beweiß mehr benötigt.
    Sie kann beurteilt, bewertet werden.
    Sie steht zur Frage, wird anvisiert.
    Wir gehen davon aus sozialer Konsenz existiere.

    Die Sicherheit, wie ein auch vom Urteil des Umfeldes abhängiger Umstand, als längst entschieden, als Rechnung des Vortages, des vergangenen Jahres erscheint, überzeugt uns, dass er eine gewohnte erwiesene Wahrheit sei.

    Niemand fragt nach alten Rechnungen.

    Die Komplexität der Konstruktion verhindert, daß der Blick unter die Oberfläche dringt.

    Bsp.: Die Aussage: "Natürlich werde ich als Frau oft diskriminiert!" vorgetragen von einem Travestiekünstler.

    Solange nicht offensichtlich Männliches die Illusion zerstört, wird nicht nach Schwänzen gefragt.

    Gespielte Scheu vor Menschen des anderen Geschlechts, um das "selbstverständliche" Begehren der Anderen nicht auch noch zu vergrößern, ihm zu entgehen, bei aller eigenen Schönheit.

    Verwirren:

    Stets sich widersprechende Antworten geben.

    Auf Fragen mit Verzögerung antworten.
    Ist momentane Neugier durch Warten kraftlos geworden, ist die Merkfähigkeit gering.
    Selbst korrekte brauchbare Antworten finden wenig Halt im Gedächtnis.

    Lebensbereiche oder Kategorien verwirren: Kochen als Tanz beschreiben, Radfahren als Malerei, Redekunst als Reitsport.
    Manierierte, an den Haaren herbeigezogene Vergleiche, veringern
    die Effektivität, die Brauchbarkeit des Geflechts aus Assoziationen.

    Immer verschiedene Begriffe, Formulierungen verwenden.
    Durch den Wechsel kann sich keine Aussage als brauchbar ins Gedächtnis prägen.

    Beispiel präsentieren ohne Beispiel sein zu wollen, schon gar nicht belehrend, beispielhaft.

    Informiert wird scheinbar zufällig, ohne Hintergedanken so nebenbei
    ...
    Interesse wird geweckt, unbeabsichtigt.

    Was fasziniert, den Blick bannt, braucht nicht beweisen, dass Wissenswertes zu erfahren sei.
    Unbewusste Mechanismen haben im Neugierigen schon entschieden, ob Interesse von Nutzen sei, ob Vielversprechendes zu erfahren sei.

    Kindliches Spielen mit Alltagsgegenständen, oder mit Essen, bietet sich an,
    um eine gelöste Atmosphäre, Grundstimmung zu erzeugen.
    Mit infantilem Tun verbinden wir fehlende Beherrschtheit.
    Unser vorgeführtes Sichgegenlassen erscheint darum wahrhaftiger, echter
    als Posen der Meditation, der Entspannung, des Gebets.

    Über die Manipulationstechnik des Auditings der Scientologen

    Spontane Assoziationen zu einem vom Auditor gewählten Begriff werden diesem mitgeteilt.
    Anschließend werden alle sonst noch möglichen, sinnvollen Assoziationen gesucht, was Stunden dauern kann.
    Ziel soll wohl sein, den gewählten Begriff möglichst umfassend zu verstehen.
    Unsere Persönlichkeit, Identität besteht jedoch gerade aus den spontanen,
    eingeprägten gewohnten Assoziationen, die uns zu allem und jedem in den Sinn kommen, aus Reaktionsweisen, aus gewohnten Denkweisen Fühlweisen.
    Indem wir nun die eigenen ergänzen wollen, da sie als nicht umfassend genug, als unzureichend difamiert werden,
    wird das eigene Denken und Fühlen, und somit die eigene Identität
    auf ein Nebengleis verwiesen, in einem Spint verstaut, samt allen übrigen persönlichen Wert-Gegenständen.
    Umfassend wird nun gedacht, gefühlt.
    Und je länger man solches übt, über Tage Wochen Monate Jahre,
    umso eingeprägter wird das systemkonforme, wahre, alle Berreiche umfassende Denken und Fühlen, umso mehr wird man dem durch die eigene Vergangenheit geprägten entwöhnt, entfremdet.

  • Humor

    Spannungsabbau durch Autoritätsverlust

    Ein kulturgeprägtes, von der betreffenden Gemeinschaft
    oder vom Gegenüber selbst errichtetes Konstrukt der Innenwelt aus Gedanken und Gefühlen, fordert uns, provoziert und oder bedroht uns gar, solange wir keine passende, diesen Umständen gemäße Reaktion parat haben.

    Es weckt darum in uns das Verlangen nach einer Pointe, nach einem Regelverstoss, nach einer Überschreitung der zugehörigen Grenzen des Konstruktes.
    Es soll in Frage gestellt anzweifelbar werden, dass alternative Deutungen gestattet sind.
    Diese Erlösung, Befreiung aus der Starrheit einer konkreten Sichtweise, lässt uns freudig in ein Lachen des Siegers ausbrechen.

    Die Macht des vorgegebenen oder gerade vorgeführten Modells der Weltinterpretation ist durch die Pointe, durch einen Gegenbeweis gebrochen.
    Je größer der Anspruch auf Wahrheitsgehalt, auf Gültigkeit, auf Bedeutung und die daraus folgende Anspannung des Anderen war, umso erlösender, erfreulicher ist eine treffende Pointe, die solche Wahrheiten bis in die Grundfesten erschüttert.

    Pointe:

    - ungewohnte unerwartete Befriedigung eines oder gleich mehrerer
    Bedürfnisse, gar mehr als erwartet. "Guter Witz!"
    Meist Bedürfnis Rangerhöhung (siehe Affenrangelei!):
    Schadenfreude, erwiesener Sieger, Schaden Anderer "beweist's".
    (siehe aggressives entspanntes Lachen (Zähnezeigen)
    des Siegers (Mundwinkel nach oben = alles prima)
    Dadurch eigene Position, gesellschaftliche Rangstellung erhöht.

    - Neugier gestillt, Bonus Wissensvermehrung: Witzgeschwängert bergen wir das Empfangene...

    Schönheit, zeugt Freude.
    Schadenfreude: Man fühlt sich ranghöher, hordenrangmäßig.

    Bezaubern durch Hirnartistik. Wir fühlen uns belohnt und inspiriert von weltbemächtigenden Gedanken.
    Gelenkig gewand erfahren freischwebend neuwegig.
    Kannste 'was lernen.

    Satire, Regeln für gespielte Sketche

    Nicht die Pointe kennen. Sie geschieht scheinbar zufällig.
    Die Zuschauer existieren nicht, sonst werden sie aus der passiven
    Konsumentenrolle gerissen und können sich der Bühnenrolle nicht aufmerksam widmen hingeben.
    Ihr Blick wird sonst gedreht: Selbstreflexion a la "Ja, was soll
    ich dazu sagen?"

    Wesentliches von Unwesentlichen trennen.

    Aufbau des Umfeldes der Situation. Begründen.

    Zahnbleckendes Lächeln
    Kann der Hofnarr, obwohl er in der Machthierarchie unter der belustigten
    Beobachtung Mächtiger steht, sich das Recht nehmen, selbstironisch über sich mitzulachen? Nein!
    Es steht ihm nicht zu, das Gefühl mit Hoheiten zu teilen.
    Verwirrung, Kümmernis sind adäquate Reaktion.
    Aber nicht lachen mit den 'edlen' Herren oder lachen - herab über klein Unbedarft.

    Affenhorde: Triumphlachen, wenn auch nur aus dem Grunde, dass man selbst und nicht ein anderes Tier die leckere Frucht fand, oder als folgsames Mitlachen mit siegreichem Ranghöheren.

    Tabumissachtung, Tabuverletzung
    Verstoß gegen Gebräuche, gegen die guten Sitten
    entweder als Narr, Ausgestoßener, Vogelfreier, der eh keine Rechte, keinen Besitz, keine Ehre, keinen Rang zu verlieren hat, darum über Narrenfreiheit verfügt.

    Oder als Autoriät, die ihre Macht beweist, indem sie selbst entscheidet, was recht, was unrecht sei, herausfordernd: "Hat jemand den Mut, mich zu missachten, zu spotten?
    Wer droht mir mit Strafe?"
    Untertäniges Lachen und Beifall bestätigen seine Macht.
    Und in Hordengefühlen schwelgend, fühlen wir uns selbst unangreifbar, geborgen.
    Sind wir doch zugehörig der Sieger-Gemeinschaft.

    Sobald zwei konkurierende Gruppen mit zweierlei Konsens aufeinandertreffen,
    ist Humor, Witze, Spott Instrument unterscheidende Stellen
    der Weltinterpretation und Verhaltensweisen der beiden Gruppen,
    die ein Zusammenschließen beider Gemeinschaften erschweren,
    gegeneinander aufzuwiegen.
    Verhaltensweisen, Meinungen über die die Mehrheit lacht, sich belustigt,
    werden als närrisch, unpassend, krank, unmöglich stigmatisiert.
    Man wird sich einig.
    Durch Lachen und Applaus bezeugen, beweisen, bestätigen wir jedem unserer
    Gefährten, dass wir so fühlen und denken wie er.
    Wir stärken unseren Gruppengeist, unseren Glauben, unser Vertrauen an die
    Gemeinschaft, der wir angehören.
    Augenblicklich angehören einem Verein, einer Fangemeinde, den momentanen
    Konzert-, Kirchen-, Sport-Veranstaltungs-Besuchern
    oder längerfristigen, einer Familie, einem Clan, einer Firma.
    Eine Meinung, Ansicht, Verhaltensweise, über die wir lachen,
    grenzen wir aus, verbannen wir aus dem Konsens-Gefüge unserer Gemeinschaft.
    Und wird auch nur freundlich eine unserer Eigenarten belächelt,
    werden wir sie in Zukunft zu meiden versuchen.
    Wir lachen applaudieren buhen, um uns als Herde einig zu werden,
    einen sicheren Konsens zu gestalten.
    Darum lachen wir so gerne in Krisenzeiten.

  • Horde

    Tiermoral?

    Und als wir den Enten Brotstücke hinwarfen, war ein Hacken ein Verscheuchen jeder gegen jeden: Tiernatur.
    Dass es mir weniger unrecht erschien, solch ein hilfloses Tier als Entenbraten zu gebrauchen.
    Doch war es nicht seit jeher Argument der Tyrannen,
    ihren Opfern moralisch begründete Rechte abzusprechen,
    da sie ebenso nach dem tierhaften Recht des Stärkeren lebten, einzig ihre Macht ihr Einfluß geringer sei?

    Unsere Tiernatur?

    Solange eine Kultur samt zugehörigem gesellschaftlichen Konsens dieses Leid und Not erzeugende instinktgeleitete Verhalten nicht ächtet,
    herrschen dort die Gesetze der Natur:
    Wie Tiere leben leiden und sterben wir dann.
    Kultur sei ein Instrument die Menschenwürde zu wahren, Möglichkeiten zu vermehren, Lebensqualität zu vergrößern.

    Wie sollte uns Selbstbeherrschung möglich sein, eine Kontrolle des eigenen Tierseins, solange wir es in uns nicht als tierhaft erkennen, solange wir es stattdessen durch Scheinbegründungen rechtfertigen: als menschliche Eigenart oder Tradition verhüllen, mit kulturabhängigen Bedeutungen bekleiden.

    Man befrage sich selbst:
    Was unterscheidet uns von Tieren?
    Man suche das schlichte tierhafte Verhalten in den komplexen Gewohnheiten der Menschen!
    Ist dies ungezogen?

    Niemand ist der Besitz seiner Eltern oder der Kultur in die er geboren wird. Niemand ist von Natur aus Christ Moslem oder Jude oder einer anderen Religion oder Kultur angehörig zugehörig oder sonstwie hörig!
    Niemand gehöre einem anderen!
    Weder das Kind den Eltern noch der Bürger einer Obrigkeit oder gar die Frau dem Mann!

    Was ist Kultur, was allgemeine Tiernatur?

    Man suche nach Konsens, nach Übereinstimmung in den Mythen Weltbildern der Welt.
    Findet sich Vergleichbares in tierhaften Verhaltensweisen?
    Ist dies unvermeidbare Folge des Menschseins?
    Ist der auffallende Stallgeruch zulässige aber nicht notwendige Assoziation?
    Oder ist es Tier im Gewandt vergeistigter Scheinkultur - herausgeputzt verhüllt verziert mit sinnlosem Tand?
    Ein übergeworfenes Laken mit Gold bedruckt lässt uns Affen in Träumen meist zum Engel zum Geistwesen ohne profanen Körper werden.

    Man erinnere sich an die älteste, doch meistgebrauchte ihrer Lügen:
    Hast Leckeres gefunden und heimgebracht zum späteren Verzehr.
    Plötzlich vor Schreck erstarrt bietet man dir ein entsetztes: "Iiik! Iiik"
    Soll heißen: 'n Löwe! Au verflucht!
    Drehst dich zur Vorsicht. Könnte ja sein.
    Der Dieb verschwindet schnatternd.

    Immer dieses Verlangen behütet, hordengeborgen zu sein.
    Verwandlung in ein Freitier bringt uns aus der Fassung,
    nimmt uns Halt und Sicherheit beim Denken und Fühlen.
    Herdengefühle, Herdengedanken.
    Ohne sie stürzen wir in Ohnmacht und Angstgefühle, da uns das Weltgebäude aus alten Herdenbegriffen fragwürdig wird.
    Die Bestätigung durch eine Gemeinschaft fehlt uns.
    Unerklärlich, undeutbar, unbegreifbar, undeutlich, vage wird die Welt.
    Wie ordnen? Wie verstehen?
    Wer sind wir nun, da niemand uns benennt scheinbar begreift einschätzt erkennt?
    Namenlos haltlos einsam wortlos.
    Wir weinen wie Kinder ohne beruhigendes Nachtlicht, fehlt uns die Sprache.
    Wird das eigene Revier bedroht, in Frage gestellt, der eigene Besitz nicht geachtet, stattdessen geraubt, Geliehenes nicht zurückgegeben,
    dann verringert solches Tun unsere Gefühle des Vertrauens des Sicher-Fühlens,
    auch die Selbstsicherheit.
    Darum Reagieren wir darauf mit Aggressionen, mit Wut, Hass und Verachtung.
    Unser Revier und somit unsere Rangordnung in der Gemeinschaft, der wir uns zuordnen, sind bedroht!
    Hysterische Angst von der Herde verstoßen zu werden.
    Sich für andere Herdentiere fragwürdig fühlen.
    Dieser Frage Inhalt: "Ist er einer von uns?", "Gehört er zu uns?"

    Sich durch Gesten, Umgangs-Formen, Wortwahl, Sprachgebrauch, Bekleidung einem
    Kollektiv zuordnen, dem wir einzig verantwortlich sind.
    Wir Herden-Wesen.

    Unsere Tier-Instinkte leiten-führen-beherrschen-dominieren uns,
    um unser Überleben (sowie unsere Fortpflanzung) zu gewährleisten.
    Verhalten wir uns wider diese Instinkte, dann werden wir gebremst, gehemmt, per körpereigenes Sedativum, denke ich.
    Uns fehlen: Antrieb, Kraft, Energie
    Verhalten wir uns, gestalten wir unsere Umgebung, wie es unsere Instinkte fordern, fühlen wir uns: stark, voller Energie, unüberwindlich, nichts hält uns auf, "Was kostet die Welt?" - Durch ein Endorphin? Zweifellos.
    Da wir Herdentiere sind, gibt uns das immer wieder neu zu bestätigende Wissen,
    dass die Mehrheit unserer Herde zu uns steht, uns hilft und schützt,
    die meiste Kraft.
    Denn unser Tierinstinkt weiß sehr genau, dass wir nur als Teil unserer Herde überleben können.
    So war es zumindest einst als die Tiermenschen Jäger und Sammler waren.
    Fremde wurden verjagt oder getötet.
    Aus einer Laune heraus sich gegen die eigene Herde zu stellen, war gefährlichstes Verhalten.
    Darum muss uns mächtiger unüberwindlicher Instinkt davor bewahren.
    Stärkste Sedativa werden eingesetzt, bis hin zum Zustand der Lethargie.
    Denn unser Körper entscheidet: Lieber inaktiv hungernd krank als bedroht von der zum Feind gewordenen eigenen Herde.

    Ist die Bindung an eine Familie, an eine Gruppe nicht zugleich eine Abgrenzung
    gegen alle übrigen Menschen?
    Deutlichst zu bemerken, sobald ein Freundeskreis sich nur noch gelegentlich
    trifft, da mehrere nun verheiratet sind und die eigene Familie eben an erster
    Stelle steht, überwiegend Zeit und Aufmerksamkeit fordert.
    Außer den Interessen der eigenen Familie ist alles Andere ohne Belang.

    Inhalte zählen am Geringsten in wilden Welten.
    Umstände Situationen Verhältnisse, dazu eine Person mit geeigneter Autorität also Einfluss, was von der jeweiligenKultur bestärkt und abgesegnet werden muss - solches kann Neues einprägen, formen in der Innenwelt Anderer, genannt Lebensauffassung Lebensinhalt Lebensverständnis.
    Welche Inhalte mitgeteilt werden ist drittrangig.
    Uns Herdenwesen ist die Zugehörigkeit zur herrschenden Gemeinschaft
    lebensnotwendiger als der Inhalt der Stammesgesänge.
    Solange sie uns bei unseren Alltagsgeschäften nicht zu sehr stören.

  • Warum

    Das Ziel all meiner Lebenspläne: es soll möglich sein Eltern zu finden, die uns unser Gedächtnis nicht rauben, die uns Zugang zur Welt sind, ohne Zerstörer unserer Vergangenheit, also von Teilen unserer Identität zu sein.

    Die Furcht zu vergessen, die eigene Identität die eigene Vergangenheit zu verlieren.

    Bis heute ist es gefährlich, auf dieser Welt als Mensch geboren zu werden,
    da die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist seine Erinnerungen zu verlieren,
    neu geprägt zu werden, von einzelnen Menschen dominiert, geistig überwältigt, beherrscht zu werden, ein äußerst leidvolles Leben zu führen, ohne das vor der Menschwerdung Geplante verwirklichen zu können.

    Eine weitere noch größere Bedrohung besteht darin,
    dass die Verwirrung am Ende des Lebens fortdauern kann, dass man desorientiert sich in Vorstellungen verlierend ohnmächtig impulsiv wieder Mensch wird. Dass niemand vorhersagen kann, wann das Leiden dieser Seele endet, wann sie sich vom Auferdenmenschsein befreien kann.

    Grund sind eingeprägte Ziele des Interesses, der Aufmerksamkeit Wünsche Hoffnungen Begierden Leidenschaften, allesamt Bindungen unseres Fühlens an die Welt, die Vorstellungen, Träume in uns erzeugen, sobald wir körperlos sind, die uns fixieren gefangen nehmen, in denen wir uns verlieren.

    Überall ist Eden.

    Nur nicht auf Welten, die noch am keimen sind. Wer sich in diese, in die Finsternis einer noch keimenden Welt wagt, leidet an der Enge an der Begrenztheit.
    Eine unzerbrechlich erscheinende Barriere isoliert eine solche Welt von allen übrigen:

    Der Verlust des Gedächtnisses nach der Geburt auf Erden durch kulturgeprägtes elterliches Einsuggerieren von Denk- Fühl- Verhaltensweisen.
    Was noch dazu unvermeidbar bleibt um deren Sprache zu erlernen.

    Erstes Ziel sei, Neuzugänge auf dieser Menschenwelt vor dem Verlust ihres Gedächtnisses zu bewahren.

    Wir könnten Symbole Zeichen Rituale vereinbaren, körperlosen Nochungeborenen auf Elternsuche zu versichern, zu geloben, man wolle den Geist, die Identität des neuen Erdenbürgers verschonen, man wolle nicht Hindernis sein, sollte er sich an die eigene Vergangenheit erinnern, zur eigenen Identität zurückfinden, alte jahrelang ungelesene Bücher seines Gedächtnisses öffnen.

    Doch wie ist zu erproben, ob dies nicht leeres Versprechen sei,
    ob einer Mode gefolgt wird mit großen Worten,
    ob das Ziel nicht Eitelkeit, Experimentierlust oder sonst ein Wahn sei?

    Warum kann es nicht auch ein Ziel einer neuen Pädagogik sein, zu erforschen,
    wie der das ganze Leben andauernde Gedächtnisverlust vermieden werden kann,
    wie die geistige Dominanz der Erziehenden über das Fühlen und Denken der Kinder auf das nötige Maß begrenzt werden kann, ein Erlernen der Sprache, das Wissen, der kulturgeprägten Denk- und Fühlweisen zu ermöglichen,
    ohne Alles, im Gedächtnis des Kindes bereits vorhandene, zu verdrängen, auszulöschen.
    Eine Begrenzung der überwältigenden Prägnanz der elterlichen Kultur.

    Den eigenen Kindern schützende bergende Herde sein, wie es unsere animalischen Bedürfnisse auch erwachsengeworden noch fordern,
    wie Fische das Wasser benötigen wir Herdentiere Gefährten, den Halt einer Gemeinschaft.
    Doch dabei nicht die Innenwelt belagern, nicht unsere gewohnte Sichtweise unveränderlich einprägen.
    Dies sei unser morgentliches Gebet.
    Die Freiheit des Fühlens und Denkens sei gewahrt, sei unangetastet,
    trotz elterlicher Autorität und Macht.

    Befreites Denken ist der Schlüssel zur Unsterblichkeit, zum ewigen Leben.
    Nicht dass jeder sich zu erinnern habe,
    nicht dass dies nun neues Ziel und Ideal sei!
    Doch uns, die wir mit Plänen diese Welt betreten, soll ermöglicht werden, unser Gedächtnis zu bewahren, ohne Umweg über schwache hilflose ohnmächtige Eltern, die bleibende Wunden zufügen,
    die uns weder Mut noch Stärke einpflanzen können,
    uns stattdessen mit dem Gift des Zweifelns und der Angst infizieren.
    Es soll einst möglich werden, das Erinnerungsvermögen zu erhalten.
    Amnesie soll nicht unvermeidbare Folge der Willenskraft des Durchsetzungsvermögens der Eltern sein.

    Die Trennung Diesseits vom angeblich Jenseitigen ist Merkmal noch wilder Welten.
    von Welten auf denen wir noch nicht heimisch geworden, noch nicht zuhause sein können.
    Neugeburt soll nicht unvermeidbares Ende aller vergangener Leben sein.
    Keinem soll das Gift der Lethe, der Tod des Gedächtnisses, die Amnesie
    aufgezwungen werden.

    Nicht mehr zu vergessen, was war.

    Ihr Eltern!
    Maßt es Euch nicht an die Herren des Denkens und Fühlens eurer Kinder zu sein!

    Ist es nicht Aufgabe, heldenwürdig, zu erstreiten die Unsterblichkeit!
    Voran ihr Boten!
    Sei dein Ton trocken oder voll Wortepracht, äußere dich, sei Wege-Weiser, daß unsere Vergangenheit nicht mit jedem Erdenleben ende.

    Sollte es nicht verlockend den Mächtigen und Reichen sein, besonders in den letzten Lebensjahren, Unsterblichkeit den Menschen und vor allem sich selbst zu ermöglichen, indem erforscht und gelehrt wird, wie Eltern vermeiden können, dass Kinder beim Erwerb von Sprache und kulturgeprägten Denkmustern ihre Erinnerungen an vorhergehende Leben verlieren.
    Damit wäre die Separation, die größte Barriere jeder noch wilden Welt, die Trennung von Himmel und Erde überwunden. Die Menschenwelt wäre urbar.

    Was ich will:
    Eltern, die zwar Mutter, Vater sein wollen, sich aber nicht als Besitzer, als Ursprung missdeuten, die die Erinnerung der Neu-Geborenen achten, Kinder respektieren hochachten als eigene Person, als Wesen dieser Erde.

    Erfundene Erinnerung:
    "So erfüllt war ich mit Zuversicht, mit Liebe, mit Glück, mit Gewissheit, dass alles und jedes dem Lebendigen Ausdruck, Verwirklichung, Schöpfung ist, dass ich entschied, noch ein letztes Mal die Menschenerde heimzusuchen, zu verkünden, was mir bisher sprachlich verwehrt war, wozu mir bisher Zuhörer fehlten."

    Unerfundenes: "Endlich schuldlos fühlte ich mich und unbesiegbar. Hatte ich nicht im vergangenen Leben bewiesen, was ich erreichen konnte.
    Was wäre ich geworden in Deutschland, dem Land der Denker geboren? Und so kehrte ich hierher wieder zurück nach 63 Jahren."

    Ich verlange nur ganz schlicht und trocken: dass wir Menschen werden können, ohne genötigt zu werden, unsere Ziele, unsere Absichten zu vergessen! Euch Menschen sei dies als Ziel gesetzt, die irdische Pseudo-Sterblichkeit, das Vergessen zu überwinden.

    Das hellblaue Hemd

    Versucht hast du es:
    Niederschreiben, was dir während deines gegenwärtigen Lebens, seitdem du dich deiner Mutter-Sprache ergeben hattest,
    nur drei mal ins Gedächtnis gerufen wurde.
    "Ein Ort an dem niemand ist" schrieb ich.
    Ich versuchte es erneut: "Als ich dort war, wo kein Mensch ist."
    Vergebens. Was sollte ich tun?
    Mit meinen Eltern, oder mit Freunden über mein wiedergefundenes Gedächtnis sprechen?
    Wie sollte ich den Ort die Realität das Davor beschreiben?
    Als Notlösung versuchte ich, das Vergessen des nächtlichen Schlafes zu vermeiden. Denn mir war klar, dass jeden Morgen das Gedächtnis erst wieder zu sich finden, in die eigene Alltagswelt zurückfinden muß.
    Wie konnte ich sicher sein, daß ich mich am nächsten Tag an die heutigen so wenig beschreibbaren Gegebenheiten noch erinnern würde?
    Befand sich doch die Kultur, das Denken und Fühlen der Menschen die mich täglich umgaben, deren Alltags-Welt ich teilte, im Widerspruch mit meinen, aus unerklärlichen Gründen, erinnerten Erfahrungen.

    Ursache der allgemeinen Amnesie:
    Ich erinnere mich einst ein hellblaues Hemd besessen zu haben. Ich suche es. Wo ist es?
    Jeder den ich danach frage, erklärt mir, dass er mich noch nie in ein solches Hemd gekleidet gesehen habe.
    Ich krame in einem Fotoalbum ein Bild hervor, auf dem ich darin zu sehen bin. Mir wird erleutert, dass diese leichte Verfärbung wohl als Widerschein des gerade leuchtend blauen Himmels betrachtet werden müsse.
    Zuletzt, nachdem der letzte meiner Bekannten mir versicherte, dass ich mich täuschen müsse, werde ich wohl oder übel, diese Erinnerung einem Traum zugehörig einordnen müssen.

  • Bildmaterial

    George Berkeley: "Wir können das Allgemeine nicht vorstellen.
    Abstrakte und allgemeine Inhalte können wir niemals sinnenhaft
    vorstellen."
    Wir glauben nur, wir könnten Inhalte intellektuell erfassen und
    denkend einen Allgemeinbegriff bilden, der dem Wort sinngebend
    zugrundeliegt, ohne daß das Denken aus reproduzierten
    Sinneswahrnehmungen besteht. Die Sinnlichkeit solcher
    Vorstellungen ist getarnt, unsichtbar, da die kleinsten
    Wahrnehmungsfragmente, aus denen sie sich zusammensetzen,
    nur schwer einzeln erkennbar, analysierbar, einer einzelnen
    Wahrnehmung zuordbar sind.
    Denken ist jedoch in Wahrheit nur sinnliche Vorstellung und ohne
    jede höhere Qualität oder Funktion.
    Denken erzeugt Gegenwelten, weitere imaginierte Wirklichkeiten,
    die wir wahrnehmen wie Träume oder Halluzinationen.
    Alles, was beginnt, andauert und endet ist imaginärer "Gegenstand
    illusionär, metaphysisch, ist nicht stofflich, ist Ereigniskette.
    Ein Lied, ein Gedanke, jede Idee, jedes Gefühl "besteht" aus einer
    Folge von Ereignissen, die ein wahrnehmendes Bewußtsein als
    reproduzierte erinnerte Wahrnehmungen erlebt.
    Eine Idee, eine Vorstellung ist eine interne Variable unserer
    Planungsmechanismen.

    Sobald Erinnerungen an Erfahrenes wiederholt, variiert,
    mit anderern Erinnerungen verbunden werden,
    kann man dies wohl denken nennen.
    Eine innere Gegenwelt entsteht als Abbildung der Außenwelt.
    Sinneswahrnehmungen werden reproduziert.
    Bekanntes wird geordnet, in Tagträumen kann gegrübelt,
    in Vergangenem geschwelgt, oder Bekanntes gefürchtet werden.

    Einer Katze entkam ein Eichhörnchen.
    da sie es für eine große Maus hielt und darum keine großen
    Sprünge oder besonderen Kletterkünste erwartete.
    Später träumte sie, das Eichhörnchen sei ein seltsamer unbekannter
    Vogel, und fing es darum.
    Ist dies nicht denken?

    Einst umgab, umspukte die Welt uns nur, gedankenlos.

    Gebrauchswahrheiten

    Wir benötigen Wahrheiten und Rituale samt metaphysischer Bedeutung,
    so wie wir Merkhilfen gebrauchen,
    obwohl sie keine über ihre Funktion hinausreichende Bedeutung haben.
    Um sich zum Beispiel die Zahl 387 zu merken,
    genügt es eben sich drei Bären vorzustellen,
    die einen Schneemann bauen und ihn zuletzt mit einem Fähnchen versehen.
    Daß Bären äußerst selten wimpeltragend Schneemänner bauen,
    ist dabei von Vorteil:
    Ungewohntes, was noch nie da war, Überraschendes, Niegesehenes
    prägt sich schneller tiefer eindringlicher dauerhafter in unser Gedächtnis ein.

    Duft "kausal"

    Das Unbewußte verlangt nicht nach Be-weisen
    ihm genügen Weg-weiser, Verbindungen werden ihm vorgeführt,
    daß es diese Verbindungen sich angewöhne.

    Ob eine Verbindung zweier Phänomene kausal sei,
    ob das eine Ursache oder Wirkung des Anderen sei,
    Hierfür wurde nur ein kleines Etikett angebracht,
    die Verbindung wurde blass getönt mit der Farbe "kausal",
    ein leichter Beigeschmack beider Phänomene,
    das Eine nach Ursache, das Andere nach Wirkung duftend.

    Welt bemalen mit Assoziationen

    Allem, was wir erleben,
    werden Interpretationen noch und noch beigefügt,
    erinnerte Bilder darübergeschmiert,
    bis kaum noch Reste der Sinneswahrnehmungen zu finden sind.

    Alles, was wir glauben zu sein,
    Alles, was wir von uns und der Welt wissen,
    verklebt unsere Öffnungen für äußeres Geschehen,
    nimmt uns die freie Sicht,
    ergänzt, verfälscht unsere Sinneswahrnehmungen,
    wie jedes Vor-Wissen, jedes Vor-Urteil.

    Doch welchen Sinn hätte reines bloßes Erleben ohne die Ressonanz
    von Assoziationen, von Erinnerungen, von Erfahrungen?
    Es wäre leeres Sinnesgetöne!
    Kaspar Hauser, Tarzan in New York.

    Lesekunst

    Wer kritisch liest, bleibt an der Oberfläche,
    denn er erlebt das Geschriebene nicht.
    Er vergaß,
    es sich anzueignen, sich ihm zu öffnen, distanzlos,
    indem er sich selbst vergißt,
    sich in der fremden Welt verliert,
    sich den ihm eröffneten Suggestionen ergibt, trancehaft.
    Aus der Distanz entgehen uns alle Feinheiten.
    Der kritische Blick des Objektiven ist viel zu träge und
    linear.
    Nur unbewußt gelingt Komplexes wie tanzen, balancieren, lesen.
    Passives Lesen, Konzentration auf den Anderen,
    daß nicht von der Melodie ablenkende eigene Gedanken das Spiel
    des Anderen stören. Man fällt Anderen nicht in's Wort!
    Der inaktiv passive Leser erlebt, hört angesprochene Klänge,
    füllt sie mit Erinnerungen, Klängen, Farben,
    Er selbst schweigt, ist Instrument.
    Dennoch erklingt das Buch auch ihm jedesmal neu.
    Jedes Instrument tönt auch bei gleichen Noten und identischem
    Spiel nach seinem Bau und seiner Stimmung.

    Ebenen der Bedeutung

    Was mit Bildern oder Symbolen beschrieben wird, umfaßt bereits zwei Ebenen der
    Bedeutung: die direkte Wortbedeutung und die übertragene.
    Bereits über die zweite entscheidet unser Spürsinn für Sinnzusammenhänge.
    Unser eigenes Repertoire an Gesten des Denkens und Fühlens
    beschränkt die Zahl der möglichen Bedeutungen.
    Trügerische Sicherheit entsteht, sobald man starr in eigenen Denkbahnen veharrt
    und diese darum überall scheinbar wiedererkennt.
    Hierfür genügen bereits geringste Ähnlichkeiten.
    Sind jedoch Schrittfolgen zu bemerken, die auf altbekannte Denkweisen hindeuten,
    ist wohl anzunehmen, daß auch weiterhin den traditionellen, althergebrachten
    Gedankenbahnen gefolgt wird.
    Hier ist uns wohl gestattet, nicht nach ins unbekannte führende
    Interpretationsweisen zu forschen,
    stattdessen ohne Mühe, gedankenlos, das Tanzbein zu schwingen,
    bis ein Stolpern, ein Sturz unsere Aufmerksamkeit weckt:
    War dieser Fauxpas ein zufälliger Fehltritt oder wurde der allgemeine
    Trampelpfad verlassen?

    In Assoziationen denken.

    Welch häßliche, aber nötige Benennung!
    Jedem Wort wird ein Bündel aus kulturgeprägten,
    und ein Bündel eigener Erinnerungen, Vorstellungen zugeteilt.

    Wer Ersteres für einzig objektiv hält, also noch an Ideologien,
    Wahrheiten glaubt, denkt darum in erlaubten Schienen,
    in Schablonen, in Klischees, will er logisch, richtig denken.
    Vielleicht beklebt er gar einen seiner Gedanken mit dem Etikett:
    neugefundene Wahrheit.
    Doch welche seiner so objektiven Assoziationen überwiegt momentan
    beim Gebrauch des zugehörenden Wortes?
    Alle seine Worte müßte man jedes Mal auf solche Weise erkunden,
    seinem Gedankenweg authentisch zu folgen.
    Wo hat er Markierungen, Schwerpunkte gesetzt,
    seinen Gedankengang zu markieren, daß er nachvollziehbar werde?

    Ist dies reines Denken? Objektives? Oder gar wahres?
    Träumt weiter!

    Lesedilemma

    Eine Schrift lesen heißt, die Ideen, Vorstellungen zu
    rekonstruieren, sie zu erleben.
    Jede Bewegung, jede Geste ist eine Spur, ein Begriff
    einer Schrift. Wer ein Buch liest, rekonstruiert Vorstellungen.
    Die Schrift verursacht Halluzinationen, denen sich ein
    hingebungsvoller Leser willenlos mechanisch ergibt.
    Nur so kann man sich dem Geschriebenen "objektiv" nähern.

    Einen Sprechenden, Schreibenden muß man erst lange Zeit kennen,
    um zu erfahren,
    welche Assoziationsbündel er gebraucht für Begriffe,
    die ihm Werkzeug, Instrument sind die Wirklichkeit zu bewältigen,
    für Worte seines Schaltens und Waltens in der Welt.
    Indem wir die wesentlichen Teile eines Bündels präsentieren,
    wird ein mit neuer ungewohnter Bedeutung gebrauchtes Wort
    nachvollziehbar.

    Lese-Mechanismen

    Komplexe differenzierte Wahrnehmungen,
    wie das Betrachten von Texten oder dem Hören von Gesprochenem,
    müssen wegen Zeitmangel und aus Gründen der Effektivität
    unter Ausschluß der inneren Öffentlichkeit,
    des Bewußten Ichs, vorverarbeitet werden.
    Ein geschriebenes Wort anzublicken,
    ohne es zu lesen,
    ist durch unsere Gewohnheit beinahe unmöglich.
    Unsere Maschinerie reagiert von selbst, wie sie es gewohnt ist.
    Sie läßt sich nicht umgehen, abschalten.
    Sie entscheidet darüber,
    ob Wahrgenommenes Teil einer codierten bekannten Sprache sind,
    welche Bedeutungen, Erinnerungen, Assoziationen, Gefühle
    in uns als Antwort erklingen.

    Was unwillkürlich geschieht,
    durch eine zwanghafte unvermeidliche Dechiffriermechanik,
    läßt sich benutzen,
    aber natürlich auch mißbrauchen,
    als Instrument der Beeinflussung, Erziehung, Rhetorik, Werbung,
    Formung, NLP,
    oder gar eine hypnotischen Trance zu verursachen.
    Wer soll entscheiden, wo hilfreiche Erziehung, Formung, Lehre
    endet und gewaltsame erzwungene Manipulation oder Gehirnwäsche
    beginnt?

    Ver-rücktes:
    Beispiel einer Fehldeutung des Verstehens von Gehörtem,
    das innerhalb unserer Kultur nicht mehr akzeptiert wird:
    Im Wasserrauschen eines Flusses kann man Stimmen hören,
    sobald man sie erwartet, an die Möglichkeit glaubt,
    und Minuten oder gar Stunden auf diese Stimmen, Halluzinationen
    konzentriert wartet.
    Frage: Wer entscheidet, welche Worte gehört werden?
    Das Unterbewußtsein, ein Herr Zufall, oder andere Einflüsse?

    Assoziationsmechanik

    Süße Birnen mögen mich. Natürlich ist es eine Projektion.
    Jede Wahrnehmung wird interpretiert, ergänzt, vollgeschrieben,
    zugedeckt, ausgefüllt, geprägt duch reproduzierte Erinnerungen.
    Wir leben in subjektiven Welten.
    Nur ohne Gedächtnis würde unverfärbt "rein" wahrgenommen,
    doch was nützt einem Vollidioten Authentizität?
    Ein vollkommenes Gedächtnis, das Gegenextrem, der Antipode,
    dagegen blendet. Wahrnehmungen werden penetrant begraben,
    verschüttet unter Erinnerungen, Assoziationen.
    Vielleicht darum unsere unter Hypnose auftauchenden verborgenen
    unbewußten Erinnerungen, die so nur in Maßen ablenken.
    Ist die Schönheit eines Bildes, eines Menschen, eines Gegenstandes
    real oder nur die Erinnerung an etwas, das wir in der
    Vergangenheit liebten.
    Erinnert es uns nur an etwas, was uns einst gefiel, oder lieben
    wir den Gegenstand unserer Liebe losgelöst vom Vergangenen,
    also "objektiv" direkter? Die Distanz fehlt, es zu erkennen.

    Assoziationsmechanik

    Beispiel für verschiedene Interpretationsweisen eines Begriffes:
    -Schnee
    Gestern Arsch abgefroren.
    Gestern von Frau Holle erzählt.
    Gestern Skifahren gewesen.

    Die Bedeutung eines Wortes,
    welche Gedanken, Gefühle, Assoziationen es auslöst,
    ist geprägt durch die eigene Vergangenheit und Kultur.
    Darum gibt es keine synonymen Worte als korrekte Übersetzung
    eines Wortes in eine andere Sprache.
    Keine authentische Übersetzung von Klassikern ins Zeitgemäße.
    Man versuche sich gar an mittelalterlichen Texten.
    Man lese vor Jahren selbst geschriebene Briefe oder Tagebücher,
    den Bedeutungswandel der eigenen Worte zu erfahren.
    Das Selbsterlebte, die Vergangenheit, die nationale Geschichte,
    Alles ist Bedeutungsbeiklang im Hintergrund.

    Darum studieren Geisteswissenschaftler unsere Sprache,
    werden erst Philologen,
    und scheitern unbemerkt an der Indifferenz der Worte.
    Auch heilige Sprachen, Sanskrit oder Latein stärken nur den
    Glauben.

    Fremdweltler

    Wer eine fremde Sprache lebt, sie nicht nur erlernt,
    trägt in sich ein weiteres Bedeutungssystem.
    Setzt er diese neue Welt der eigenen als gleichwertig gegenüber,
    pendelt er von nun an nach Bedarf von Welt-Bild zu Welt-Bild.
    Der Glaube an die eigene "wahre" Ideologie, Kultur wird in Frage
    gestellt.
    Man lebt in zwei Welten, wird zur multiplen Persönlichkeit.
    Größere Toleranz ist vorprogrammiert.

    Sprachloses Denken

    Daß wir oft oder gar meist in Worten denken, heißt nicht,
    wortloses Denken sei geistlos, instinkthaft, nur ein Fühlen.
    Sprachlich, verständlich, in Worten ausdrückbar zu denken,
    bedeutet, es existieren zu einer bestimmten Lautfolge unserer
    Sprachorgane kulturell vorgegebene Grundassoziationen.
    In wie weit jeder sich an diese allgemeingültige Sprachregelungen
    hält, entscheidet über die soziale Anpassung, die Gefügigkeit,
    Akzeptanz eines Menschen innerhalb seiner Gruppe.
    Wer es meist vorzieht eigene Assoziationsbündel aus
    Selbsterfahrenem zu gestalten, wird wohl unvermeidlich
    unverstandener Einzelgänger, Original, Eremit, wahnsinnig,
    oder falls er überzeugende Resultate trotz Unverständnis der
    Anderen vorzuweisen hat, geachtet als Künstler, Erfinder,
    Forscher, Neuschöpfer oder gar schlicht als heiliger weiser Mann,
    der uns unbegreifliche Eingebungen der Genien oder Gottes kündet.
    Nur ist es nichts Außergewöhnliches eine Folge von Assoziationen,
    gleichgültig ob nun als Kausalkette oder als Gedankengemälde,
    nicht in Worte fassen zu können. Es fehlt in so einem Fall nur
    eine allbekannte Gedankenschiene. Man ist nur ins Freiland
    gestolpert oder befindet sich auf privaten, nicht öffentlichen
    Wegen.

    Wortloses Denken

    Assoziationen folgen aufeinander, aus welchen
    Gründen auch immer, auf eigen-artige individuelle persönliche
    Weise, daß sich keine allgemein verständliche Bezeichnung für
    dies geistige Geschehen findet.

    Sprachlos

    Zu einem Bündel an vergleichbaren Erfahrungen
    findet sich keine treffende passende Bezeichnung.
    Beispiel: die öffentliche Einsamkeit auf der Bühne
    die Wahrhaftigkeit eines Schauspiels

    Wider die Horrorfilme:

    Statt Schönheit und Glück
    wird Angst, Grauen, Ekel in uns erzeugt, eingeübt,
    bis diese Gefühle gewohnte,
    wenn auch durch Wiederholung abgeschwächte,
    Reaktion auf alles und jeden wird.
    Da wir durch unsere Gewohnheiten, unsere Assoziationen bestimmen,
    in welcher Welt wir leben,
    umgibt uns so eine häßliche angsterregende Wirklichkeit.

    Verbotenes? Kitsch?

    Soll man Begriffe, Bilder meiden,
    die negative Assoziationen auslösen,
    da sie in der Vergangenheit kulturbedingt mit heute
    Unbrauchbarem verbunden, belastet wurden?
    Bsp.: Ein Bild der Romantik: Junger Wanderer wird von
    Wassernixen verzaubert, in ihr Zuhause, den Waldsee gelockt,
    was vermutlich sein Leben kosten wird.
    Romantischer Kitsch? Uns ist es banale Wiederholung von
    altbekanntem Klischee. Aber warum? Weil wir schlichte Gemüter
    als Urheber vermuten, denen Nichts Neues einfällt,
    die darum Bekanntes wiederholen.
    Und um Vorgänger zu übertreffen übertreiben sie auch noch.
    Malen fünf Nixen, Engel statt nur drei.

    Klischees

    Ist die Beschreibung, die sprachliche Abbildung einer Maus, einer Banane
    oder eines Huhns stets klischeehaft, da ein Wiederholen ständig vorgeführter
    Merkmale unvermeidlich scheint?
    Wäre eine Beschreibung realitätsbezogener, die im Übermaß beschriebenes meidet,
    die sich auf Ungewohntes, gar Unbekanntes konzentriert? Auf Bababebblüten,
    seltene Mäusearten, die historischen Ursprünge der Geflügelarten?
    Eine im Übermaß wiederholte Eigenschaftsbeschreibung wird, denke ich,
    erst zum Klischee, sobald sie zum unzutreffenden Vorurteil degeneriert.

    Harry Lachner in einer Kritik über die Performance der Shelley Hirsch:
    [...]
    Wenn ein Klischee nichts anderes ist, als eine (zu) oft wiederholte Wahrheit,
    dann muss es auch möglich sein,
    darin wieder einen Rest der ursprünglichen Wirklichkeit wiederzufinden.
    [...]

    Auslöser für Assoziations-Bündel sind gebunden
    an ihre Position
    an ihren Standort
    an die sie umgebende Situation
    an ihre Begründung, an sie erklärenden Ursachen,
    also an ihre von uns vermutete Vergangenheit.
    Unser Wahrnehmungsapparat, zahlose Automatismen überprüfen, selektieren, wählen
    aus, ob Bedingungen entsprochen wird,
    ob entscheidende Eigenschaften festzustellen sind,
    welche Assoziationsanker gewählt werden, angesprochen werden.
    Darum ist das Umfeld einer Manipulation, einer Einflussnahme auf sich selbst
    oder Andere entscheidender als der gewählte Assoziationszweig.
    Findet sich kein passendes Assoziationsbündel, kein bewährter Reaktionszweig,
    wird das Gefühl Verwirrung ausgelöst.

    Ein Assoziationszweig ist eine Kollage aus nach Wichtigkeit nach Bedeutung
    in der Lautstärke, der Eindringlichkeit sich unterscheidender Klänge, Gefühle,
    Einzelgedanken, Erinnerungs-Bröckchen.

    Statt "assoziieren", "Assoziationen",
    besser Begriffe wie "Verbindungen" "Bindungen" "Gunas" gebrauchen.
    Wir verbinden Erfahrungen Erinnerungen Vorstellungen.

    Wir sind an die Bedeutungen Erinnerungen gebunden,
    die wir mit einzelnen Begriffen verbinden.
    Assoziationen Verbindungen binden ketten uns fest, geben Halt in der Welt.
    Wer wahrnimmt,
    ohne mit Assoziationen Erinnerungen darauf zu reagieren,
    meditiert,
    ist ohne Bindung ohne Gunas an die Welt,
    befindet ruht im Zustand des Nir-vana.
    Konsequenzen solcher Begriffszuordnung: ohne guna zu sein heißt ohne Identität
    sein, nicht denken nicht fühlen können.
    Denn jeder Reaktionsmechanismus ist Bindung an die Welt Fessel guna.

    Einzelstücke Unikate vermeiden.
    Schenkt man zwei einander sehr ähnliche Schmuckstücke Armbänder Uhren...
    werden diese als weniger bedeutend wichtig wertvoll betrachtet.
    Was sonst bedeutungsschwanger als Symbol Zeugnis eines ganzen Bündels von
    Assoziationen überladen wäre: z.B. als Zeichen der Treue den Dankes der
    Bewunderung oder der Ablehnung Feindschaft der Herausforderung des Anderen.
    Eines von Mehrerern Ähnlichen.
    So vermeidet man, dass wir uns auf ein Ziel konzentrieren können,
    es mit Bedeutungen mit metaphysischem Kram füllen.
    Zwei erste Plätze werden weniger als bedeutend angesehen als ein einzelner
    auf dem Siegerpodest.

    Lehrmögliches Beispiel was guna Bindung genannt werden kann:
    über eine Umhängetasche wurde ich belehrt, daß "om" sei auf ihr in Sanskrit
    geschrieben.
    Welch heiliges Wort Zauber Malefiz!
    Siddarta Gautama, ich nenne dich "namenloser Pflegesohn",
    Sei uns Vorbild, nicht an alles Träume zu kleben, was uns umgibt.

    Übertragung:

    Man gesteht Verzeihliches einem Mitmenschen.
    Dieser besänftigt: Wegen solch geringer Sünde brauche niemand sich schuldig zu
    fühlen.
    Man empfindet sich entlastet, erleichtert.
    Auch für nicht erwähnte Untaten.

    Der verehrte Fußballverein siegte.
    Man fühlt sich als Sieger,
    unabhängig von den eigenen Lebensumständen.

    Gefühle werden hierbei verwendet wie Lebensmittel.
    Gefühle sind Lebensmittel.
    Gewürze des Lebens.
    Fehlt eines so sehr, dass wir darunter leiden,
    muss es aus anderer Quelle gewonnen werden.
    Eine Quelle, die unseren Bedarf deckt, eine Versiegte ersetzt.
    Die ergiebiger ist als eine, die unseren Hunger Durst unsere Nöte unser Leiden
    nicht stillt nicht verhütet nicht veringert.

    Was uns umgibt und was wir selbst sind: Phänomene.
    Unsere Auffassungs-Kraft,
    unsere Fähigkeit zu interpretieren zu verstehen
    lässt Imaginationen entstehen.
    In uns? vor uns? um uns?
    Wo auch immer.
    Betrachtet ein Tier eine bunte Murmel unds verschluckt sie, da es sie für eine
    Beere hält,
    hat es die Murmel, dies Phänomen fehlinterpretiert,
    hat es das falsche Imago entstehen lassen aus beigefügten unpassenden
    Assoziationen.

    Was verstehen wir unter der Bezeichnung Gott?
    Genauer: was verstehn wir damit?
    Mit diesem Oberbegriff Titel.
    Unser denken in Kategorien...
    Dabei verstehn wir vieles darunter,
    vieles wir derartig gleichlautend etikettiert.
    Auf viele Weise kann ein Wort gebraucht werden,
    besonders Worte für Metaphysisches, für Instrumente, die uns helfen die Welt
    zu verstehen zu interpretieren zu manipulieren, uns ihrer zu bemächtigen.
    Von der jeweiligen Kultur, dem sozialen Umfeld, Vorbildern Firmen Familien
    Freunden bestimmt vorgegeben geprägt. Versteht sich...
    Jedes Wörterbuch bezeugt, auf wieviele Arten ein Wort verstanden werden kann.
    Und wir reden von den Göttern der Ägypter Griechen Römer Mayas...
    von Götzenkult Ahnenverehrung, von Himmel Unterwelt Seele Geist,
    oder gar von Bewusstsein.
    Doch was ist darunter zu verstehen?
    Fehlten Echnaton nur geeignete Worte, Aton jenen zu beschreiben, denen ein Held
    ein König ein Götze ein Amulett genügte, die Welt zu verstehen.

    Symbole verkörpern: die eigene Religion, Ideologie, die eigene
    Geschlechterrolle, die eigene Nation, die Wahrheit, die eigene Wahrheit,
    Machtpositionen, Denkweisen, Moden.
    Entfremdung? Chimären bevölkern unser Denken.
    Assoziations-Muster um ein jeweiliges Zentrum geknotet.
    Zentren wie Freiheit Arbeitslosigkeit Gerechtigkeit Wahrheit
    oder Namen Markenzeichen von Markenprodukten wie BMW Natreen Aspirin Persil...
    Assoziationskonstrukte der Werbeinsdustrie der Politiker der Kirche sonstiger
    Autoritäten... (auf die wir hören, die uns leiten, anleiten in unserem Denken
    und Fühlen)
    Entfremdung von der Wirklichkeit? von uns selbst?
    Es gibt kein richtiges wahres rechtes Denken und Fühlen,
    da Beides ein Reagieren auf die Welt,
    ein Interpretieren Abbilden Zuordnen von Verhaltensweisen bleibt.
    Was nicht gleich ist wird in metaphysischen Zusammenhang gebracht.
    In unseren Denkapparaten besteht eine Verbindung Assoziation.
    Tiere erkennen sich auf Polaroidfotos nicht.
    Erkennen sie sich auf Videoaufnahmen? Ich denke sie sehen ein anderes Tier
    das durch eine merkwürdige Barriere von ihnen getrennt ist.
    Erkennen sie sich im Spiegel? Die Übereinstimmung der Bewegungen des anderen
    Tieres mit den eigenen muss sie faszinieren. Beweist sie doch, dass die
    Aufmerksamkeit des anderen Tieres, wie beim Kampf auf uns gerichtet ist.

    Erkennt das Tier nicht sich selbst, sind ihm Wasserspiegelungen unbekannt,
    wird es sich bedroht fühlen.
    Kann doch jeden Moment ein Angriff erfolgen.

    Auflösung von Widersprüchen durch Prozessualisierung.
    Will sagen: was geschieht mit Verben Tunwörtern benennen,
    ohne in die Falle der Nominalisten zu tappen,
    die was geschieht ein "Geschehen" nennen
    und sich daraus tanzende Strohpüppchen Chimären zimmern,
    was sie abstrahieren nennen.
    Wir sind Wesen, die alles mit Händen greifen befingern betasten wollen.
    Das ist unsere Natur.
    Darum mögen wir Substantive Dingwörter.
    Tunwörter lassen sich weniger leicht fassen betatschen.
    Wem ordnen wir Adjektive bei? Fast nur Substantiven.
    Verben werden weit seltener ergänzt,
    indem wir ihre Bedeutung durch Adjektive einengen begrenzen konkretisieren.
    Es ist jedoch gleichgültig gleich-gültig,
    ob wir Ereignisse durch Substantive oder Verben beschreiben.
    Eine Sprache ohne Subjekte und Objekte,
    die nur Geschehnisse Handlungen Tätigkeiten benennt ist vorstellbar.
    Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen Täter/Subjekt und Objekt/Zielgegenstand
    Eine verbzentrierte Sprache ergänzt Prädikate, die am Anfang des Satzes stehen,
    durch Beiwörter Beifügungen, die zugehörige Subjekte und Objekte erwähnen.
    Bsp.: Gefällt wurde holzfällerverursacht baumgezielt.
    Doch Prozesse zu beschreiben, lässt Aussagen nicht wahrer werden.
    Einzig weniger verwirrend kann eine verbzentrierte Ausdrucksweise sein.
    Sind Subjekte/Objekte zu instabile Bauten,
    lassen sich Teile nicht zusammenfügen, bleibt es Stückwerk,
    ist ein Chimärengefüge zu zerbrechlich
    Die unbeantwortbare Frage, ob Elektronen nun Teilchen oder Welle sind,
    wird sinnlos, sobald man nur beschreibt, was geschieht.
    Sobald man nur mit Strohpüppchen spielt, die ein Geschehen darstellen.
    (d.i. prozessualisieren)
    Was soll das sein: Wahrheit (Pilatuszitat)
    Belasst es doch dabei,
    dass Sprechen Begreifen von seiner Natur selbst unbegreiflich sei.
    (Toths Bereich)

    Wir eignen uns beim Sprechen die Sprache nicht an.
    Wir integrieren uns, fügen unser Denken und Fühlen ein in die uns umgebende
    Sprachwelt.
    Die Sprache ist weniger Instrument, uns Anderen verständlich zu machen.
    Sie ist das kulturelle Gebäude, in das wir uns mit unserem Denken und Fühlen
    einfügen.

    Eine Puppenspielerin lies einen Scheuerlappen lebendig werden.
    Der Reiz ihrer Kunst sei, dass die Zuschauer ihren Vorstellungen ihrer Phantasie
    ihren Visionen folgten, sich darin verloren, selbst vergaßen.
    Der Stofflappen wurde auch für sie lebendig.
    Schüttelte sie ihn am Ende und benutzte ihn wieder zum Putzen, täte es ihr
    beinahe leid und sie suche nach dem unvermutet verschwundenen Kopf und nach den
    Gliedmaßen.
    Ist solch Puppenspiel nicht metaphysisch zu nennen?
    Jedes Spiel, alles was wir Darstellen nennen.
    Wie dem Putzlappen die Bewegungen Gesten des Puppenspielers beigegeben wurden
    und dadurch aus einem reglosen Gegenstand ein lebendes sich bewegendes fühlendes
    Wesen zu werden schien, entwerfen wir mehr oder weniger brauchbare Objekte in
    unserer Innenwelt.
    Im Puppenspiel wird Metaphysisches physisch real, Imaginiertes wird fassbar
    greifbar. Dies ist Schöpfung.

  • Was Engel fürchten

    Erinnerungen bewahren, trotz Neubeginn.
    Die Furcht, sich selbst zu vergessen, sich zu verlieren, sich zu verfangen im Menschsein.
    Das Ende der Erinnerungen ist das Ende unserer bisherigen Identität,
    alle gefassten Pläne werden ausgelöscht.
    Dies ist das Ende, der Tod einer Engel-Existenz und der Beginn einer unbefristeten Erdgebundenheit.
    Wer vergaß, was er auf Erden wollte, ist nicht mehr gesandt, ist nicht mehr Bote der Realität des Lebendigen.

  • Papierkorb

    Das selbst gebrauchte Bild der Welt nicht verheimlichen.
    Wozu auch?
    Aber es nur anbieten als Instrument,
    die Wirklichkeit zu verstehen, sie zu interpretieren.
    Als Gebrauchsobjekt.
    Erinnerungen an frühere Leben zu erwarten, gar zu fordern,
    blockiert gleichermaßen unser Gedächtnis.
    Der Wunsch steht im Vordergrund unserer Aufmerksamkeit.
    Was im Zentrum unserer Aufmerksamkeit ist, wird tätig.
    Unser Vorstellungsvermögen ist die Aufgabe unseres Gedächtnisses.
    Schon was vor 5 Minuten geschah,
    ist nur noch als Imagination zu erkennen,
    war nie mehr, war nie wirklicher.
    Bereits unsere Sinnesorgane und unser Wissen darum, was wirklich sei,
    lassen aus äußerer Wirklichkeit subjekt-ive Vorstellung werden.
    (Objekt-iv? Subjekt-iv? Kant-iv.)

    Erst wer vergisst, beiseite schiebt, wer er augenblicklich, vorrübergehend ist,
    was vor 10 Jahren war,
    schafft Raum und Stille, sich an vergangene Leben zu erinnern.
    Anhaltspunkt sei das Gefühl vertraut zu sein mit Gebräuchen, Gewohnheiten, Lebensverhältnissen,
    sonstigem, was uns fremd sein müßte, es aber unerklärlicher Weise nicht ist.

    Zurückhaltung:
    Manche glauben, sich an frühere Leben zu erinnern.
    Dies akzeptieren, rate ich.
    Auch Spielphantasien tolerieren,
    die Kinder, allein durch die angebotenen Möglichkeiten in den Sinn kommen.

    Solange es nicht sicher zu vermeiden ist, der Erkrankung an Amnesie zu erliegen, sobald man Mensch wird,
    ist den meisten, die selbst entscheiden können,
    die durch keine Zwangserkrankung in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt werden,
    an keiner Wildweltseuche leiden,
    die Gefahr zu groß, nach einem ohne Erinnerung als Mensch verbrachten Leben, verstört, ohne sich besinnen zu können, ohne wieder zu sich selbst finden zu können, ohne die eigene Fassung zu bewahren, oder nach langer Zeit der Ungefasstheit, erstmals im Bardo wiederzuerlangen,
    ohnmächtig, eben fassungslos in weitere Erdenleben zu stürzen.
    Durch Wünsche, Triebe, Ängste, Leidenschaften, die uns unkontrolliert eine neue Verkörperung wählen lassen.
    So droht die Hölle, zahllose Leben sich nicht mehr von den Verirrungen auf Erden lösen zu können,
    droht der Verlust der eigenen Vergangenheit, der Identität und Freiheit für lange Zeit.
    Wen wundert es da, dass im Übermaß ohnmächtig haltlos Wiedergeborene hier auf Erden sind?
    Diese haben bereits verloren,
    was ein Geistwesen, das sich seiner eigenen Vergangenheit bewußt ist,
    riskiert durch jeden Aufenthalt auf einer Welt, die ihren Kindern ähnlich wirklichkeitsferne Denkbahnen, Gefühlsweisen aufdrängt, durch Gebräuche, Sitten einsuggeriert.
    Hiervon müssen die Kulturen dieser Welt erlöst werden, dass auf Erden nicht Hölle fortdauere.

    Wann können wir es wagen, Mensch zu werden, ohne der kaum einzuschätzenden Gefahr ausgeliefert zu sein, an Amnesie zu erkranken?
    Wir verlieren unsere Vergangenheit, unsere Identität, unsere Erfahrungen
    da wir allen Suggestionen, Prägungen, Interpretationen darüber, was wirklich, was wahr sei,
    dem Konsens der Gemeinschaft,
    der Kultur, in die wir eingeboren, eingeworfen werden, hilflos ausgesetzt sind.
    Niemand kann vorhersehen,
    ob nach dem Ende eines ohnmächtig, selbstvergessend auf Erden erlittenen Lebens, wir rechtzeitig zu uns finden, uns erinnern, in die Wirklichkeit erwachen,
    oder von Sehnsüchten, Hoffnungen, Leidenschaften geblendet, getrieben,
    in ein neues Menschenleben stürzen.
    Dies ist, was ich nenne: Im Leiden gefangen sein. Nicht erlöst werden. Hölle.
    Gelingt es, garantieren zu können, daß Neugeborene, Menschgewordene,
    selbst entscheiden, ob und wieviel sie vergessen wollen, dann werden ausreichend viele von Erdenleiden verschont gebliebene, Erdenfremde, noch reine Geschöpfe sich auf die Erde wagen

    Vielleicht weil ich bisher erdenfremd blieb,
    selbst entschied, welche Eltern am Wenigsten geistig dominierten,
    welche ausreichend labil, schwach waren,
    mir unfreiwillig Raum für eigene Gedanken ließen,
    und mir so in wacheren Momenten auch ungefügige Erinnerungen ermöglichten.
    Vor völligem Verlust des Gedächtnisses blieb ich meist verschont.
    Stattdessen drohte die Gefahr der Verwirrung:
    Wie konnte das zeitgemäße Bild der Welt,
    das durch die Kultur, der ich jeweils angehörte, geprägt war,
    das von jedem, der mir begegnete geteilt wurde,
    unter einen Hut gebracht werden mit Erinnerungen,
    die ich meist nicht einmal in Worte fassen,
    geschweige denn anderen mitteilen konnte?
    Wer solche Haltlosigkeit nicht fürchtet wird Mystiker.
    Wer sie nicht erträgt, in Angstzustände gerät, wird Psychopath

    Einzig das Getöse vom Pauken, das Trillern von Pfeifen läßt uns glauben,
    wir hätten den Konzertsaal des Ewigen verlassen, oder gar, es gäbe ihn nicht.

  • Amnesie durch Suggestion

    Unart: mit den Augen fixiert zu werden, erkennt jedes Tier als Angriff. Auch Erwachsene, sobald sie von anderen gemustert werden, fühlen sich herausgefordert, provoziert.
    Doch sprachlosen Säuglingen blicken wir, seine Aufmerksamkeit bannend in die Augen, lassen dem Säugling die Wahl: entweder angsterfüllt fliehen, um Hilfe schreien, oder dem Erwachsenen vertrauen, sich ausliefern, sich unterwerfen seinen Blicken, seinem Willen, seiner Macht, Verfügungsgewalt, seiner Sicht der Welt. Das nenne ich Suggestion und Gewaltanwendung.

    Falls ein Kind uns darauf anspricht, ob man mehrmals leben würde,
    bitte keine eigenen Weltsichten als Wahrheit verkünden.
    Stattdessen ihm beschreiben, daß viele glauben, man lebe nur einmal, daß andere glauben mehrmals gelebt zu haben und daß manche glauben, sich an frühere Leben zu erinnern.

    Verstellt nicht eure Stimme, sobald ihr mit Säuglingen sprecht.
    Kein Singsang, keine Babysprache, kein süßlicher Tonfall.
    Alles Techniken im Anderen eine Trance zu erzeugen, seine Aufmerksamkeit zu bannen.

    Ist es nicht jede Mühe wert die Unsterblichkeit den Menschen zu ermöglichen?
    Nicht als ein Muß, nicht als eine Pflicht, nicht als Forderung.
    Doch als Mensch soll man über sein Erinnerungsvermögen selbst entscheiden!
    Nicht überwältigt werden, nicht seiner Vergangenheit beraubt werden.

    Es genügt eben nicht, formal zu glauben, daß jeder Leben nach Leben wiedergeboren werde, solange Kinder als Besitz betrachtet werden, unter freier Verfügungsgewalt der Eltern oder sonstiger Obrigkeit.

    Gedächtnis- und somit auch Identitätsverlust der Kinder wird nicht wahrgenommen, werden Kinder doch als Besitz, als Eigentum betrachtet, zur freien Verfügung für Eltern und Verwandte, gleichgültig ob diese nun Christen, Moslem, oder Buddhisten sind.
    Es genügt offenbar nicht in eine Kultur hineingeboren zu werden, die an ein Wiedergeboren Werden glaubt!
    Solange keine eigenen Erinnerungen an vergangene Erdenleben, oder an Zeiten, als wir körperlos waren, die Grenzen des augenblicklichen Erdendaseins zum Einsturz bringen, bleibt der eigene Glaube nur Theorie, ein Leiern von erlernten Sprüchen, und keiner findet es nötig die Konsequenzen zu ziehen, daß z.B. Kinder nicht als jünger, oder unerfahrener, nicht als verfügbares Objekt behandelt werden, daß ihnen stattdessen dieselbe Achtung, derselbe Respekt gebührt, wie jedem Menschen.
    Denn niemand kann ihre Vergangenheit, ihre Taten, ihre Erfahrung kennen, solange ihr Menschenkörper ihr Gedächtnis übertönt, indem er alle Aufmerksamkeit auf sich lenkt, als alles übertönende Quelle des Erlebens, der Sinnesreize.

    Warum geht uns unsere Vergangenheit auch in Kulturen verloren, die an die Wiedergeburt glauben?
    Weil die Seele zwar als Realität angenommen wird,
    doch dieses Göttliche dieses ewige Etwas bleibt theoretisch.
    Natürlich glaubt man daran.
    Doch das Kind bleibt dennoch Eigentum der Eltern.
    War es nicht neun Monate der Mutter eigen, teil ihres eigenen Körpers, bleibt es darum nicht zumindest ihr zu eigen?
    Von einem Tibeter habe ich gehört, dass er zwar an ein Weiterleben glaube, doch dass dies nicht als Individuum geschehe.
    Das Göttliche lebe ein nächstes weiteres Leben, doch die eigene Persönlichkeit ginge mit jedem Leben verloren.
    Ich weiss dies wird auch weiter geschehen solange die Identität als von den Eltern der Gesellschaft dem kulturellen Umfeld frei verfügbarer nach Belieben formbarer Besitz betrachtet wird.
    Der Persönlichkeit und Vergangenheit enteignet, wird uns der ureigenste Besitz geraubt: was wir waren und wer wir sind.
    Dass da ein göttliches Etwas in jedem sei, eine Seele ein ewiger Lebensfunke, soll uns wohl über diese Vergewaltigung hinwegtrösten, die uns nach jeder Geburt unsere Vergangenheit entreißt und uns somit als Individuum als Persönlichkeit mit Vergangenheit auslöscht. Dies nenne ich sterben.

    Man gibt sich hin, die Sprache, das Denken, das Fühlen zu erlernen.
    Dies ist die Barriere.

    Irgendwo gefunden, weiss nicht mehr, vielleicht im Stern, der Zeit oder der taz: "Als Kind konnte Albert Einstein nicht sprechen.
    Man dachte, er sei geistesgestört. Mit neun Jahren landete er deshalb bei einem Neurologen. Als er fast 70 war, erzählte er, was damals passiert war:
    Instinktiv hatte er erkannt, dass er durch sein Schweigen erstens keinen Fehler machen konnte und zweitens seine Kindheitssicht auf die Dinge für sich behalten konnte. Kind Albert sah die Welt so, wie er sie für wahr hielt.
    Einstein ist überzeugt, dass jene Welt zur Basis seiner Relativitätstheorie
    wurde. Das zeigt: Wird man nicht verbogen, bleibt man im Kopf klar."

  • Lohn

    Von zeitgemäßen Sehern sei euch verkündet, dass als sicherer Lohn jeder ignorierte Vorwurf wider euer Tun im eigenen Gedächtnis bewahrt bleibt.
    Was werdet ihr berechtigten Klagen entgegnen können?
    Wird die Erinnerung an euer Tun nicht an euch haften? Als Mal.
    Bis ihr euch selbst beweist, daß dies nicht bezeichnend für euer Wesen war, dass solch Tun nicht Folge einer, die Gärten Anderer zerstörenden Eigenart sei.
    Beweist dies euch selbst.
    Nur dann wird man euch glauben.
    Euch vertrauen.
    Denn es gibt kein Verbergen dort.

  • Sinn

    Warum kehrte ich abermals wieder?
    Verpflichtet war ich endlich endlich nicht mehr, der Welt ein Hüter Engel Bote zu sein, glaubte ich.
    Hatte ich nicht alles gegeben geopfert versucht?
    Zumindest kannte jeder die Filme.
    Hatte ich doch der ganzen Welt einen Menschen vorgeführt, dem es wesensfremd war, dem es unerträglich war, einem Menschen Leid zuzufügen, dessen Lebensinhalt Mitgefühl und Liebe waren,
    der nicht einmal, um sich selbst zu schützen, die Hand wider andere erhob.
    Dies hatte ich verkörpert, bewiesen, vorgeführt bis zur Selbstzerstörung.
    So glaubte ich mich ohne Schuld, frei diesen Ort zu verlassen.
    Nein, dieses Mal fühlte ich mich nicht schuldig, verpflichtet, getrieben, gehetzt, in der Vergangenheit angerichtetem Unheil entgegenzuwirken.
    Selbstzufrieden entschied ich mich für einen weiteren Versuch, die Barriere des Vergessens zu überwinden, die diese Welt von allen übrigen trennt, daß man in ihr gefangen, im Finstern taumelt, voll Grauen an Mythen wie Sterblichkeit glaubt. Was sollte ich fürchten.
    Unbeugsam hatte ich oft der Welt und ihren Suggestionen widerstanden.
    Auf ein Neues.

    Was hatte ich zu verlieren?
    Selbst nachdem ich, mich selbst und alle Vergangenheit vergessend, mein ganzes Erdendasein lang in den Fassaden der Erdenwelt umhergeirrt bin, werde ich mich in der Wirklichkeit des Lebendigen Ewigen geborgen wiederfinden.

  • nominales

    Abstraktes Denken

    Substantivieren als Verführung zu metaphysischem Denken

    Wollen wir beschreiben, was geschehen ist, gerade geschieht, geschehen wird
    oder geschehen kann,
    behandeln wir solches sprachlich wie einen Gegenstand, wie ein Objekt,
    grammatikalischen Regeln folgend.
    Die Bindung an eine bestimmte Zeitform wird dadurch vermieden.
    Wie bei Infinitiven kann so allgemein Geltendes formuliert werden,
    z.B. über das Reden, Fliegen, Verallgemeinern.

    All die zahllosen Begriffe, die keinen greifbaren Gegenstand bezeichnen,
    man ersetze sie möglichst durch Verben.
    All die Phantome, Phantasmen, Gespenster, Strohpuppen, Vogelscheuchen...
    Man verliert sich ansonsten im Puppenspiel, in prachtvollen Wolkenschlössern.

    Bertelsmann Lexikon:

    Substantiv [das;lat.], Hauptwort, Wortart für die (ontolog. undefinierbare)
    Klasse der Gegenstände; grammatisch ist (im Deutschen) unter S. ein Wort zu
    verstehen, das mit Artikel verbunden vorkommen kann. Es besteht dann aber kein
    Unterschied mehr zwischen eigentl. Substantiven u. substantivierten anderen
    Wortarten. Unter den S.en unterscheidet man u.a. Konkreta ("Baum, Haus") u.
    Abstrakta ("Güte, Weisheit"). Letztere vergegenständlichen vielfach einen
    Prädikatausdruck.

    Substanz (die; lat.], 1. Stoff; Kern, Wesen einer Sache. - 2. Physik, siehe
    Materie. - 3. Philosophie der selbstständige, für sich bestehende Träger von
    unselbstständigen Eigenschaften (Akzidenzien), das Ding (nach Aristoteles).
    Darüber hinaus das allen Dingen immanente Wesen, die Welt-S., die entweder als
    materiell oder geistig, oder (dualist.) als beides, oder (pluralist.) als
    vielheitlich aufgefaßt wird. Auch Gott bzw. das Asolute gelten als Substanz.
    Das Substanzproblem beherrscht die ganze Geschichte der Philosophie und Physik.
    - Gesetz der Erhaltung der Substanz (des Stoffes) bzw. der Energie

    Metaphysik:

    -Sämtliche Rechtswissenschaften z.B Steuer, Zivil- und Strafrecht,
    Wirtschafts-, Handels-, Gewerbe-Recht.

    -Sprachwissenschaften.
    Allgemein: Kulturwissenschaften.

    Kultur ist immer Metaphysik, da sie von keinem Naturgesetz,
    sondern einzig von menschlichen Vereinbarungen, von Konventionen abhängig ist.

    Daß weniger verdinglicht werde:
    misstraue den Worten, die mit "ung" enden.
    Beäuge sie, ob sie nicht aus der mathematischen Begriffswelt entflohen sind,
    wie z.B. "Richtung" "Wirkung" oder "Drehung",
    ob es sich gar um Wortgespenster um Wortleichen handelt?

    Abstraktes Denken?
    Metaphysisches Denken?
    Schimären sich erdenken.

    Wer ängstlich nach Symptomen gefährlicher Krankheiten bei sich sucht, wird Hypochonder genannt.
    Wer jedes Geschehen mit Bedeutungen beläd,
    benötigt wohl die von ihm benutzten Ergänzungen, nein Anfügungen an die Wirklichkeit.
    Wozu? Wozu auch immer.

    Ebenso werden Menschen zu Typen zu Charakteren zu Puppen für unsere Gedanken-Spiele, indem wir Erklärungen Bedeutungen Symptomatisches Symbolhaftes,
    also Abstraktes Metaphysisches finden,
    wo nur Belangloses, Gedankenloses, Bedeutungsloses ist.
    (s.a. Oskar Wildes Sphinx ohne Geheimnis)
    Wir spielen doch zu gern mit unseren erdachten Püppchen.

    Puppenspiel:
    "Die Befolgung der Rechtschreibung entsprach nicht seinem Geschmack."
    und Geschmack und Befolgung tanzten dennoch übermütig vor dem Thron der
    ehrwürdigen Herrin Rechtschreibung.
    "Lektoren! Studienräte! Her zu mir! Man vollziehe mein Urteil!"
    Doch dieses war unauffindbar,
    war dieser Besserwisser doch gerade in der Küche beim Vorkosten.
    Urteil und Tante Geschmack tranken dort zusammen Tee.

    Nominalstil vermeiden.
    Stets das aktive Verb anstelle des von ihm abgeleiteten Substantives bevorzugen.

    Gehört: "Mir lag daran, mit ihm zum Gesprächsprozess zu kommen."

    Nominalstil Phantomstil
    Statt sich zu fragen, wieviel Wählerstimmen man brauche,
    wird über die Dringlichkeit einer quantitativen Beurteilung geschwafelt.
    Der unsinnige Gebrauch -
    Nein.
    Wer ohne Grund überschwenglich jedes Adjektiv jedes Tun substantiviert,
    so ein Phantom Gespenst Kaninchen nach dem anderen aus seinem Hut
    herbeizaubert,
    sollte auf solche Unsitte hingew...
    ich meine, wir sollten darüber lächeln.

    Immer werden Begriffe definiert.
    Wie penetrant!
    Statt vom Instrumentenbau wird von Wahrheitsfindung gesprochen.
    Ein Glaubenssatz folgt dem Anderen.
    Lehrsätze, Axiome als Fundament.
    Ist der Träumer in seinem Traum oder der Traum im Träumer?
    Standortbestimmung.
    Ist der Schöpfer das Ewige die bewegende Kraft in der Welt oder ist die Welt in ihr?
    Bewohnen wir unsere Körper oder werden wir Mensch?
    Jedes Mal?
    Was wollen wir erfahren?
    Gedanken-Weisen wollen wir finden, unser Leben unser Sein und Tun zu begleiten, zu kommentieren.
    Mit gelungenen Liedern auf den Lippen, begeistert animiert,
    sind die Mühen, die schroffen Gebirgszüge dieser Welt leichter zu erklimmen.

    Zeit ist "sein" ist "geschehen".
    Nur Geschehens-Wörter eignen sich, sie zu beschreiben.
    Indem wir von dem Sein reden, verlaufen wir uns in imaginierte Dingwelten.
    Voll Schimären allesamt.
    Vergleichbares geschieht, indem wir über ein Tun oder Geschehen reden
    als sei es ein Gegenstand ein Subjekt oder Objekt.
    Das sogenannte Fließen des Wassers zum Beispiel, dem wir sogar Adjektive beifügen statt Adverben.
    Unsere Sprache ist Gegenständlich.
    Also abstrahieren wir.
    Wir zimmern uns Strohpuppen Gespenster Schimären, an die wir glauben.
    Wir glauben es gäbe sie.
    Wir glauben sie würden existieren.

    Nur für den Zeit-Begriff selbst finden wir keine uns genügende Imagination.
    Dabei ist Raum oder der nach zeitgemäßer Denkmode verworfene Äther-Begriff
    ebensowenig geeignet zum Gedankenspiel.
    Wir spielen mit als wahr etikettierten Gedanken-Puppen.

  • Freidenker

    Andere Kulturen zu begreifen, in die wir nicht hineingeboren wurden, sei uns nicht möglich.
    Nur scheinbar verstehen wir die Bilder, die Mythen, die fremden Denkgebäude, heisst es.
    Ihr seid wenig wandelbar und erstarrt.
    Es sind die Geister unserer Vergangenheit, die uns umgeben, die uns halten, hindern, behindern, die alles was wir tun, fühlen und denken, kommentieren bewerten benoten.
    Die Stimmen der Eltern Freunde Lehrer, des sozialen Umfeldes, das uns jegliche Freiheit begrenzt, das uns Schranken Grenzen setzt, uns zähmt und zügelt.
    Es sind die, die uns bändigen, die uns Wilden einreden wollen, das Band der Gesellschaft, das uns umhüllt bekleidet domestiziert sei unüberwindbar.
    Ja redet es uns Wölfen Wildpferden Raben ein! Versucht es!
    Ungebändigt werden wir spotten: "Krah!! Kraah!! Wir verstehen eure Worte nicht.
    Wir äffen nur nach, was wir von euch hörten. Lora Lora Krah Krah Krah...
    Wie kann eine Kultur uns binden prägen, die uns nur umhüllte, nur einfing
    wie euer Netz unsere Freunde die Schmetterlinge oder Fische?
    Wir bemalen uns mit euren Farben.
    Kleiden uns mit euren Kostümen, höfisch höflich Krah..."

    Odins Raben

    "Folge keinem Wahn!" ist des einen Rat.
    Der zweite kräht aus der Höhe: "Erinner' Dich!"

    In zwei Richtungen strebt mein Blicken.
    Zur Erde. In den Dreck starre ich, sehe Gewürm und Krabbeltier
    Verrottung Schimmel Gift und Schmutz.
    Ihre Wege sind mit den Überresten Millionen Jahre alten Getiers,
    das zu Erdöl, zu Teer wurde bedeckt.
    Ich blicke auf, sehe Wolken, die Allmacht der Sonne, das blaue Licht des Himmels.

    "Nicht solche Extreme!" rät mir ein Menschgeborener.
    "Bleibe dem Mittelmaß treu! dem Alltäglichen, den Erfordernissen deines Daseins!"
    Er glaubt, die Realität die Wirklichkeit die Wahrheit zu kennen.
    Doch ich sehe wie er seine Vergangenheit bei sich trägt.
    Sie schmückt ihn, bekleidet ihn, schützt ihn.
    Doch verfärbt sie auch alles, was er wahrnimmt erlebt erkennt.
    Er ist nicht neugeboren, nicht menschenrein.

    Erinnere Dich an die Zeit, als sie Dir noch nicht eingeübt hatten,
    eine Lautfolge sei dein Name.
    Sei der Du bist, namenloses Menschentier.
    Verlier Dich nicht in den Menschenträumen!

    Freidenkertum
    Ein wildes Umherstreunen.
    Ein grobes Pirschen im Unbekannten.
    Nur nicht blind pilgern, auf geheiligten geteerten Straßen,
    der kleinsten Biegung folgend, jedes Detail anbetend.

    Wie weise welterfahren ist man,
    sobald man jede Kreuzworträtselfrage,
    oder jede Frage eines Examens korrekt beantworten kann?

    Was tun mit dem erlernten Sondermüll?
    Notlösung:
    Alles in Schubladen schichten, zur Anwendung bei Bedarf.
    Von Fall zu Fall ist dann zu entscheiden,
    welche der bewunderten Größen benutzt wird
    als Gedankenbausatz aus vorgestanzten Teilen.
    Weltbildmalen nach Zahlen.
    Lieber die Nase schulen, und nur vorgefertigte Modellteile
    erwerben, erlernen, ins Gedankensortiment aufnehmen.
    Nur was unvermeidbar bleibt, trotz aller Vermeidungsversuche.

    "Entweder oder" diese Etiketten verkleben alle Gedanken.
    Sind Pech der Wahrheitserpichten, der Schreiner für Weltschränke.
    Daß die Realität, das Unmittelbare verbaut, verborgen, verstellt
    sei.

    Freilandsucher, auch genannt Freidenker, erkennt man z.B. daran,
    daß sie häufig "z.B." verlauten lassen und "entweder oder"
    scheuen wie Katzen das Wasser.

    Funktionalismus

    Nicht von wenigen, oder gar einer Ursache Erklärungen herleiten!
    Bestehende Weltbilder nach Ungereimtheiten durchwühlen.
    bis an ihr tiefstes Fundament.
    Suchen, was widerspricht, gegensteuert im Gedankenfluß.

    Nietzsche: Jede Ideologie ist ein Gefängnis, jede Idee eine Fessel.

    Datenflut. Multikulturell sein?

    Bewußter, wacher werdend,
    wird man von einer Flut ergänzender Wahrnehmungen überschwemmt.
    Was wir nun erleben erfahren wahrnehmen registrieren
    ist viel zu komplex, sie noch befriedigend ordnen,
    einordnen verarbeiten zu können.
    Die Verarbeitung einer Datenschwemme auf die unsere geistigen
    Instrumente, unser Intellekt noch nicht vorbereitet sind.
    Unsere Ausrüstung ist diesen neuen Bedingungen noch nicht
    gewachsen.
    Die klassische Therapie einer solchen "Störung":
    Identitätsfindung, Persönlichkeitsbildung.
    Man soll sich also für eine eigene kulturelle Wirklichkeit
    entscheiden und die anderen alternierenden Wirklichkeiten
    nur als etwas von Außen Kommendes Fremdes Kulturfremdes erleben.
    Wofür wir uns entscheiden wird verinnerlicht und als ureigene
    Identität von allem Übrigen abgegrenzt.

    Gescheiterte Fehlflüge

    Flugversuche brachten das Freidenken ins Gerede.
    Haltlose Abstürze ins Rücksichtslose schrecken ab.
    Doch freier Gedankenflug ist immer noch ein lockendes Ziel.
    Bekannte, von den verschiedensten Kulturen vorgegebene Stilarten
    samt Flugfiguren sind dabei durchaus als haltgebend erwünscht.
    Was hilfreich, brauchbar, oder gar schön, bezaubernd ist,
    muß nicht vermieden werden, nur weil es bekannt ist.

    Denken ohne Der-Die-Das-Tut.

    Denken in suggerierten Sinnesreizen, in Assoziationen,
    auftauchenden Bildern.
    Szenisches Denken. In Tönen Gefühlen Bildern.
    Jeder Komponist ist es gewohnt in Harmonien zu denken.
    Man betrachte verbale Sprache als Abbildhauerei,
    in ihren Produkten der Architektur vergleichbar.
    Erholsame Parkanlagen aber auch bedrohlich monumentale
    Hochbauten wurden errichtet.

    Welches ist oberstes Naturprinzip? Kausalität, Synchronizität,
    Fügung, Zufall, Zeit als Raumdimension in der das lebende
    Bewußtsein sich bewegt, Welt als Wachtraum, Selbsttäuschung,
    Wille, Vorstellung, als für uns projezierte Wirklichkeitsebene,
    Schöpfung, Monadenreich, Götterwille und was noch...

    Ungewohnte Gedankenwege, Ideenpfade, Assoziationsverläufe
    werden vermutlich verursacht durch unmäßigen Alkoholkonsum.
    Die erst am folgenden Tag langsam nachlassende partielle
    Nervenlähmung verhindert manche sonst üblichen selbst- und/oder
    kulturgeprägten Gedanken/Gefühlsreaktionen.
    Andere sonst nur im Hintergrund kaum bemerkbar anklingenden,
    oder aus Mangel notdürftig gezimmerte Völlig Neue geschehen nun
    einzig vodergründig bemerkbar.

    Wendigkeit

    Mitfühlen nachfühlen, Gedankenwelten teilen nachempfinden.
    Denk- Gefühls- Wege Bahnen Pfade erfahren nacherleben nachvollziehen.
    Worte Begriffe in Bedeutungen Sinnzusammenhängen des Anderen verstehen interpretieren.
    Unser Repertoire, unsere Möglichkeiten, unsere geistige Bewegungsfreiheit vergrößert sich.
    Wir werden geistig gelenkiger eleganter geschmeidiger stilvoller.
    Sind nicht mehr starr hölzern im abgetragenen Gewandt,
    unter der klebrigen Hülle unserer Persona, unserer Charaktermaske
    aus Eigenarten persönlichen Eigenschaften Gewohnheiten hilflos gefangen.

    Zu langer Aufenthalt in der Gedankenwelt, umgeben von Kategorien,
    von komplexen Sachverhalten, feingebauten Erklärungskonstrukten
    läßt uns dort Hütten bauen
    uns verlieren auf der Suche nach Wahrheiten, Licht, Erkenntnis.
    Und sollten wir nach langer Suche Früchte vom Baum der Erkenntnis
    uns erwerben, begreifen wir - unsere Gedankenwelt.
    Darum empfahl ein Wanderer einst, jedem Gedanken zu mißtrauen,
    der uns am Schreibtisch zu Hause überfiel.
    Am Wegesrand Erschautes sei im Vorbeigehen aufgegriffen notiert.

    Auf Marmortafeln wird euch Wahrheit mitgegeben, das Wissen
    eurer Eltern und Lehrer um Sinn und Bedeutung der Welt.
    Lasttier geworden, blickt ihr, bleibt ihr auf bequemen
    ausgetretenen Wegen.

    Verschreibt euch der Liebe der Schönheit dem Glück Aller
    und hebt den Kopf! Tretet beiseite!

    Bewegungsfreiheit, körperliche und geistige.
    Freiheit des Geistes.
    Nebenwirkung: Gelegentliche Existenzangst.
    Zumindes solange sich keine Gefährten, keine kollegialen
    Gedankenwilderer finden.
    Als Asylant Fremder Hexe bedroht uns jede Gemeinschaft, jeder
    intolerante Gemeinsinn.

    Wahrheit

    Sind drei Menschen Zeuge eines Geschehens, sind drei Bündel von
    Assoziationen die jeweils zugehörige Reaktion.
    Jede geformt geprägt durch vergangene Erfahrungen Erlebnisse, die
    eigene Innenwelt, das eigene Weltgebäude.
    Erst sobald eine gemeinsame Ideologie Fabelwelt,
    ein gemeinsames Bündel an Legenden an Mythen an Begriffen,
    samt zugehöriger Bedeutsamkeit in den Dreien vorherrschen,
    ist Einigkeit, ist man sich einig, ist man eins über
    die wahre korrekte Art der Interpretation eines Geschehens.

    Wahrheit erzeugt, zeugt Gedankenödnis, entre nous, Langeweile,
    Depression...
    Was nutzt da die Sicherheit Geborgenheit der in Haft verwahrten
    Gedanken, der Schutz der erprobten Wege Bahnen.
    Lieber im Freiland streunen, wild freidenkerisch barfuß trotz
    Dornen Giftbeeren Schlangen und Rutschgefahr. Mutig querfeldein.
    Bitteschön!

    Streit um Wahrheiten

    Wären nicht sämtlich Religionen durch ihre in der Vergangenheit
    meist mit zufällig oder in Machtkämpfen entstandenen Dogmen,
    mit Belanglosem, mit Kram überladen,
    könnten gemeinsame Sprachen gefunden werden.
    Nicht um Wahrheit, Gültigkeit würde man streiten.
    Traditionen Trachten klassische Tänze der Gefühle und Gedanken
    würde man pflegen.
    Neugefundenes diente als gelegentliche Zier, als Auffrischung
    des Angestaubten.
    Und natürlich würde man sich Modernem Niegedachtem Neuem in den Gedankenkünsten widmen.

    Kindern muß man erst einprägen,
    was Nationen Kulturen Religionen Ideologien voneinander unterscheidet,
    was sie von anderen trenne.
    Der Nazarener riet: Werdet wie die Kinder.

    Was uns hindert am freiherzigen Fühlen:
    Du mußt, du sollst, du kannst, du darfst.
    Von Anderen oder von uns selbst empfohlen.
    Als versuche man eine Blüte zu zeichnen,
    und zig Hände versuchten uns zu helfen, daß das Abbild gelinge.
    Gezerrt, geführt, beraten kann nur Geschmier entstehen.
    Man rate keinem ungeübten Radfahrer oder Seiltänzer,
    wie er zu balancieren, sich zu bewegen, zu beugen habe!
    Darum fühlt unberaten, vogelfrei.
    Balanciert regellos gedankenlos selbstvergessen im Kinderspiel!

    Aber gebraucht auch himmlisch Erinnertes!
    Findet sich in unseren Lebenskonzepten auch Übertierhaftes?
    Oder läßt sich Alles aus Evolutionsbedingtem ergründen?

    Panik der Haltlosen

    Medizin wider die Panik, die wohl unvermeidliche Reaktion ist,
    sobald man erkennt,
    daß das eigene Weltverständnis ein kulturgeprägtes Konstrukt ist,
    daß es nicht mehr ist als ein Instrument,
    dem eigenen Tun Sicherheit Überzeugung Halt zu geben,
    es zu stabilisieren, daß das Leben berechenbar kontrollierbar werde.

    Nimm Verstehen als Sprache Stil Instrument des Ewigen Gedankenlosen Unbegreiflichen Lebendigen.
    Werkzeug des Wollens, Instrument der Schöpfungsmacht, Klangkörper des Erlebens.
    Was ist schon Verstehen! Nur Geste Kommentar Innenwelt aus Worten,
    Nur Farbenspiel aus Gedanken Gefühlen Erinnerungen.

    Lichtenberg und Nietzsche schätzten beide die durch übermäßigen Genuß von
    Alkohol verursachte Auflösung eingewöhnter Denkbahnen.
    Freidenken - Zwangsläufig dazu genötigt durch die vom Nervengift zerstörten
    Assoziationsverbindungen.

    Sind es Durchblutungsstörungen, kaum merkliche Blutungen, Nervenlähmungen,
    die verursachen, was wir Eingebung nennen?
    Ich glaube, nicht umsonst begleitet Alkoholmißbrauch, auch genannt Dionysos,
    viele besonders schöpferische Kulturschaffende.
    Wo dies Nervengift alte Schienen blockiert,
    wird man genötigt in neuen Bahnen zu denken und zu fühlen.

    Theologie? - eher Gespenster- statt Seelenkunde.
    Philosophie? - eher Psychologie also Menschenkunde Andropologie.
    Der Menschen Sein und Tun erforschen, somit auch unsere Kulturen ist das Ziel.
    Die Kulturbereiche, in die wir hineingeboren oder in denen wir heimgefunden
    haben.
    Darum sei Kunst auch Lebenskunst das Maß unserer Wirklichkeit und nicht logisches Denken.
    Darum war und wollte Nietzsche Psychologe sein, und nicht Philosoph oder Philologe.

    Habe stundenlang versucht das Rätsel des Solitärspieles zu lösen.
    Einst gefundener allgemeiner Lösungsweg im Gedächtnis unauffindbar.
    Ist solches Zeitvergeuden nicht Beispiel, guter Memo-Anker unnötiges
    unproduktives Tun zu vermeiden?
    Man frage sich stets, ob man von sinnlosen Zielen gebannt sei.

    Unser Denken mit Computerprogrammen zu vergleichen wird häufig abgelehnt.
    Aber Kausalketten sind die gemeinsame Grundlage von Beidem.
    Natürlich programmiert man Programme in aufeinanderfolgenden Ketten.
    Kausalketten sind die Grundstruktur aller Programme, jedes Denkens.

    Meine Stärke: ungezügelt zügellos fragen, wie es Kinder tun, die von einer
    zugehörigen Kultur noch nicht vollständig lückenlos geprägt wurden.

    Ich streube mich wider die Gedanken-Konstruktionen vieler Denker
    Mir fehlt der Glaube an Begriffe.
    Wahrheitsgehalt ist mir nicht mehr als ein Preisschild,
    eine Etikettierung kulturell also vom sozialen Umfeld geprägt.
    Dadurch wird mein Denken ein wenig vage begrifflos wortlos.
    Was ich nicht als nachteilig betrachte.
    Ich träume von einer zukünftigen Sprache,
    die Ausdruck ist einer universellen allgemeinen alles Leben umfassenden
    und beinhaltenden Kultur.

    Keine Einmischung zulassen bei eigenen Tanzversuchen.
    Lass sie nicht in deinen noch unfertigen Malereien herumschmieren korrigieren.
    Ihre Farbpalette ist nicht die deine.
    Ihr Stil des Denkens und Fühlens ist nicht dein Stil.
    Sie sprechen nicht deine Sprache.
    Sie gebrauchen zwar dieselben Worte, doch dies auf andere Weise.

  • Sprachgebrauch - Gebräuche

    Synchrone Bewegungen einer Gruppe, z.B. Tanz oder rituelle Gesten:
    Die Bewegung jedes Einzelnen ist nicht mehr konkret, ausschließlich dieser Person zuordbar.
    Die Gesten Schritte Worte sind identisch, darum austauschbar - eins.
    Jeder verliert seine von Anderen zu unterscheidende Eigenart, und somit auch seine Persönlichkeit seine Identität.
    Jede Bewegung wird zur ideellen metaphysische Verallgemeinerung des eigenen Tuns, wird unpersönlich, wird Abstraktion.
    Sich kollektiv gemeinsam bewegen:
    Gesten, die sich emanzipieren, befreien vom konkreten physischen Tun samt zugehöriger physischer bezweckter Wirkung - Gruppenrituale.

    Kollektive gemeinsame Laute von sich geben.
    Klänge Laute Äußerungen, die sich emanzipieren befreien von konkreten physischen Reaktionen auf äußeres Geschehen,
    die eine neue Bedeutung innerhalb der eigenen Gruppe erhalten.
    Sprachen entstehen durch gemeinsames Äußern von Lauten.

    Rituell vervielfältigt verlieren Bewegungsabläufe ihren Bezug zur physischen Realität.
    Sie werden Symbol Begriff, werden wortgleich.
    Eine Geste erhält Bedeutung Sinn, wird Vorläufer gesprochener Worte,
    bewirkt Assoziationen Erinnerungen: Wasser wird geschöpft. Doch da ist kein Wasser und kein Gefäß.
    Die Geste hat sich verselbstständigt.
    Sie wird ergänzt durch Laute, die dann die Geste selbst ersetzen.

    Rituale dienen dazu, sich an Denkgebilde Fühlgebilde Denkweisen Fühlweisen zu erinnern.
    Wir vergegenwärtigen uns diese. Sie werden präsent.
    Zahlreiche im Ritual gebrauchte Assoziations-Anker haben diese Wirkung.
    Solch ein Anker kann ein Bild sein, von sich selbst oder von Anderen.
    Was bedeutet mir der Andere? Bewundere ich ihn? Ist er mir lästig?
    Oder das Bild eines bestimmten Sachverhaltes Zusammenhanges: ein Dorffest um an ein Ereignis, an eine Ruhmestat oder einen Friedensschluss zu erinnern.
    Oder an eine bewundernswerte sportliche Leistung.
    Indem wir das Ritual des Öfteren wiederholen,
    wird der Glaube an die zugehörige metaphysische Interpretation gestärkt.
    Er wird eingeprägt eingeübt.
    Wird zur unvermeidbaren Gewohnheit.

    Schamanenzauber Rituale volkstümliche Umzüge.
    Trunken von prall bis zum Bersten gefüllten Gesten und magischen Objekten, voll Zauber und Macht.

    Machtgefühle durch kollektive Rituale wie z.B. Sprechchöre:

    Die Textinhalte sind von geringer Bedeutung. Werden kaum hinterfragt.
    Können lateinisch, unverständlich sein.
    Wichtig ist das Gemeinschaftsgefühl. Allein schon die Lautstärke beeindruckt durch ihre Riesen-haftigkeit.
    Einzeln ist man zu besiegen, als Gruppe nicht.
    Ein Priester An-Führer leitet die Gruppenaktivitäten,
    ebenso unsere Gedanken und Gefühle, mehr oder weniger.
    So durch Suggestionen eines Kollektivs erworbene Religiosität,
    solch religiöse Gefühle sind wohl eher unseren tierhaften Hordeninstinkten zuzurechnen.
    Die Kraft Macht, die bei kollektiven Zeremonien erfahren wird,
    wird oft als Gotteserfahrung als Ahnung von Höherem beschrieben.
    Ist dies Höhere die uns dominierende Autorität der Gruppe?

    Alltagsrituale: Straßenfeste Umzüge Konzerte Tanz Gesang.
    Allen wird bewiesen, dass man sich im Grunde einig ist, dass man ähnliche Ziele Vorlieben Freuden Ansichten hat, dass man eine Sprache spricht.

  • Eremitage

    Eremitage

    Schuldgefühle provoziert habe ich? Vielleicht.
    Oder wollte ich nur Ergebnisse präsentieren,
    die man gefälligst zur Kenntnis nehmen sollte.
    Fragen nach Schuld und Verantwortung, erscheinen mir gegenwärtig belanglos.
    Als würde bei jedem geäußerten Wort, nach zitiertem Drehbuch und Szenenbedeutung gefragt.
    Bin ich Stoiker? Vertraue ich auf Schicksal Fügung - auf Gott?
    Gelegentlich.
    Doch am Meisten ist mir verleidet, was die Menschen inszenieren:
    Traditionelle endlos wiederholte Szenenfolgen.

    In Wüsten?

    Willst du auf leeren Bühnen,
    in verlassenen Theatern die Rollen spielen, von denen du überzeugt bist?
    Es sei, was dem einsamen heiligen Eremiten dem Prinzen genehm ist?
    Sei lieber belächelter Narr im profanen Possenspiel.

    Verstehen Komunikation?

    Den anderen Verstehen: Worte finden, die ähnlich Erlebtes bezeichnen.
    Doch jedes Leben ist ein Unikat, einzigartig.
    Wir suchen im Anderen Bekanntes.
    Wie sonst können wir auf die Äußerungen des Anderen verständlich reagieren?
    Wo sind uns vertraute Bauten seiner Innenwelt?
    Je mehr wir finden, umso besser verstehen wir uns.
    Ansonsten Fremdheit, oder Mißverstehen.
    Doch im Grunde ist man allein.
    Die eigenen Worte, das eigene Tun und Sein verlieren sich
    im unbegehbaren Gefühlsdickicht des Anderen.
    Man spricht um sich zu verstehen,
    Aber wir verstehen den Anderen nur, wenn wir in ihm eigenes wiedererkennen,
    an das er uns erinnert.
    Doch jeder Einzelne redet in seiner eigenen individuellen Sprache,
    in eigenen Begriffen Erinnerungen Vorstellungen.
    Nur die gebrauchten Worte sind die allgemeinen, die selben.
    Und meist erweist sich Ähnlichkeit als Spiegelung des eigenen Geistes,
    als betörende Sinnestäuschung.

    Herdentrieb

    Uns Hordentieren bleibt es unerträglich unverstanden isoliert in ungeteilten Erinnerungen Assoziationen Weltsichten in der Fremde umherzuirren ohne Heimat.
    Wir begrenzen unser Blickfeld um nicht zu scheuen.
    Dankbar fliehen wir in Ideologie Brauchtum Manierismen Klischees Moden,
    wir wiederholen allgemein Bekanntes, folgen Vorbildern Helden Göttern Idealen.
    Leben nach System nach Standart nach Norm, in einer oberflächlichen erträumten Scheinwelt voller banaler Schubfächer.
    Unser erträumtes Weltbild samt Sortiment an Masken Uniformen hält uns
    geborgen sicher warm zu Hause in unserer Sprache.

    Unsere Herde bietet uns mögliche, erträgliche Reaktionen,
    die durch täglichen Gebrauch und Tradition als korrekt bestätigt werden.
    Was uns sonst ohne gesellschaftlichen Rückhalt fassungslos, voll Entsetzen überwältigen würde,
    nehmen wir nun hin, die Fassung bewahrend, behütet durch den allgemeinen Konsens durch unser heimisches Weltbild.
    Wird es in Frage gestellt, ist dies oft den Menschen Grund genug für Feindschaft bis hin zum Krieg.

    Reaktionen, die sich wesentlich vom Allgemeinüblichen unterscheiden, gleichgültig aus welchen Gründen,
    sind nicht über Generationen erprobt.
    Sie bergen die Gefahr mehr zu schaden als zu nützen,
    können auch ins Unerträgliche ausarten, für uns und für Andere.
    Die vorbildliche kulturell vorgegebene Reaktion muß sich nicht rechtfertigen, muß nicht beweisen, daß sie einzig korrekt adäquat die einzig mögliche sei.
    Sie ist Halt dem sonst im Ungewissen Sich Verlierenden.

    Herdenheim

    Autonome Selbstformung des eigenen inneren Assoziationsnetzes
    ist wohl nur innerhalb einer Gruppe möglich, die sich aber auch
    auf bestimmte Bereiche konzentrieren kann.
    (Z.B. religiöse Gruppen oder Sekten Vereine aller Art Freundeskreise usw.)
    Man versteht sich innerhalb des zugehörigen Themenbereiches.
    Spricht eine Sprache.
    Das heißt: Die zu einem Gedanken gehörenden Assoziationen ähneln sich ausreichend.
    Dabei ist jedoch durch die meist fehlende Ausdruckskraft unserer
    Sprache keine differenzierte Übereinstimmung möglich,
    Natürlich erträumt man oft maßlos das Gewünschte
    und fühlt sich dann beglückt "restlos verstanden".

    Verloren, fremd, verlaufen, verirrt

    Entzugserscheinungen bei fehlendem Konsens:
    Paranoia, Verunsicherung eines Asylanten unverstanden haltlos. Man ist in sich gefangen.
    Wie kann man wissen, was von einer fremden Kultur zu erwarten sei?
    Wem kann ich vertrauen?
    Selbst wenn die angebotene Kleidung Maske nicht zu unserer gebeugten vom Leben gekrümmten Haltung Figur passt,
    wird sie eben soweit als nötig geändert.
    Doch Altbekanntes wird nur vordergründig aufgetrennt umgenäht.
    Gewohntes nur verschoben. Altes wird nur neu benannt.

    Lieber unverstanden bleiben?

    Klosterproblematik: Soll Unbekanntes gelehrt werden, ist man auf Begriffe Denkmuster fixiert.
    Man klammert, frißt sich in Assoziationsketten fest, die auf Kommando,
    immer und immer wieder geleiert werden.
    Soll man vor dem Verstandenwerden ins Exil fliehen?
    Die Folge wäre: Fehlender Konsens. Fremd Asylant unbekannt sein.
    Ohne vereinende Religion Kultur Interessenlage Ideologie oder sonstigen kollektiven Glauben.
    Ein Fremdwelter sein den Anderen.
    Darum schweigen, gelähmt erstarren, gebannt verunsichern,
    rückhaltlos ängstlich trostlos haltlos verrückt entrückt aus dem Konsens der Gemeinschaft sein.

    Kulturflucht

    Sprachlose Eremitage kann aus verklebten kollektiven Bahnen erlösen.
    Bedingungen (unvollst. Liste):
    Vorausgehende Reinigung von Prägungen der Vergangenheit,
    Gewohnheiten, Identitätsfixierung, sonst Bekanntes.
    Nichts soll ein Sich-Anklammern provozieren.
    Die Gefahren kultureller Ungebundenheit müssen bekannt,
    Hilfen gegen haltlose Verwilderung müssen erreichbar sein.

    Eremitage in kargen, wüstenhaften Orten...

    Soll man auf diese Art erkennen, was Leben ist,
    sich so dem Lebendigen, Ewigen, als dort scheinbar Fehlendem
    bewußter werden?
    Kann passieren. Als Nebenwirkung der Einsiedelei.
    Doch was soll uns ohne mitmenschliches Gegenüber daran hindern,
    den Boden unter den Füßen zu verlieren.
    Werden subjektive Vorstellungen nicht realer jeden Tag?
    Auch durch mangelnde Ablenkung Unterhaltung.
    Wunderzeit. Ein Wildwuchs von Assoziationen beginnt.
    Träume erblühen in uns - bis Gott in Büschen brennt.
    Erträglich nur für starr in kollektiver Ideologie Festgefahrene.

    Autonome Selbstformung von Eremiten, ermöglicht durch ein
    übersteigertes Selbstwertgefühl, das nur eigenem Urteil Geltung
    zuspricht, läßt wohl meist nur bizarre fremde Welten entstehen,
    die im schlimmsten Fall zu Elfenbeintürmen samt paranoider
    Weltfremdheit ausarten,
    oder gar zu nur noch pathologischen Ruinen zerfallen.

    Empfohlen bei gestörtem Konsens:
    Grundierung des Gesprächs besser ungefärbt neutral,
    daß nicht eine Grundstimmung, oder gar ein Ver-urteilen die Luft vergiftet.
    Mitfühlen ist zu begrüßen, doch muß die Privatsphäre des Anderen respektiert, geachtet werden.
    Darum ist Zurückhaltung trotz Teilnahme/Anteilnahme erstes Gebot gegenüber dem Fremden.
    Selbst wer seine Herzensgefühle willig jedem darlegt,
    und somit seine Privatsphäre jedem zugänglich macht,
    z.B. als Verfasser einer Autobiographie oder als leutseliges Plappermaul,
    liebt es wohl wenig Schmierereien Anderer auf seinen Sichten,
    seinen Bildern der Welt zu finden. - Oft hört er sich nur gerne reden.
    Selbst wenn wohlmeinend beurteilt wird, ist der Konsens gebrochen, von Rissen durchzogen,
    und darum fehlt das nötige Vertrauen auf die Meinung des Anderen.

    Was soll mir Mut geben, mich Anderen zu öffnen,
    da doch täglich so Vieles, was ich von ihnen hören erleben muß,
    mir unerträglicher Beweiß wird wie fremd ich ihnen bin.

    Kulturfremd oder gar freidenkend ist einer, dem kulturgeprägte Menschen nicht
    auf seinen Wegen des Denkens und Fühlens folgen können.
    Solange man in seiner Bewegungsfreiheit an die Angebote der eigenen Kultur gebunden ist, geklammert an Bekanntes, erscheinen seine Assoziationen oft abwegig wirr.
    Was ist vorzuziehen: Kultureigenes bestätigen oder Kulturfremdes
    oder gar Neugefundenes präsentieren?
    Das eine gibt uns als Konsens: Halt Sicherheit Vertrauen.
    Unbekanntes verunsichert.
    Dies ist wohl nur zu ertragen, solange man sich ansonsten in
    gesicherten Verhältnissen sonnen kann. - Oder voll Lebensmut.

    Umgangsformen
    Von der Gesellschaft vorgegebene Formen, wie miteinander umzugehen sei,
    abhängig von der momentanen Situation und persönlichen Stellung.
    Unnormal verrückt verdreht krank ist, wer diese nicht kennt,
    oder aus welchen Gründen auch immer nicht einhält nicht beachtet.
    Aus der Form geraten.

    Sinn der Eremitage und über die Gefahr absonderlich zu werden:

    Grobe hölzerne Triebe können sich im Wiesengestrüpp behaupten.
    Um unser Gegenüber zu verstehen, folgen wir seinen Gedankenformen.
    Manche Auswüchse nehmen uns gefangen.
    Wir können unseren Blick nicht abwenden.
    Ungewohntes oder Störendes oder, was unser Revier möglicherweise bedroht,
    verhindert, daß wir unseren eigenen Gedankenwegen folgen,
    verhindert, daß wir im eigenen Garten tätig werden.
    Um uns gegen alltägliches Getöse zu behaupten,
    beharren wir auf erwiesen starkes also hölzernes unbeugsames Geäst.
    Unsere Gedankenwege geben Halt und Sicherheit, ausgetreten.
    Einst Trampelpfad im Freiland wird der Grund mit der Zeit steinern
    und an den Rändern drohen dorniges Gestrüpp und Geäst, über das wir stürzen.
     Ziehen wir uns aber zurück, meiden wir die Menschen,
    werden wir meist wunderlich,
    da wenig unsere Gedankenauswüchse begrenzt.
    Unkraut wuchert nach Belieben, samt absonderlicher Blüten.
    Um solches zu vermeiden, empfehle ich allen Eremiten den Umgang mit nahrhafter
    Literatur. Aber bitte keine Diät, keine Beschränkung auf Erbauliches.
    Es genügt Übelkeit-Erregendes zu meiden.

    Nicht Teil einer Horde sein. Ausgestoßen sein.
    Der Nazarener war ein Misfit.
    Was man später heiliger Geist nannte gab ihm die Kraft zu überleben ohne sich
    anzupassen, ohne sich zu integrieren, ohne sich zu sozialisieren.
    Heiliger Geist: wissen was ist; wissen dass vor und hinter der von Menschen
    erträumten Wirklichkeit das Namenlose ist, seit Anbeginn der Zeit war und immer sein wird.

    Ich halte mich beim Denken an keine Tonart.
    Auch scheue ich nicht jede Disharmonie.
    Ich folge eigenen, meist unvollkommenen Harmoniegesetzen, stolpernd.

  • Tiernatur

    Unter bissigen Tieren. Soll man zurückbeißen?
    Nach den Regeln der Wilden sich verhalten?
    Oder Zurückhaltung üben, Distanz bewahren, Fremder bleibend?
    Habe ich dieses Leben ertragen um aufzugeben,
    was nur durch ähnliches Sich-Abquälen ein weiteres Mal zu erreichen wäre?
    Ich darf mich nicht anbiedern, nicht verständlich werden wollen.
    Spreche, denke, fühle ich wie sie, akzeptieren sie mich, dann ist mein Ziel verloren,
    dann verlor ich, was zu beschreiben meine Aufgabe ist.

     

    Animalisches

    Wir beherrschen das Tier Mensch, welches wir bewohnen, nur gelegentlich.
    Trotz aufgesetzter Engelsfassaden, alle Bereiche unseres Lebens zierend als Beweis unserer Zivilisiertheit, unserer Kultiviertheit,
    bleiben offensichtlich animalische Bereiche des Alltags als zu vermeidende Themen.
    Den Wohlerzogenen zumindest.
    Was biologisch notwendig ist, was uns Tiere schamlos vorführen, wird zur peinlichen intimen Heimlichkeit, zur Privatangelegenheit.

    Mann vergleiche eines seiner Bilder unbekleidet und anbei badebehost.
    Abgesehen von kulturgeprägter Scheu finden wir das behoste Bildnis angenehmer, schöner, ästhetischer.
    Das beschwanzte bezeugt lästig: "Dies ist ein irden Tier! Erdgebunden ward er gezeugt und wird er zeugen!"
    Das bekleidete Wesen kann auch sein: ver-kleidet geistig Engelwesen, gott-erschaffen.
    Erinnert euch der spanischen Riesenkragen oder der weißgepuderten Perücken.
    Engelhaft.

     

    Engelshaar

    Man frage sich bei der Wertung kultureller Leistungen, was bewiesen, bezeugt werden soll:
    Daß der Mensch nicht Tier sei?
    Ist der Genuß ausgeklügelter Feinheiten den Tieren und Wilden nicht unbekannt?
    Verkünstelt, sensibel, empfindsam posierend, überzeugen uns angeklebte Engelsflügel,
    die wir uns selbst und Anderen präsentieren, daß man verschieden sei vom Tier.

     

    Amoralischer Positivismus?

    "Mensch" ist der uns zuzuordnende Tierartbegriff.
    Dies soll nicht zynische Anklage, Beschimpfung sein. Es sei uns Menschen Entschuldigung.
    Wer Dinge tut, zu deren Grausamkeit sich im Tierreich Vergleichbares findet, wer Menschen und anderen Tieren Gewalt antut,
    die durch keine vertretbare Moral zu rechtfertigen sind,
    ist unbeherrschtes Tier oder verwirrt verseucht von unbrauchbarer giftiger Ideologie. Meist Beides.

    Unbeherrschtes Tier oder krank ideologie-verseucht.
    Welche Kathegorie wollt ihr böse, schuldig, sündhaft nennen? Das eine nenne ich Krankheit, Seuche.
    Das Andere Menschennatur! Ein Raubtier Mensch, das sich Nahrung tötet mit Krallen und Zähnen!
    Dies Menschsein sei zu beherrschen. Also zu erleben oder als momentan unpassend ungemäße Reaktion zu unterdrücken.
    Darüber zu entscheiden habe ein kultivierter, also für Andere akzeptabler Wirklichkeitsplan, Werkplan des Lebens.

    Dies sei auch nötige Wehr, eine Verteidigung notwehrhaft wider die Schrecken.
    Für alle die Zeitungsmeldungen nicht mehr ertragen und darum in Fuilletons und Tiersendungen fliehen.

    Moral

    Kultur nenne ich nicht die Abwesenheit von tierhaften Genüssen, Erfahrungen überhaupt.
    Kultur nenne ich beherrscht wie ein Tänzer in jeder Bewegung jeder Geste ein Tier sein ein Mensch sein.
    und immer sei die Frage im Hintergrund: Auf wessen Kosten geschieht mein Lebensgenuß?
    Dies nenne ich Kultur.
    Wer die Begriffsunterscheidung Tier von Mensch liebgewonnen hat, nenne solches Empfinden menschlich.

    Frage: Was an unseren alltägliche Aktivitäten ist effektiv,
    was soll ein konkretes Ziel bewirken auf direkteste schlichteste Art?
    Ist es sündhaft, sich überflüssig, im Übermaß, beinahe ohne Wirkung zu regen?
    Animalisch irren wir meist umher in einer noch zu grob, dilettantisch in Eile errichteten Menschen-Welt.
    Ein jeder hastet, ist am tönen, Gezeter Gefauche um Rang und Futter um Weibchen und glänzendes Spielzeug.
    Sünde? Nein. Tierhaft angeboren - Affeninstinkt.

    Höfisch gesetzt und nicht bares nacktes Wort,
    bekleidet samt Wappen und Hut aus Form und Klang muß das Gesprochene sein,
    dann erhört er halbohrig der Affe.

     

    In Schulen und TV-Konsum geprägte Gewohnheit des Zeitvergeudens.

    Wieder und wieder Stunden unseres Lebens gestohlen geraubt gemordet durch erzwungene Beschäftigung mit den 'Bodenschätzen Argentiniens" oder der Schreibe eines Literaten oder Formeln oder Interpretationen der Vergangenheit oder oder oder...
    In Jahren zur Natur geworden: Zuhören, warten, aufmerksam.
    Alles mit dem ständigen Hintergedanken "Es könnte ja etwas Bedeutsames zu erfahren sein".
    Und wir warten lauern darauf.........Warten, daß es zur Pause klingelt........
    Wissend, daß wir dann nur kurz aussetzen, denn Wissenserwerb ist unser Auftrag - vom Lehrer von den Eltern der Gemeinschaft uns auferlegt.
    Lebensraubend. Diktatorisch werden wir unterworfen mit der Drohung: "Ohne Wissen, Bildung, ohne unser Lob wirst du
    unglücklich sein, Sklave sein ohne Brot und Lohn! So diene unseren Zielen!"

    Zynismus? Verachtung? Um Himmels Willen!
    Menschgeworden läßt sich machtvoller als durch Verachtung Glück und Schönheitserfülltes auf Erden gestalten und erleben.
    Als Nacktaffen sind wir im Dieseits fast Herren!

    Was vergiftet unser Zusammenleben? Ist es nicht erwiesen als tierhafter Instinkt, allem Übrigen vorzuziehen die eigene Horde, den eigenen Stamm, Verein, Menschen mit ähnlicher kultureller Prägung, mit gesellschaftlichem Konsens, bis hin zum "Volk", "Rasse"
    oder Glaubensbrüdern jeglicher Art?
    Dieser zwanghafte Drang die Interessen einer "eigenen" Gruppierung egoistisch, notfalls gewaltsam, grausam, unmenschlich zu
    erstreiten.
    Wäre es nicht ein erstrebenswertes Ziel, sich von Tieren gerade darin zu unterscheiden, daß nicht das eigene egoistische
    Interesse und das der eigenen Sippe im Zentrum allen Tuns und Seins stehe, sondern die Schönheit dieser Welt?
    Sie mit Schönheit allerorts zu erfüllen, bedeutet doch, wider alle häßlichen Stellen vorzugehen.
    Und ist nicht jeder leidende Mensch ein Teil der Welt?
    Schmerzt seine Not nicht jeden, der ihn kennt, mitfühlt, Anteil nimmt? Seine Not ist auch Quelle des Unglücks aller mitfühlenden
    Menschen. Darum verschöne man die Welt allerorts, in Liebe!
    Dies nenne man menschlich sein, Mensch sein!
    Seid nicht mehr wilde rohe Tiere!

    Der "Wille zur Macht", ist er mehr als unsere Affenhordennatur?
    Jedes Herdentier strebt nach Autorität, nach Dominanz, nach Macht über die Horde, über sich selbst, über Feinde, über
    die Welt. Keine Ausreden mehr.
    Natürlich will man sich der Welt bemächtigen.

    Je mehr banalen Erkenntnissen man kulturbedingt ausweichen muß,
    umso komplexer werden die Erklärungen für das äffisch-menschliche Verhalten.
    "Der Mensch ist doch schon seit Abertausenden von Jahren kein Tier mehr, wie kann er sich denn im Krieg, im Verbrechen und so
    nebenbei im Alltag wie ein Tier verhalten?"
    Lautet die Frage, die nicht beantwortet werden darf. Lieber empfinden wir Grauen, Schauder, Fassungslosigkeit.

    Womit befassen sich Affen: mit Nahrung, Rangkämpfen, Vorrechten,
    Gefahren, Sinnesgenuß. Was mehr beinhaltet unsere Natur?
    Dabei besonders störend, unproduktiv sind wohl Rangkämpfe nach den alten Affenregeln.

    Existieren gemeinsame Interessen kann, sollte es zur Einigung der Abbilder des Realen kommen, zu Gemeinsinn, Chorgeist.
    Beispiel für solch gemeinsames Interesse: Friede, Ende von Hunger und Gewalt, von Zerstörung der Welt, langersehnte Heilung ihrer
    Wunden. Beherrschung der physischen Realität in Liebe, im Dienste der Schönheit und des Glückes Aller.
    Leider existieren diese nicht dank Ideologien, die an den Tod glauben und nicht an die Allmacht des Lebendigen Ewigen.
    Ein Nach-mir-die-sintflut beherrscht das Denken, ein Das-leben-ist-kurz-Ich-will-es-gelebt-haben.
    Ach könntet ihr in die Zukunft blicken, euch in der von euch selbst zerstörten Welt wiederfinden.
    Leben für Leben.
    Ihr würdet an eure Zukunft, euer künftiges Glück, Wohlergehen denken, mit aller Kraft euch dafür einsetzen, daß eure Heimat,
    eure Welt nicht zerstört, vergiftet, unbewohnbar werde.

    Unser Körper reagiert auf unsere Vorstellungen und Gefühle.
    Im Guten wie im Bösen. Wertungen werden nicht registriert.
    Unsere Körpersteuerung ist tierhaft, gedankenlos.
    Metaphysisches ist dem Stammhirn fremd.
    Vorstellungen, Körpergefühle, Erregung, Gelassenheit,
    Kampfeslust, Lust, Trägheit, Ruhe, Sorge, Bedrücktheit -
    Alles löst körperliche Reaktionen aus, gleichgültig ob diese
    Gefühle durch eine gewünschte Vorstellung, eine gefürchtete
    Gefahr, ein Placebo, also scheinbares Wissen oder eine momentan
    real existierende Situation ausgelöst werden.
    Das Stammhirn kann hier nicht trennen, nicht unterscheiden.
    Es ist ganz tierhaft, und so müssen wir mit ihm umgehen wie mit
    einem zahmen, uns blind gehorchenden Tier,
    das Winken, Gesten, unserem Ruf folgt,
    Erklärungen zwar treuherzigen Blickes lauscht,
    aber völlig überfordert wäre, auf sie nach unseren Erwartungen zu reagieren.

     

     

    Warum will er kein Tier sein? Warum hat er Mythen, Legenden,
    Religionen nötig sich zu "erhöhen", zu verklären?
    Oh edler Mensch!
    Die Leugnung der tierhaften Natur des Menschen, verdunkelt sein
    Selbstverständnis, maskiert ihn, den nackten Affen, verhindert
    durch schräge Perspektive jedes Überblicken, umfassendes
    Begreifen seiner Lebenssituation, seiner gewohnten inneren Reaktionen.
    Der Blick wird verstellt.
    Ausreden, Alibis, Legenden, "Wahrheiten" werden nötig.

     

    Ist das Verlangen nach Papa Gott in bedrohlichen Zeiten,
    oder auch nach Mama Gott, nach Muttergottheiten, in friedlichen ruhigen,
    ein Relikt, ein Erbe unserer Affenhorden-Vergangenheit?
    Herden benötigen Leitung, Obergorilla, Hordenführer.
    Bevor sich Worte fanden...
    Bevor aus Gedankengesten die innere Gegenwelt der Träume, Ideen,
    Erklärungen, Wahrheiten ermöglicht wurden durch eine Sprache.
    Bevor im Kollektiv Ideen Dauer ein Eigenleben erhielten, als
    Kultur des Denkens, als Tradition.

    Im Garten Eden:
    Einzig durch Rangkämpfe, Kraftproben, Machtbeweise wird darüber entschieden,
    was sein darf und was nicht,
    wer Vorrang hat beim Fressen,
    wer wen berührt, begattet.
    Tierhaft.

     

    Verwirrend: Was sollte Lebensinhalt der meisten Menschen sein, sobald sie
    ihr Menschsein als von tierhaften Instinkten, als von seiner Tiernatur
    beherrscht ablehnen? Wer ablehnt Tier-Mensch zu sein kann nicht Mensch sein.
    Denn es bleibt ihm wenig von seinen Beweggründen, Motivationen, seinem ganzen
    Dasein als Lebewesen übrig.
    Als Ausweg kann er sich Hinterwelten erträumen
    zu erklären aus welchen heiligen, edlen, ehrenhaften Gründen er handelt, fühlt,
    darzulegen wie sehr er sich von Tieren unterscheide,
    daß es eine absurde Beleidigung, ein offensichtlicher Affront sei,
    und nur von ehrlosen Lumpen überhaupt in Erwägung gezogen werde,
    sein menschlich Tun und Sein mit tierhaftem zu vergleichen...

    Soll unser Denken und Fühlen auf unser Menschsein fixiert gebannt bleiben
    oder eine Befreiung der Schöpfungskraft im Menschen anstreben, die wir selbst verkörpern?
    Sich für die Erschaffung zahlloser neuer Paradiese zu entscheiden, beinhaltet den Menschen nicht zu idealisieren,
    ihn stattdessen als machtvollstes irdisches Instrument betrachten.
    Er sei uns nicht mehr und nicht weniger.
    Auf Erden ermöglicht er größte Schöpfungsmacht - für irdische Verhältnisse.

     

    Solange eine Kultur, ein gesellschaftlicher Konsens, Leid und Not
    erzeugendes, tierhaftes, instinktgeleitetes Verhalten nicht
    ächtet, herrschen dort die Gesetze der Natur.
    Leiden und Sterben wie ein Tier ist dann die Regel.
    Kultur ist ein Instrument die Menschenwürde zu wahren,
    Möglichkeiten zu vermehren, Lebensqualität zu vergrößern,
    daß Schönheiten, Glück den Menschen sei auf Erden!

    Den Menschen nicht Feind bin ich.
    Nur ablehnend und auf Distanz.
    Solange sie eine Grundbedingung des Zusammenlebens nur selten erfüllen: Abscheu vor Wettkämpfen, vor Rang-eleien,
    sobald sie mehr sind als infantiles Spiel.
    Nicht gegeneinander soll etwas angestrebt, erkämpft, errungen werden, sondern gemeinsam, zusammen.
    Einem Ziel das eigene Leben geweiht: Dem Glück aller Menschen.
    Kein auf Kosten Anderer erzwungenes.
    Kein zerstörendes, Neid und Hass erregendes.
    Eine Glückseligkeit als unwillkürliche Folge der Schönheit und Unversehrtheit der Welt, der Lebensumstände,
    des gesellschaftlichen Konsens.

    Unser Gehirn ist ein Organ sprachlich zu denken - unter Anderem.

    Kann das menschliche Gehirnorgan verallgemeinern?
    Ich glaube nicht.
    Es wiederholt in den Nerven Geschehendes.
    Ihm ist nichts bekannt.
    Ihm ist nur Mehrmalsgeschehenes eingeprägt.
    Es kann nun leichter ausgelöst, wiederholt werden.
    Erst das lebendige Ich verbindet Geistiges, Gedankliches, Ideen,
    Ideeles mit von ihm erlebten, wahrgenommenen Hirngeschehnissen als Assoziation.

     

    Sinnwahn

    Soll Menschen, die qualvoll sterben,
    dadurch der Aufenthalt im Körper unerträglich werden,
    so daß sie sich erzwungenermaßen, zuletzt doch von ihm lösen?
    Ist es eine zu starke Bindung, ein Klammern an den eigenen Körper,
    die der Schmerz gewaltsam brechen soll?
    Ist es Bedeutungswahn, der mich überall nach mir sinnvoll erscheinenden Begründungen suchen läßt?

     

    Zwiespalt im Frausein:
    Das Wunder des neuen Lebens, Gebärens, des Zur-Welt-Bringens
    bleibt das bedeutsamste Tun auf Erden, das Fundament allen irdischen Menschseins.
    Und dabei beweist jedes Säugetier die Alltäglichkeit dieses Vorgangs, dieses Wunders, und die übrigen legen Eier.
    Nimm einen Hut, eine Kategorie namens Fortpflanzung:

    Wunder = alltäglich
    alltägliche Wunder
    wunderhafter Alltag

     

     

     

    Sich der Welt bemächtigen.
    Die Welt überwinden.
    Damit meine ich nicht,
    das Tierhafte im Menschen zu bekämpfen, beseitigen, verdrängen, unterdrücken.
    Es ist seine Natur.
    Es ist die Grundierung unseres Menschseins.
    Ziel sei es zu beherrschen, geistige Beweglichkeit, Bewegungsfreiheit, Selbstbeherrschung.
    Unsere Tiernatur als unzivilisiert zu scheuen, zu vermeiden,
    wäre vergleichbar einem Tänzer,
    der sich ein Bein hochbindet, um sich von Tieren zu unterscheiden.

    Daß Tiere Ähnliches Tun ist kein Grund es als Mensch zu vermeiden.
    Die strikte Abgrenzung gegenüber den Tier genannten Arten bezeugt einzig,
    daß wir Artgenossen vorziehen,
    daß wir auf Alles herabblicken, was nicht der eigenen Gemeinschaft angehört,
    es kann darum ausgebeutet, versklavt, verbraucht, benutzt werden.
    Ein alter Brauch: Ihr verehrt nicht unsere Götter, unsere Ahnen, unsere Sitten.
    Darum seid ihr ohne Rechte.

    80 Prozent unseres Seins und Tuns ist von Animalischem,
    von unserer körperlichen Natur geleitet, eingegeben, dominiert, geprägt, bestimmt.
    Die Scheu vor den Bedürfnissen unserer Tiernatur drängt uns Erklärungen,
    Ausreden zu finden, wo keine nötig sind.
    Wer hier verstehen will, formt sich Mythen,
    die erklären sollen, was keiner Erklärung bedarf.

    Hass und Wut ist schlichtes Hunde-Gekläffe.
    Wie könnte daraus etwas entstehen?

    Animalisches tierhaftes Verhalten Denken Fühlen ist oft nötig, in einer Welt
    voll kläffender Hunde zu überleben.
    Animalischen Machtkämpfen ausgesetzt, unterliegt, wer zu wenig Tier ist.
    Wer so zum Tier geworden, so zum Tiersein genötigt seine Rollen-Distanz verliert,
    wer vergisst, dass nicht überall Wildnis voller Raubtiere ist,
    verliert sich, verwirrt sich im irdischen Gerangel um Futter und Weibchen.

     

    Animalisch - tiermenschhaft - menschentierhaft
    Dazu ist die Erde gut - könnte sie sein, sollte alles gutgehen: zum beglückenden
    Dasein als Menschentier.
    Animalische Empfindungen Freuden Lüste - wie könnte irdisches Dasein ohne sie
    sinnvoll zweckerfüllt sein?
    Doch solange die Erde noch Höllen birgt, solange sie nicht geräumiges Eden wurde,
    soll unser erstes Ziel sein, Eden zu ermöglichen, seine Keime zu hegen,
    dass unsere Welt ein Garten werde.

     

    Wir sind Menschen.
    Darum ist ein Mund voller Zucker süß.
    Darum ist eine unbekleidete Frau für anwesende Männer meist erregend.
    Darum für Frauen ebenso gutgebaute unbekleidete Männer.
    Dies ist Menschsein.
    Dies ist regionales Genießen.
    Darum sind wir hier. Darum sind wir Mensch.
    Sich davon befreien wollen, heißt den eigenen Urlaub abbrechen wollen,
    sterben wollen.
    Sterben, um an einem anderen Ort andere, vielleicht edlere Genüsse zu erleben?
    Welche Welt hätten wir denn gerne?
    Vorstellbar sind Wesen, die von jeder Sinneswahrnehmung, sei es nun hören
    sehen tasten schmecken oder riechen, stärker erregt werden.
    Ist solch leidenschaftliches Dasein dem unseren vorzuziehen?
    Ja.
    Doch solch' Hypersensibilisierung ist unter Künstlern die Regel.
    Wer glaubt Dünnhäutigkeit sei eine Schwäche, betrachte unsere steinzeilichen Vorfahren oder Affen.
    Unsere Macht beruht darauf, dass wir unsere Sinne schärften, ein sensibles Gespür für alles, was uns Vorteil bringt, erwarben.

     

    Feminine Eigenschaften -
    Männlich sein -

    Einzig die Herkunft dieser Rollenklischees ist natürlich.
    Ihre animalische Herkunft ist natürlich.
    Ebenso wie rülpsen und furzen beim essen...
    Nichts gegen Weibchen-Spiel oder Pavian-Gehabe.
    Solange es uns bezaubert. Solange wir es genießen.

    Warum animalisch unserer Natur gemäß zu sein uns meist als böse unmoralisch
    sündhaft als abzulehnen erscheint?
    Weil dies eine noch wilde Welt ist.
    Jeder kämpft um zu leben. Wir sind hier um zu leben.
    Wird dies uns verwehrt, werden wir bissig.
    Warum sind wir alle Diebe Räuber Banditen Betrüger?
    Weil wir sonst selbst um unser Leben betrogen beraubt werden.
    In Armut zu leben heißt nicht zu leben, heißt dahinzuvegetieren.
    In einer Welt der Lebens-Räuber, in der einer dem Anderen die Möglichkeit zu leben erschwert verringert verwehrt,
    ist man angesehenes Bandenmitglied oder Opfer, dem das letzte Hemd geraubt wird,
    das verwahrt wird in unbeheizbaren Bretterhütten oder in Gefängniszellen.

    Männlichsein (in einer Tiersendung vorgeführt von Schimpansen)

    Die Männchen werfen große Steine ins Wasser und Ziehen große Äste hinter sich
    her. Sie schlagen mit ihren Händen auf Baumstämme und sind auch sonst laut,
    um Anderen zu imponieren.
    Die Wände einer Blechhütte waren äußerst beliebt.
    So laut trommeln konnte man sonst nirgends.

    Drei Bereiche

    - der animalische biologische
    - der von der Kultur, vom sozialen Umfeld der eigenen momentanen körperlichen
    Vergangenheit geprägte
    - der ewige, wesenseigene

    Drei Kreaturen Geschöpfe.
    Und ist es nicht selbstverständlich mit welchem wir uns identifizieren?
    Leider nicht!

     

    Ich vermute, dass viele, die sich durchs Leben gebissen haben,
    die stets leckeren Brocken nachhetzten, als Hunde geboren werden im nächsten Leben.
    Denn wer nicht selbstbeherrscht ist, wer von animalischen Gefühlen beherrscht wird,
    sucht - nein sucht nicht - wir werden angezogen von Wesensgleichen, ohnmächtig hilflos unbeherrscht.
    Eine kläffende Hündin kann uns Mutter sein.

     

     

     

     

     

     

  • For the Sun

    George Harrison http://youtube.com/watch?v=yGKPHFrHVVY
    Paul Simon http://youtube.com/watch?v=JAa7JxX204Y

  • Konsens

    Unschuld

    Paradiesisch unwissend, Tier sein, heißt ohne Schuld sein?
    Was nennen wir Schuld?
    Schuldig ist, wer in der Vergangenheit Taten ausgeführt hat,
    die mit dem gesellschaftlichen Konsens unvereinbar sind, der das Zusammenleben ordnet.
    Um wieder schuldlos, unschuldig zu werden ist darum nur nötig, sich mit den Mitbewohnern zu versöhnen, also einig zu werden.

    Befremden

    Einst war Fremdsein gleichbedeutend mit Unfreisein.
    Wer nicht von vertrautem Ort, also unbekannt war, hatte keine Rechte.
    Denn Freiheiten wurden gewährt, als Geschenk der Gastfreundschaft.
    Wer fremd blieb, wer nicht Gast und zugleich Freund wurde, war aus diesem Grund bereits voll Schuld. Kannte er doch Sitten und Gebräuche nicht.

     

    Konsens, sich einig zu sein, war Vorraussetzung jeder Freiheit, solange starre Traditionen also ein umfassendes Regelwerk des Sich Korrekt Verhaltens über Schuld und Unschuld jedes einzelnen entschieden.
    Ich glaube aber daran, dass gegenseitige Rücksichtnahme Mitfühlen und Toleranz genügen.
    Mit Anderen zusammen zu leben betrachte man als existentiellste Form der menschlichen Kunst.
    Darum sei nur derjenige masszuregeln, der mit seiner Rücksichtslosigkeit die Werke des Lebendigseins Anderer zerstört oder verhindert.

    Konventionen
    Konvenienz

    Dem Konsens ein Fundament, Halt gebend:

    Orte oder Gegenstände werden mit Bedeutungen verbunden.
    Sie sind geweiht, heilig, zumindest bedeutsam, wichtig.
    Die Aufmerksamkeit, die Konzentration ist dort fixiert.
    Das Weltbild findet dort Halt und Sicherheit.
    Weltgebäude werden darauf errichtet.

    Einst die Feuerstelle als wichtigstes Gut.
    Eindrucksvoll: Ihre Macht zu verbrennen, gar zu töten.
    Und doch heilend, Schutz und Wärme spendend.
    Sonnengleich. Göttliches Geschenk des Prometheus.
    Darum zu weihen. Durch ein Opfer als bedeutsame, magische Tat.
    Denn was war einst eindrucksvollstes Geschehen?
    Tiere zu töten. Oder gar Menschen in Stammesfehden.

    Sind nicht die alten Götter oft ins Außenwirkliche projizierte Abstraktionen?
    Die wichtigsten Welt- und Menschenerklärungsbauten der antiken Welt wurden interpretiert als Götter, als verehrte Götzen.
    Wurde das Mittelalter finster, da ein Gott, ein Begriff, eine Vorstellung nicht ausreicht zur Welterklärung?
    "Gott hat uns durch das Opfer seines Sohnes eine allumfassende Ursünde vergeben. Alle sind wir Sünder, der Gnade Gottes bedürftig."
    Solch eine Welterklärung genügt nicht, die Welt und uns selbst zu verstehen.

    Angkor Wat

    Nada die siebenköpfige Schlange. Das Symbol des Herrn des Wassers.
    Jeder Fluss schlängelt sich. Sein Wasser bewegt sich voran wie es Schlangenleiber tun.
    Für Menschen, die in Dürrezeiten hungern, ist es begreifbar, Mächte die über Leben und Tod, über Erntesegen und Hungersnot entscheiden in Form einer Schlange anzuflehen.

    Weltbilden, Lehren, Religion

    Symbolhafte voll Bedeutung beladene Rituale, auch z.B. Machtbeweiße, Demonstrationen, beschreiben, verkünden theatralisch Situationen, Wahrheiten.
    Sie stellen fest, sind scheinbar Beweiße, was Wirklichkeit sei.
    Wahrheiten werden vorgeführt, inszeniert und die Interpretationen
    werden gleich mitgeliefert.
    Durch Wiederholen werden diese Assoziationen, Erklärungen, diese kulturabhängigen Wahrheiten eingeübt,
    werden zu Gewohnheiten, Tradition, Allgemeingut.
    Der so beschriebene, abgebildete Teilaspekt der Wirklichkeit wird auf Grund seiner Ähnlichkeit der zugehörigen Gewohnheit entsprechend interpretiert, begriffen.
    Was zu erreichen war, daß Horden- Stammes- Gemeinde- Familienleben möglich sei.
    Sozialer Konsens, Kultur, Gemeinsinn entstehen.
    Metaphysik wird greifbar.
    Theorie, kulturelles Dogma wird praktiziert, wird real und erfahrbar.
    Jede Kultur besteht wohl überwiegend aus so entstandenen Alltagsritualen.

    Schauspiel als Ursprung jeder Kultur

    Lebensschilderung per Schauspiel, Drama, Ritual, Tradition.
    Helden und Göttliches als Verkörperung einer Idee, eines Ideals, einer Abstraktion, eines Gedankens stellen sich dar. Warum?
    Um den Menschen, den Zuschauern ein Vorbild, Lehrstück zu sein.
    Ihr Repertoire zu erweitern, zu ergänzen um Wertvolles, Edles, Nötiges.
    Daß Kultur sei in der Horde!

    Und Heute?

    Fehlen in weniger wildbelassenen Regionen gemeinsame Feuerstellen
    oder Orte, die Waffen für Kampf und Jagd zu verwahren,
    benötigen wir als Ersatz andere bedeutungsüberladene Zentren
    des Zusammenhalts unserer Horde, Gruppe, Gemeinschaft:

    Symbol der Familie, des Vereins, des Stammes, der Partei oder
    Sekte, Religionsgemeinschaft.
    Wappen, Fahne der Stadt, der Nation, des Volkes usw.
    Siegestrophäen, Pokale, Urkunden.
    Vorbilder, Helden, Märtyrer, Opfer.

    Man erinnere sich an den meist fehlenden Konsens mit den Eltern
    beim Bekleben der eigenen Zimmerwände mit Postern.
    Eigene Bedeutungsgebäude, Weltsichten, Perspektiven, Standpunkte
    suchen Halt an Zeugnissen des Wahren, Richtigen, Guten,
    Verehrten, Bewunderten, Geliebten.
    "Wer bestätigt mein Urteil, meine Interpretation, Meinung?"
    "Was ist mir Beweiß, daß irrt, wer nicht mit mir einig ist?"
    Ehrungen? Orden? Sportpokal? Das Diplom im Sprechzimmer?
    Das teure Auto vor der Tür?

    In jedem Werbespot werden zugehörige Mythen präsentiert.
    Bedeutungsschwangere Bilder, beispielhafte Vorbilder, Helden, Stars,
    Mythen, einprägsame Symbole, Rituale,
    sich wiederholende Formulierungen, Denkweisen, Fühlbahnen,
    daraus entsteht, bewahrt sich eine Kultur,
    wird eingeprägt durch ständiges damit Konfrontiertsein.
    Dies gebraucht die Werbung in der Absicht Teil des alltäglichen, gewohnten
    Lebens zu werden, Teil unserer Kultur zu werden.

    Schlager, Volksmusik,
    unerträgliches,
    man sträubt sich gegen Denk-stereotypen, Gefühls-Manierismen,
    die unserer eigenen Konstruktion aus Denk- und Fühlmustern nicht entsprechen,
    die unvereinbar sind,
    oder gar auf uns gefährdende Bahnen führen.
    Im Extrem drohen: Nervenzusammenbruch, Desorientierung, völlige Verunsicherung,
    Panikattacken.

    Von bewunderten Vorbildern werden uns überzeugend vorgeführt:
    Bestimmte Gesten, Kleidung, Wortwahl, Slang,
    bestimmte Meinungsäußerungen, Vorlieben, Abneigungen.
    Lifestyle, Modeerscheinungen verbinden uns mit Anderen.
    Wir finden uns geborgen, heimisch in unserer kulturgeprägten
    wahren Wirklichkeit, die eine der zahllosen auf dieser Welt ist.

    Statt Eremit, einsam, verstoßen zu sein,
    sind wir nicht mehr daneben, unreif,
    haben wir die Welt nun verstanden, kommen wir klar,
    blicken wir durch, sind wir gut drauf.
    Solche Scheinwelt wird Kultur, Tradition, Sprache, Religion
    oder Ideologie genannt.

    Allgegenwärtig ist die Legende, man sei sich darüber einig,
    wer oder was zu verehren, was zu glauben, wie zu leben sei.
    Gemeinsame Rituale, Dogmen, Wahrheiten, Lehrsprüche, Namen,
    Bezeichnungen dienen als Beweiß hierfür.

    Konzerne: zeitgemäße Fürstentümer.
    Konzernleitung: Neuadel.

    Toleranzgründe
    Wer fanatisch Alles als fremd ansieht, verwandelt eine blühende
    Welt in eine Wüste. (Zitat: Babylon 5)

    Anpassung, Lernen

    Ein vages Assoziations-Geflecht drängt nach Verarbeitung.
    Man versucht damit klar zu kommen, d.h. man sucht nach Bekannten
    Assoziations-Klanggebilden, die sich einordnen lassen in
    bestehende kulturgeprägte Weltgebäude.
    Fehlendes wird erträumt, hinzugedeutet.
    So wird ein sogenanntes Verstehen ermöglicht.
    Daß man übereinkommt mit der Welt, d.h. mit seinem sozialen
    Umfeld. Das ist wohl Lernen.

    Zwei verstehen einander: Ähnliche Assoziationen, Kongefühle,
    Kongedanken entstehen in Beiden.
    Oft nötig: Hingabe, Unterwerfung, Prägung der Assoziationsbündel
    des Einen durch den suggestiv die Meinung dominierenden Anderen.
    Daß wir uns recht verstehen, einer Meinung, Interpretation,
    Bedeutungszuordnung sind.
    Auch möglich: ähnliche kulturelle Prägungen,
    ähnliche Kindheiten bewirkten bereits ähnliche Innenwelten.
    Eine nachträgliche, z.B. eheliche oder schulische Prägung
    erübrigt sich dann weitgehend.

    Beispiele:

    Die neunjährige Risha: "Der Tempel lehrt mich kein Fleisch zu
    essen, keinen Alkohol zu trinken, nicht zu rauchen und keine
    Drogen zu nehmen."
    Darshna hat hier "Disziplin gelernt. Ich habe gelernt, Respekt
    vor Älteren zu zeigen und mich jeden Morgen vor meinen Eltern
    zu verbeugen."
    Der zehnjährige Sundip fühlt sich durch den Mandir angeregt, "in
    der Schule hart zu arbeiten und meinem Vater und meiner Mutter
    zu gehorchen".

    P.S. Traditionen sind Affenbrücken, daß Mensch zum Futter finde.

    Idealer Sinn von Ritualtänzen? Kraft zu geben.
    Liebe schaubar, einsehbar, mitfühlbar werden zu lassen,
    vorzuführen, zu zeigen in Tänzen, Opern, Konzerten.
    Wo auch immer.
    Schönheitsliebe, Glück statt blinde Hordentreue und gefühlte
    überlegene Rudelmacht! Solch Tiergenuß.

    Schon immer benötigten Menschen Halt, eine Ideologie,
    einen Glauben, einen König, Idole, Helden, Legenden,
    denen zu folgen, zu gehorchen sei,
    um in Hordengefühlen Lebensmut zu erhalten. Hordentier Mensch.

    Traditionen, angewöhnte Alltagsrituale geben uns:
    Sicherheit, Vertrauen, Halt.
    Sie bestärken uns im Glauben, der Welt nicht ausgeliefert zu
    sein. Ebenso Freunde, Familie, ein bestehender scheinbar
    bewiesener Konsens mit Anderen.

    Fehlt einer dieser zum Überleben nötigen Faktoren,
    ist die Stabilität des Menschseins,
    die Selbstbestätigung oft unzureichend.
    Das Gerüst zur Errichtung, Ausformung der eigenen Innenbauten
    schwankt, wird labil, veränderlich, ist nicht mehr
    vertrauenswürdig. Wir sind verunsichert.
    Weitere Folgeerscheinungen, Symptome:
    Desorientierung, Verwirrung, Angstzustände, Paranoia,
    Depression.

    Aus Not entsteht Unglaube!

    Durch jahrelang andauernde unerträgliche Lebensbedingungen,
    ohne absehbare Veränderungsmöglichkeiten außer einem Lottogewinn,
    wird der Mensch ver-rückt,
    gedrängt den bisher für ihn geltenden Konsens in Frage zu
    stellen.
    Können gesellschaftliche Vereinbarungen, Übereinstimmungen,
    Einverständnisse noch Sinn und Gültigkeit haben für einen
    Menschen, den sie nicht davor bewahrten,
    daß ihm sein Leben, aus welchen Gründen auch immer, unerträglich
    wurde?!
    Eine neue Horde muß die als unbrauchbar erwiesene alte ersetzen.
    Improvisierte, also sehr schlichte, Ansichten der Welt füllen
    die entstehenden Lücken, im eigenen Welterklärungskonstrukt.
    Die Wahrheiten des bisherigen Weltbildes, des alten Glaubens,
    des allgemeinen bisher gültigen Konsens wurden widerlegt.
    Dies bezeugen eigene lebenslange leidvolle Erfahrungen eindeutig.
    Kein ausreichender Schutz, zu wenig hilfreich,
    offenbar unbrauchbar, ineffektiv waren sie.
    Gaben dem eigenen Leben zu wenig Halt, Sinn, Inhalt.

    Das Bedürfnis nach Ordnung soll möglichen Gefahren vorbeugen.
    Ist man von Bekanntem, Geordnetem umgeben,
    kann man Alles überschauen, einordnen.
    Ungewohntes, Unbekanntes fällt ohne Verzögerung auf,
    fällt ins Auge.
    Die Aufmerksamkeit wird darauf gebannt.
    Möglicherweise Bedrohlichem kann sofort entgegnet werden.

    In Situationen des Lebens, mit denen wir nicht klarkommen,
    in denen wir bereits von Vielem überfordert sind,
    Vieles uns überfragt,
    obwohl es uns alltäglich in Anspruch nimmt,
    Vieles liegenbleibt, unbewältigt, unerledigt,
    Vielleicht über uns schwebt als vage Bedrohung über uns,
    dann kann das Bedürfnis nach Ordnung zum unüberwindlichen Zwang
    verstärkt werden.
    Dieser konzentriert sich wohl meist auf einzelne fixe Ideen,
    da man seine bedingungslosen Forderungen niemals völlig
    befriedigen kann.

    Die zeitraubende zwanghafte vergebliche Beschäftigung damit,
    Unerreichbares erreichen zu wollen,
    verhindert, daß ausreichend Zeit für Nötiges bleibt.
    Das Unerledigte vergrößert die Angst vor Bedrohlichem,
    da die Lebensumstände, Lebensbedingungen immer ungeordneter,
    unüberschaubarer werden.
    Wie können wir dann noch sicher erkennen,
    wo Gefahren lauern.
    Die Lebensangst ist also der Motor, die treibende Kraft jeder
    Zwangskrankheit.
    Paranoia ist Angst vor dem Leben.

    Zitat: "Gerechtigkeit gibt es nur, wo die Gesellschaft durch ein
    einheitliches metaphysisches Weltbild mit Gott, Idee und letzter
    Zweckursache integriert ist. Ohne Gott, oder doch wenigstens
    einer Ersatzform wie das Vaterland, keine Moral, die Wind und
    Wetter standhält. Ohne Metaphysik und Transzendenz keine
    Gerechtigkeit."

    Bekehrung?

    Wieder gläubiger Christ werden,
    um den Konsens, den lebensnotwendigen Rückhalt einer Gemeinschaft
    zu erfahren.
    Akzeptieren, was ich bisher als penetrant betrachtete:
    dies traditionelle Gespinst von
    Urschuld und Vergebung durch den Opfertod eines Gottessohn's.
    Es sei von unserer europäischen Kultur vorgegebenes Malmaterial,
    christliche Weltbilder zu gestalten.
    Christlich träumen. Gemeinsam.

    Blindheit

    Konstruierte kollektive Scheinwelten bewirken:
    Armut an Möglichkeiten, ewiges Wiederholen von Bekanntem, Öde.
    Zuvieles verworfen, zuviele Wege verschüttet, versperrt.
    Wüstenhafte Langeweile.
    Auch Identitätsprobleme:
    Ein kopiertes anderen nachgelebtes Leben läßt uns fragen:
    Bin ich mehr als eine nach Vorschrift, Bauplan funktionierende
    Maschine? Wer oder was bin ich?

    Glaube

    Man definiere die Bedeutung des Begriffes Glaube neu.
    Er beinhaltet: Jede geistig beherrschte Wandlung, jede Geste,
    jedes Wissen, Erkennen, Alles.
    Die gesamte Innenwelt ist errichtet,
    zusammengefügt, gehalten durch die innere
    Bewegung, Tätigkeit, Regung genannt Glaube.
    Seine Intensität ist abhängig vom eigenen Hordenrang,
    von Erfolgsbeweißen, die eigene Autorität zu bestätigen,
    Anderen und vor Allem sich selbst.

    Bei Niedrigplatzierten innerhalb der Rangskala herrscht innere
    Unsicherheit, Verunsicherung.
    Äußerungen eines scheinbar weit über uns Gestellten
    lassen uns die Welt neu begreifen, sehen.
    Mut zur Eigenschöpfung fehlt dann meist.
    Nach Anderen, nach Vorbildern wird gefühlt, gedacht, gewußt.
    Auf genehmen vorgegebenen Gedankenpfaden flanieren wir.
    Solche Rituale geben uns Halt und Sicherheit.
    Über Generationen geprägte Rituale des Denkens und Fühlens.
    Aus Tradition, als Ahnenpflege.

    Wissen!?

    Das fehlende Fragezeichen, das fehlende "oder nicht?" angehängt
    an die Illusion, and das Gespenst, den Strohmann namens Wissen,
    beweißt innere Starrheit, Unbeweglichkeit des Wissenden.
    Wahrheiten wurden blind von Autoritäten übernommen von geistig
    Versklavten oder das Eigene Urteil wird als alleingültig
    wahr betrachtet von aufgeblasenen Vollidioten.

    Der Kunst ein Sinn!

    Jedes Lied, jedes Bild, jeder Satz soll Assoziationswege
    vermitteln, weitergeben an Andere.
    Vorgeführt werden Muster, Strukturen, Vorlagen des Denkens und
    Fühlens, Gewohntes, Eingeprägtes, Geübtes, Eigenarten,
    Verhaltensweisen,
    Personastücke, Persönlichkeitsvarianten,
    zur Nachahmung empfohlen.
    In seiner Gesamtheit nennen wir dies alles wohl Kultur
    und gesellschaftlicher Konsens.

    Zu überdenken:
    Ist ein Gefühl sehr intensiv, überwältigend - ich denke da an Erregungszustände,
    die uns überwältigen, geben wir uns körperlich hin -
    ordnen wir es in seiner Bedeutung, Wichtigkeit, Aussagekraft,
    innerhalb unserer Weltinterpretation an einem zentralen Ort ein.
    Es wird Grundlage einer Beziehung, unseres Lebensgefühls, Lebensinhalt und Sinn.
    Auf Grund seiner Eindringlichkeit muß ihm wohl diese Position entsprechen,
    denken wir.

    Man stelle sich gelegentlich die Frage,
    ob man selbst, ob Andere Gedankengänge äußern,
    oder nur papageiern.

    Prüfung, ob ein eigener Gedanke oder Gefühl adäquat sei

    Geraten wir unverhofft mit unseren Gedanken und Gefühlen in ungewohntes Gebiet,
    meist durch nicht alltägliches äußeres Geschehen, z.B. Unfälle,
    oder durch Angehörige uns nicht bekannter Kulturen,
    Fremde, deren Angewohnheiten uns nicht gängig, uns nicht geläufig sind,
    dann werden wir genötigt zu entscheiden,
    welches Gefühl, welcher Gedankenweg augenblicklich angebracht, passend sei.
    In alltäglichen Situationen verfügen wir über Reaktionsvorlagen:
    die von unserer Kultur geprägte,
    die wir verinnerlicht haben,
    die wir als normal, als unseren Normen, unseren Standards entsprechend,
    bezeichnen, bewerten.
    Diese sind in uns fest verankert,
    im nur mühsam zu ändernden Betriebssystem unserer Innenräume.

    Werden dort zentrale Strukturen funktionsunfähig,
    sind wir verwirrt, in schweren Fällen bis zum Systemabsturz.
    Solch zentrale Strukturen sind Innenkonstruktionen, Reaktions-Mechanismen,
    die hervorbringen, erzeugen, produzieren, uns geben, ermöglichen:
    Selbstvertrauen, Lebensmut,
    Achtung und Respekt vor der Innenwelt und dem Wissen anderer,
    Aufnahmefähigkeit für Gefühle und Denkweisen Anderer.

    Kulturen erscheinen mir wie Betriebsanleitungen fürs Leben,
    Unterschiede ergeben sich aus den gebrauchten Voraussetzungen,
    aus der Hardware, den erhältlichen Betriebssystemen.
    Bedienungsanleitung für die in der Firma übliche Software.

    Natürliche Auslese

    Unsere Innenwelt, unser individuell verschiedene Betriebssysteme,
    unsere Software wird täglich erprobt,
    und sind grundlegende Funktionen nur unzureichend vorhanden,
    verringert sich unsere Fitness,
    unsere Tauglichkeit -
    Im Extrem sind wir unfähig zu überleben,
    unfähig, unsere alltäglichen Bedürfnisse zu befriedigen.

    Wer ist verantwortlich? Wem ist ein Versagen vorzuwerfen?

    Wie bei allen Kreaturen wird unsere Innenwelt nur wenig bewußt,
    nur wenig von uns selbst gestaltet.
    Stattdessen wird sie zufällig
    durch Lebensumstände,
    durch Verwundungen, die Narben, Verkrüppelungen hinterließen,
    durch prägende Einflüsse, von oft diletantischen Autoritäten, Vorbildern
    geformt.
    Ist es darum angebracht, es einem Menschen vorzuwerfen,
    daß seine Software geforderten Standards nicht entspricht?
    Wer hat das Recht, ihm Forderungen zu stellen, ihn zu verurteilen?
    Ihm wurde nie das nötige Betriebssystem zur Verfügung gestellt.
    Oder es wurde ihm weit weniger angepriesen wie stündlich ein neues Waschmittel.
    Vielleicht war ihm, aus welchen Gründen auch immer,
    die allgemein übliche Software der europäischen Kultur nicht zugänglich.
    Diese Standard-Software des Abendlandes.
    Vielleicht wurde ihm auch der Zugang verwehrt
    durch  wunde Stellen,
    die er mied, die er scheute,
    die aber nicht zu ersetzen sind, unvermeidbar sind,
    die eigene Innenwelt auf zeitgemäßes Niveau zu bringen:
    Anderen vertrauen,
    den eigenen Fähigkeiten vertrauen,
    Lebensmut.

    Wer nur Negatives von Anderen, nur Angriffe, Bedrohungen von Anderen erwartet,
    kann nur schwer, nur Grobes, niemals Feinheiten von anderen lernen.
    Da er sich bereits müht, die eigene Scheu zu überwinden,
    fehlen ihm Kraft und Geschick für Feinheiten.

    Tieren gleich werden nur die stärksten, leistungsfähigsten jüngsten umworben.
    Andere, die den Ansprüchen nicht genügen,
    werden zu gröbster Arbeit eingeteilt, werden geschunden,
    sollten sie sich erfolgreich hierfür bewerben.
    Ansonsten erwartet sie der Abdecker,
    will sagen: die Arbeislosigkeit, Armut
    und Vorwürfe, sich nicht ausreichend bemüht zu haben.

    Konsens

    Zwei Menschen sind sich einig.
    Sie verstehen sich.
    Es besteht ein Kon-sens zwischen ihnen, Harmonie.
    Sie sind gleichgesinnt.
    Glauben sie. Imaginieren, halluzinieren sie.
    Würden sie ihre Gedanken und Gefühle teilen,
    distanzlos, ohne Umweg, indem sie sie erst sprachlich abbilden, übersetzen,
    sie würden vor der Fremdheit der Klänge erschrecken.
    Eine ähnliche Melodie, ließe sich zwar erkennen,
    doch Klangfarbe, Nebenklänge, Mißtöne, ungewohnte Resonanzen, Untertöne
    ver-fremden die geteilte Grundmelodie.
    Genügt es eine Grundierung,
    obwohl sie bis zur Unkenntlichkeit übertönt wird,
    wiederzuerkennen,
    um den anderen zu verstehen?
    Ich glaube nicht.

    Ich nehme an,
    das Talent fremde Sprachen ohne Mühe zu erlernen,
    hängt von der Bereitschaft ab,
    Denkweisen, Gebräuche, Meinungen, Redewendungen, Übereinkünfte,
    ohne Widerstände, ohne Streuben, bedenkenlos zu übernehmen,
    in Hingabe, Selbstaufgabe, unkritisch.
    Feminin, weiblich, ganz den zugehörigen Rollenklischees gemäß,
    sollte man wohl sein,
    um sich leichter in die Obhut einer fremden Sprache zu begeben,
    Nicht wir lernen eine neue Sprache zu beherrschen,
    wir begeben uns stattdessen in den Hoheitsbereich eines anderen Fürsten.
    Andere Sprachregelungen, Konventionen, Übereinkünfte gelten hier,
    wie für andere akzeptabel, für andere genehm in Worte zu fassen sei.
    Andere Machtverhältnisse gelten hier.
    Erlernt man eine neue Sprache,
    eignet man sie sich nicht an,
    stattdessen verschreiben wir uns einem weiteren Lehnsherrn.
    Wer redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist,
    wer sich nicht den Mund verbieten läßt,
    wer kein Blatt vor den Mund nimmt,
    wird wohl schwer eine neue Sprache erlernen,
    dazu ist er zu selbstsicher, unbeeinflussbar, rücksichtslos, männlich.

    Ob uns ein Gedankengang, eine Gedankenfolge als vernünftig erscheint,
    hängt davon ab, ob wir mit ähnlichen Assoziationen,
    die einzelnen Bestandteile der Folge verbinden.
    Störende, sperrige, unpassende, ungehörige Assoziationen verstören,
    wecken Zweifel an der Folgerichtigkeit eines Gedankenganges.
    Sie stören innerhalb der zugehörigen Kultur,
    passen dort nicht in Weltgebäude, Erklärungskonstruktionen,
    sind dort nicht hingehörend.
    Als vernünftig kann bezeichnet werden,
    was den Harmoniegesetzen der jeweiligen Kultur gehorcht,
    was keine Missklänge, keine kulturfremde Akkorde beinhaltet.

    Dharma, Maât, Tao (der Weg)
    Wissen, was sich gehört.
    Wissen, welche Ordnung vor-gesehen, uns vor-gegeben ist.

    Laster nach Cicero: Mitleid, Torheit, Ängstlichkeit

    belasten
    belästigen
    Lästermaul
    Gotteslästerung
    lästern

    lästern: Scham, Schande über einen bringen durch Taten, die nicht den Sitten,
    nicht den Erfahrungen der Gemeinschaft, den Gebräuchen entsprechen.
    Nicht beachten, was ehrenhaftes Tun sei.

    Tugend, Laster, Torheit, Feigheit, Mitleid -
    Aus dem Altgriechischen so übersetzt.
    Welche Assoziationsbündel soll ein Wort im Anderen bewirken.
    "Keiner versteht den Anderen. Jeder spricht einzig die in ihm, durch die
    Erfahrungen seiner Vergangenheit, entstandene persönliche Sprache."
    Tugend, Torheit, Mitleid -
    Sobald eine gemeinsame Kultur fehlt, die zumindest die wesentlichen Teile
    eines zugehörigen Assoziationsbündels bestimmt,
    also eine letzte Autorität ist, deren Vorgaben als bedeutsamer, wichtiger
    betrachtet werden als unvereinbare eigene Erfahrungen,
    reden wir aneinander vorbei.

    Diletantisch, unreif, wild?
    Wie unterscheidet man das Eine vom Anderen?
    Vorgegebenen Ansprüchen wird nicht genügt.
    Einem Diletanten gelingt es nicht, da er unzureichende Wertmaßstäbe gebraucht.
    Unreif ist, wer erst über grob gezeichnete, wenig ausgefeilte Wertmaßstäbe verfügt.
    Wild ist, wer ihrer nicht bedarf.

    Was wir Geld nennen, hat eine rein metaphysische Natur, vergleichbar der
    katholischen Sündenvergebung durch Ansammeln guter Taten.
    Darum existiert auf Erden bereits eine Weltreligion:
    Mammon wurde einst ihr Götze genannt.
    Mammon, der Ersehnte, der Glückverheißende, und von jeder Mühe, von jeder Last Erlösende.
    Seine Priester nennt man Bankiers, auch Spekulanten.
    Vogelflug und Innereien deuten sie an heiligen Orten.
    Erlösende, heilsbringende, Widersachern-Fluch-bringende Zeremonien,
    heilige, bedeutsamste Rituale finden an, dem Mammon geweihten Orten, in den Banken und Börsen statt.

    Babylon 5: "... Es gibt kein normales Leben. Es gibt nur Leben..."

    Wissen, was sich gehört. Tun fühlen und denken, wie es sich gehört.

    Vereinbarungen

    Antike griechische Antwort auf die Frage nach dem Grund des Leidens in der Welt:
    Wir sind nicht die Schöpfung des Zeus.
    Sein Vater schuf uns wie ihn. Allwissend um seinen Untergang, versuchte er
    seinen mächtigen Spross, zu verschlingen, bevor die Bedrohung unüberwindlich für ihn werde.
    Dass Zeus uns verschonte und sich kein eigen Menschengeschlecht schuf, können wir ihm danken.
    Wie erklärt man den Leuten, dass nun andere Götter anzubeten sind?
    Geschichten werden erzählt: "Die alten Götter wurden erschlagen."
    "Von wem? Wer war so mächtig dies zu tun?" fragen die Kinder.
    "Ein Gott war es: Zeus! Sohn des alten Gottes. Wer sonst.
    Nur einer aus dem Göttergeschlecht konnte die Herrschaft des Uranos brechen."
    Eine überlieferte Kultur wird durch eine neue bisher unbekannte ersetzt,
    da durch Kriege neue Fürsten und neue Götter, neue Denkweisen, eine neue Art zu denken
    sich behaupten muss gegen Althergebrachtes.

    Maat Dharma Ius-titia Zeus

    Die älteren Gottheiten kannten nur das Recht des Stärkeren.
    Maat kannten sie nicht.
    War Recht und Gesetz nicht Hure der Herrschenden, der Pharaonen?

    Es gibt keine Gerechtigkeit.
    Es gibt geltende Ordnung, die das Zusammenleben ermöglicht durch Gesetze.
    Geltende Recht-Sprechung. Maat Dharma Justitia Zeus

    Es gibt keine Wahrheit
    Es gibt bewährte anerkannte gültige Denkweisen innerhalb einer Kultur,
    Geltendes Recht-Denken. (Recht-Denkung?)

    Es gibt keine wahre Identität.
    Es gibt gegenwärtige Eigenheiten - haltgebende Persönlichkeit - ordnend Stärke
    gebend - dass wir einander vertrauen können.

    Unsere Persönlichkeit benötigt den Rückhalt eines Weltbildes.
    Unser Zusammenleben benötigt geordnete Persönlichkeiten.
    Fehlende Ordnung Labilität macht hilflos ohnmächtig schwach zerbrechlich.

    Lehnen wir jemanden ab, besteht die Gefahr, dass wir auch ablehnen, was er besser weiss als wir.
    Dadurch verdummen wir, da wir primitiv gedankenlos opponieren, widersprechen, auch wo er im Recht ist.
    Unser Denken verwirrt sich, da es nicht mehr nach vernünftigen Gründen, also in sich stimmig, aufgebaut wird.
    Stattdessen wird Widersprüchliches Unvereinbares zusammengefügt.
    Zu einem Konglomerat von Widerworten.

    Nur von unserer Horde nehmen wir Geschenke und Ratschläge vertrauensvoll entgegen.
    Aus fremder, vielleicht uns bedrohender Hand nicht.
    Wir sträuben uns, scheuen zurück, beriechen misstrauisch Fallengelassenes.
    Darum muss ein Lehrer ein Freund seiner Schüler sein und nicht bedrohliche Autorität.
    Von Feinden nehmen wir nichts entgegen.
    Wir ducken uns nur zur Abwehr von Gefahr zum Gegenangriff.

  • Notizbuch

    Nicht mehr Mensch sein wollen.
    Das Gegenteil zur Eitelkeit, zum verehrt bejubelt werden -
    zum Sich-Bedeutend-Fühlen im Verein, als Freund, als Person.
    An der eigenen Person Position innerhalb des Rudels haften.
    Am eigenen Bild von sich selbst, das Instrument ist, ein Ziel zu erreichen.
    Besser: nicht mehr sein wollen, ohne Ziel sein. selbstverloren, willenlos, regellos...

    Warum wir nicht im Paradies sind:

    Unsere sozialen Bindungen sind der Grund. Wir schliessen Andere aus um im 'Privaten' in unseren kleinen Paradiesen Oasen Zufluchtstätten zu überleben.
    Bsp.: Ich helfe dir, denn du bist mein Freund Bruder Verwandter Verbündeter Mitarbeiter...dann hilfst du auch mir.

    Als Spinner, der nicht an euer heiliges Nichts namens Zufall als Ursache jeglicher Existenz glaubt, als jemand der noch nach Wahrheiten jenseits von Kontoauszügen sucht, bin ich zu stolz euch vergeblich zu raten.

    Es ist sinnlos euch zu raten: "Liebet eure Feinde, segnet, die euch verfluchen, tut denen Wohl, die euch Leid angetan haben."
    (Stehen zwei Menschen vor mir, die beide meine Hilfe benötigen, soll ich sie dem einen verweigern, da er nicht mein Facebook-Freund ist?)

    Die Welt zu überwinden bedeutet: nicht mehr in den Bahnen Kategorien der Menschen zu denken und zu fühlen.

    Jeder Mensch ist viel mehr als Bruder Sohn Tochter Freund Verbündeter usw.

    Tausend Arten des Menschseins sind gleich wertig wertvoll gültig geltend bedeutend.
    Denn was erlebt, ist von des Ursprungs Art. Und was ist, geschieht durch das Ewige.
    Darum ist jeder, der lebt, ob Mensch oder Tier mein Bruder meine Schwester,
    sind sie doch von meiner Art.
    Jemanden aus der Fülle des Lebendigen bevorzugen, heisst willkürlich Grenzen errichten,
    heisst Spielregeln erfinden, zum eigenen Vorteil.
    Hört doch auf zu spielen, euch zu streiten um Positionen Rollen im Theater dieser Welt.
    Ich bin hinter der Bühne. Ich suche dort, was ihr noch nicht zertreten habt,

    Sozial geprägt sind sie, soll man sein.
    Darum bleiben fremde Kulturen fremd,
    da man zugemüllt ist mit Bräuchen Traditionen überlieferten bewährten Sichtweisen.
    Ich bin aber wild geblieben,
    dank der Unfähigkeit meiner Eltern, mir eine Kultur aufzuprägen,
    die ihnen selbst wegen ihrer Armut und sozialer Isolation fehlte,
    dank der eigenen Isolation verursacht duch mein Unvermögen,
    an gesellschaftlichen Aktivitäten teilzuhaben.
    Kultur blieb für mich etwas, was man sich aus Büchern aneignet.
    Darum ist sie für mich auch etwas, was man gebraucht,
    wie eine Tonart oder ein sprachliches Material, eine Sprache.

    Ein uns ähnlicher ewiger Schöpfer würde das Nichts verehren ersehnen.

    Das nicht zu begreifende Nichts, das vor jeder Schöpfung war,
    das keine Zeit benötigt um nicht zu sein,
    Das Eine Einzige, das um zu sein nicht ist.
    Der Widerspruch jeden Verstand überfordernd.
    Ohne Grenzen Formen Eigenschaften kann es alles sein - auch geformt - Kosmos.
    Chaos und Kosmos sind die beiden Geschehensarten des Nichts.
    Das Nichts erscheint wird Geschehen Dasein.
    Das Nichts wird Werden - dies ist Beginn der Zeit.

    Mit welchen Beweisen konnte ich die Menschen überzeugen? fragte ich den
    Besucher, den Boten. (den ich vielleicht selbst gebeten hatte, mich zu erinnern)
    Es kann den Menschen nichts bewiesen werden.
    Der Klang meiner Worte wird es sein, der sie sich erinnern lässt...
    Der Klang - ich konnte damals nicht lesen und schreiben.
    Unmögliches wurde mir aufgetragen.
    Ich hatte keine Worte und sollte nach Wortklängen suchen.
    Der Klang die Stimmung meiner Wortwahl sollte entscheiden.
    Wie einfach wäre meine Bestimmung mir erschienen,
    hätte der Engel mir ein Schwert des Logos gereicht.
    Hätte er mir aufgetragen eine jedem beweisbare Wahrheit zu verkünden.

    Marilyns Traum oder ein neues Utopia

    Unsere Familie ist nicht mehr ein Bund gegen die feindliche Welt.
    Die anderen Menschen bedrohen uns nicht mehr, sie helfen uns.
    Darum müssen wir nicht unseren Verwandten helfen, da jeder jedem hilft.
    Dass man seinen Verwandten hilft, war nötig solange andere Menschen uns
    bedrohten, einzeln und als feindliche Bündnisse Vereine Banden Horden.
    "Gay, if there could be one person in the world,...
    .. a child who could be brave from the beginning..."
    (Marilyn in "The Misfits")
    Sei es doch nicht mehr nötig, jedem freigestellt, sich einem Land einer
    Kultur einer Familie einem Freundeskreis zugehörig zu fühlen!
    Wie nimmt uns das kulturelle soziale Umfeld, das wir zum Überleben
    benötigen, doch die Freiheit vogelfrei zu fühlen zu denken zu entscheiden.
    "Jeder ist mein Bruder meine Schwester, in jedem Land bin ich zu Hause."
    erklärte der Nazarener, nachdem er die Welt überwunden hatte.

    Besitz, Habe, Vergangenheitsform, Identitätsbesitz

    Besitz, was wir unsere Habe nennen, ist eine Vereinbarung zwischen Menschen.
    Nicht mehr und nicht weniger als eine Vorstllung Imagination Phantasie Hirngeste.
    Ebenso ist unsere Vergangenheit, und damit unsere Identität, die sich aus unseren
    vergangenen Taten zusammenfügt illusionär, imaginär, ein Vorstellungsprodukt.
    Was vergangen ist ist nicht mehr gegenwärtig, nur noch als Erinnerung in unserem
    Bewusstsein existent, als von uns reproduziertes Wahrgenommenes.
    Man hat etwas getan. Es ist kein Tun mehr, nur noch ein Haben, ein Getan-Haben.
    Tun wird zum Haben des Gedächtnisses, zum Besitz der Erinnerung.
    Ich habe etwas erworben, ich erinnere mich daran, darum ist es mein.
    Ich erinnere mich, wer ich war und was ich tat, darum bin ich...
    Ich habe getan...
    Ich habe Vergangenheit.

    Alles ist eins.
    Alles ist für sich.
    Ich glaube: was unerschaffen ungeformt freiförmig amöbig ist,
    nicht zählbar ist, kann auch nicht als 1 gezählt werden.
    Zu zählen ist hier absurd.
    Und da zu zählen eine Grundbedingung unseres Verstehens ist, können wir dies
    nicht tun. Solche Geistesbewegung wird zur sinnlosen Geste.

    Die Rangkämpfe, das Beweisen wollen, wer man ist, was einem gehört,
    was man kann...
    Es ist natürlich sich so zu verhalten,
    dies ist das Zentrum aller Wünsche, Pläne, aller Ziele eines Menschen,
    die Identität im Bezug zu seinem sozialen Umfeld finden,
    wie auch alle Tiere es tun, die in Gruppen leben.
    Der Alltag die Welt die sozialen Verpflichtungen nehmen uns gefangen,
    all unser Wünschen Sehnen und Planen, all unsere Aufmerksamkeit wird
    auf Ideen Imaginäres kollektive Visionen Träume Wolkenbauten gerichtet.
    Was einen gedanklichen Bezug zu vergangenem Geschehen benötigt, um in
    der Gegenwart zu existieren, ist ein Gedanken Konstrukt.
    Die Vergangenheit kann nur als Erinnerung existieren,
    und so haben Vorstellungen zwar eine kulturelle Grundlage aber keine
    Entsprechung in der gegenwärtigen materiellen Wirklichkeit.

    Würde ein unseren irdischen Kulturen fremdes Geschöpf aus seinem Raumschiff
    steigen, glaube ich nicht, dass er sie oder es einen Vater, Mutter
    oder sonst Verwandte hat, werden seine Gene doch im Labor auf optimalem Nieveau
    erhalten, oder nach Wunsch variiert.
    Einem bestimmten Planeten oder einer Rasse wird er sie es auch nicht zugehörig
    sein, da materielle Körper bewohnt und gewechselt werden wie Kleider,
    darum kein Tod mehr ist,
    auf diese Weise wird auch gereist, ausser zu noch unzivilisierten Welten,
    da dort meist noch keine bewohnbaren Körper bereitgestellt werden.
    Wie kann so etwas möglich sein, fragt man hier, und vergisst, dass an anderen
    Orten Millionen Jahre Zeit war, die Wissenschaften bis an ihre Grenzen
    zu erforschen, bis nichts Mögliches mehr fremd war.

    Alle sind sie stolz. Auf ihr Land, ihre Lieblingssportler, die eigene Familie,
    eigene Leistungen... erreichte Ziele.
    Stolz Hochmut Eitelkeit... zählte solches Empfinden doch einst zu den Todsünden
    bei den Christen...
    Ach ihr Elfen Feen Elben und anderen Luftgeschöpfe. Oft seid ihr namenlos.
    Meist vergesst ihr was war mit jedem neuen Mond.
    Ihr seid mal groß, mal klein, mal wichtig, oft unsichtbar je nach Stimmung und
    Wolkenspiel.
    Einsam ist nur wer ist.
    Ohne Namen ohne Vergangenheit sein.
    Die von anderen uns eingeprägten Male des Vergangenen verlieren.
    Man könne der eigenen kulturellen Prägung nicht entflliehen, heisst es.
    Doch ich habe mich noch in keiner Kultur heimisch gefunden.
    Bin Wildkind geblieben. Ausgestoßen gemieden, da ich mich nie einfügte.
    Andere Erinnerungen als eure, hielten mich feennah erdnah weltnah.
    Ihr glaubt an Namen Länder Grenzen Besitz Erbe Reichtum und Armut,
    an Freiheiten und Pflichten, an gut und böse, an wahr und falsch.
    Ich löse mich von eurer Gedankenwelt, die nur den Mächtigen Reichen
    Macht und Reichtum erhalten und mehren soll,
    ich will unsichtbar sein, in euren Lügenwelten unbemerkbar.
    Taub für eure Ausflüchte will ich sein.
    Einen Namen habt ihr mir gegeben, glaubt seitdem ich gehöre euch.
    Da irrt ihr. Ich gehöre nicht zu euch, auch wenn ihr mich immer
    wie ein Tier beim selben Namen ruft.
    "Was kläfft er so," mögt ihr euch fragen, "wie unbeherrscht tobt er in allen Winkeln."
    Ja. Von euch eingefangene Geschöpfe schreien, zappeln, verletzen sich und euch,
    bei Fluchtversuchen.
    Solange bis sie aufgeben. Gezähmt sich fügen.
    Nicht mehr Mensch sein, nicht mehr bei Menschen sein, wie kann ich das?
    Es gibt keine Zuflucht, kein Wildreservat.
    Nur Isolation, Leiden und Sterben fern von euch.
    Als entlaufener Pudel...

    Keiner Religion verschworen und ebenso Antinihilist sollte er sein, der neue Mensch.

    Nicht mehr Mensch sein wollen.
    Das Gegenteil zur Eitelkeit, zum verehrt bejubelt werden -
    zum Sich-Bedeutend-Fühlen im Verein, als Freund, als Person.
    An der eigenen Person Position innerhalb des Rudels der Familie haften.
    Am eigenen Bild von sich selbst, das Instrument ist, ein Ziel zu erreichen.
    Besser nicht mehr sein wollen, ohne Ziel sein.
    Selbstverlust.
    willenlos...

    Gebunden in einer persönlichen Form:
    Egozentrik, Selbstsicherheit, von sich überzeugt Sein, Selbstbestätigung durch
    Erfolge im Sport im Beruf, Bewunderung durch Andere.

    Ungebunden durch auflösen der Form:
    Selbstaufgabe Hingabe Nichttun, ohne zu werten zu urteilen als gut oder böse,
    als richtig oder falsch,
    stattdessen nur wahrnehmen, erleben, was geschieht.
    Zen.
    Unschuld, ohne zu interpretieren, nur erleben - das Wissen um die
    Zusammenhänge der Welt ruht.

    Ich fragte, welche Wahrheiten ich verkünden würde,
    was und wie ich sie beweisen würde, dass das Vergessen endet.
    Die Art meines Schreibens, der Klang meiner Stimme würde überzeugen,
    Wie der Gesang eines Wahnsinnigen uns entrückt,
    oder gelallte Worte eines Kleinkindes oder in fremden Sprachen Gehörtes,
    so wird der Zustand des Geistes des Bewußtseins verändert, verrückt,
    ein Satori, also eine Entrückung in ein anderes Niveau des Wachseins möglich,
    indem man meinen Gedanken folgt, die etwas errichten,
    das in seiner Komplexität "realitätsnahe" genannt werden kann.

    Der entscheidende Irrtum des 20ten Jahrhunderts: ich kann verstehen wie etwas
    funktioniert, darum ist es klein, ist es geringer als ich.
    Die Verbindung: ich verstehe - darum bin ich mehr - darum ist das Verstandene
    weniger wichtig, weniger bedeutsam.

    Unwissenheit ist einer der großen Feinde, heißt es in buddhistischen Texten.
    Licht und Dunkelheit.
    Licht der Erkenntnis, des Erkennens.
    Dunkelheit des Verwirrt-Seins.

    Zufall? Bestimmung?
    Was kann Ursache für ein Geschehen sein?
    Einflüsse, Kräfte oder von anderer Art: keine Kraft, keine Beeinflussung.

    Beispiel einer unverstehbaren Ursache-Wirkung Begebenheit: wir sind Ursache
    unserer Träume. Wir üben auf sie keine Kräfte aus. Stattdessen wirken die Träume
    auf uns ein. Wir erleben sie. Sie sind reines Erleben.
    Und doch sind wir die Ursache.

    Wandle mich, dass du und die Welt mir so nah sind, dass ich fassungslos stöhne,
    Halt verliere, falle in pures Empfinden Fühlen Sein...
    dass Gedanken zu flüchtigen Schemen werden vor übermächtigem Fühlen,
    dass ausser Fühlen nichts mehr ist: kein ich kein du kein wir...

    Wie das Wissen mittels Hieroglyphen ewig wurde, so mußte doch auch dies andere
    Körperlose, unser Geist die Seele unser Ich unser Geist-Sein, ewig werden,
    durch eine entsprechende dem Schreiben analoge Handlung.
    Die Mumie war der Bildnis Hieroglyphe gewordene Mensch.
    Und wie totes Wissen lebendig wird durch den lebendigen Leser,
    so wird dies Bildnis leben, sobald ein Gott sie durch seine Aufmerksamkeit mit
    Leben erfüllt.

    Woran ich glaube, was ich bisweilen kenne ist:

    kein "er", Jahwe, Christengott Jehova oder Götze "Zufall"

    keine von Naturwissenschaftlern bewiesene erste
    alles letztlich hervorbringende Kraft oder Nicht-Kraft,

    keine "sie", keine Erd- und oder Fruchtbarkeitsgottheit
    kein "es" kein Ding kein Etwas kein Nichts.

    Was ich kenne ist begrifflich nicht fassbar bezeichenbar beschreibbar
    beschmierbar mit Menschengedanken, begrenzbar.

    Woran ich glaube ist:

    Öffnung Lücke blinder Fleck in unseren Weltgebäuden Weltkonstrukten
    Denkfassaden. Nennt es lebend.

    Menschenfeind, Misandrop?
    Nein.
    Gefangener.
    Besiegt, vertrieben, verbannt, gemordet habt ihr mir Seelenverwandte.

    Zu eurer Belustigung, nein! weil es nicht zu eurer heuchlerischen
    Gutmenschfassade, eurer Schönwettermoral passen würde, mich offen für alle
    sichtbar durch eure Hand sterben zu sehen, darum werde ich am Leben gehalten.
    Nein ich belustige euch nicht, lästig bin ich, weise ich doch durch mein Leiden
    an eurer Gegenwart darauf hin, dass ich nicht euer Freund bin, dass ich von euch
    Schlimmstes erwarte.
    Fremd seid ihr mir und fremd bin ich euch.
    Euren Zielen Helden Fürsten Göttern bin ich nicht verpflichtet, kein Schwur bindet mich.
    Aus euren Kämpfen um Reichtum Macht und Ruhm bin ich seit langem verstoßen.
    Ich nenne sie Possenspiel und verachte sie als Wettstreit unter Dieben.

    In Feindesland dienen...
    Niemand kennt meine Ziele.
    Die sind: dass es keinen Tod mehr gibt, dass es kein Vergessen mehr gibt,
    ausser man will vergessen, da das Vergangene schmerzt.
    Mein Ziel ist: selbst zu bestimmen, wann man vergessen will.

    Droht nicht mehr die Gefahr zu vergessen, werden zahllose Unvergiftete es wagen,
    Mensch zu werden.
    Das Gift des Tierseins kann zuletzt zur Ausnahme werden, zur Vergnügungsdroge.
    Man ist dereinst animalisch, das Dasein zu genießen.
    Niemand wird animalischen Gefühlen dann noch ohnmächtig ausgeliefert
    sein.

    Aus dem Nichts soll Alles entstanden sein, in einem Urknall oder wie auch immer?
    Dann ist dies Nichtsein eine unseren Sinnen unzugängliche Art des Seins.
    Unsere Sprache wird unverständlich unverstehbar unbrauchbar.
    Ist Nichtsein der Ursprung von jedem kausalem Geschehen nennen wir es doch
    Anderssein.

    Der Zustimmung fordernde Blick,
    der Antwort erheischen wollende Blick der Erwachsenen in die Augen von
    Kleinkindern, die Aufmerksamkeit des Anderen festhaltend, fixierend,
    darum bannend, hypnotisierend.
    Das Kind kann sich nicht abwenden, wagt es nicht.
    Es verfängt sich, geborgen in der schützenden Hülle der angebotenen Emotion der
    Erwachsenen, oder flieht in Hilfe herbeirufendes Geschrei.

    Stechen wir uns am Finger mit einem Dorn,
    scheint der Schmerz dort im Finger zu sein, obwohl wir ihn erleben.
    So ist das Lebendige.
    Wie mehrere schmerzende Stellen getrennt sind und es doch ein einziges Ich ist,
    das sie erlebt, sie wahrnimmt,
    so sind wir Ichs einzelne, die Wirklichkeit erlebende Stellen, die ein
    lebendiges Ewiges ... (es fehlt eine Vorstellung davon wie dieses Tun dieses
    Geschehen oder Sein stattfindet, ebensowenig kann es ein Wort geben für etwas,
    das wir uns nicht vorstellen können. 'Existenz-nehmen' oder 'Werdung-nehmen'?)
    Sein-nehmen?

    Unser Körper ist überwiegend Wasser.
    Er ist Regen-Wasser - also Meeres-Wasser
    Und würde unsere Haut nicht die roten Flüsse in uns begrenzen,
    wir würden zurück ins große Meer fließen.

    Die Zählweise bestimmt wieviel etwas ist.
    Ist die Analogie des in uns geteilten Lebendigen zulässig?
    Ein Agnostiker wird dies bestreiten.
    Jede Analogie für Unfassbares, für das Eine, das Viele ist und nicht ist,
    jede Analogie, überhaupt jede Beschreibung erzeugt nur neue Chimären,
    gebärt neue Puppen für Gedankenspiele.

    Das Ende des Todes wird sein, sobald uns unsere Vergangenheit, und damit auch
    unsere Identität, nicht mehr geraubt wird,
    durch Hypnose Trance Dominanz, durch prägende Einflüsse, die uns bannen
    faszinieren, uns vergessen machen, dass Zitronen nicht wie Erdbeeren schmecken.

    Wahr und unwahr sind mathematische Begriffe.
    Die Aussage "wenn 2*x=4, dann muss 4*x=8 sein" ist wahr.
    Doch sobald man beginnt Äpfel zu zählen, wird man bemerken, dass sie
    unterschiedlich groß sind, von Gewicht Form Farbe und Geschmack ganz zu
    schweigen.

    Was ist Wissen?
    Manche Wahrnehmungen erzeugt mittels unserer Sinnesorgane erscheinen uns bekannt.
    Sie ähneln früher Erlebtem.
    Dies ist die Grundlage unserer Vertrautheit mit dem, was wir Welt Normalität
    Zuhause nennen.
    Etwas ist uns vertraut, heißt: wir kennen Ähnliches.
    Wissen Kenntnis Begreifen erhebt uns nicht über die Wunder dieser Welt,
    es beruhigt uns nur: Es sind keine fremde Drachen, die über unseren Köpfen
    kreisen. Schon oft folgte unser Blick ihrer Bahn.
    Zahllose Gelehrte haben schon aufgezeichnet, welche Muster sie fliegen.

    Indem wir einen Apfel Apfel nennen interpretieren wir bereits.
    Wir vergleichen, fügen die Vergangenheit dem Existierenden bei als Etikett.
    Dies ist eine Möglichkeit der Interpretation.
    Eine andere ist es, die Vergangenheit zu ignorieren.
    Dann ist alles nur, was es selbst ist.
    Es gibt dann keine Beziehung zwischen zwei Dingen, auch wenn sie am selben Ast
    wachsen.

    Jahwe = Kriegsgott
    dann werden Opfer gefunden, um ein heiliges Ziel zu erreichen.
    Opfer, der Tod als bedeutungsvolles Geschehen drängt sich auf bei Stammeskriegen.
    Der Häuptling oder sein Sohn wird geopfert, symbolisch in einem Ritual,
    um so den Sieg zu erkaufen.

    Eine Station ein Stützpunkt allgemeiner Kultur in wildem Gebiet zu sein,
    ist dies als moralisch gut zu beurteilen?
    Nach welchen Wertmaßstäben wird geurteilt?
    Welche Ziele sollen erreicht werden?
    Immer ist es eine Autorität die gemeinsame Ziele setzt.
    Folgt man diesen, versucht man sie zu verwirklichen, wird dies als gut benannt.
    Doch solange die einzige Alternative Wildnis, Leiden am Dasein am Geschöpfsein
    am Menschsein ist, ziehe ich es vor mich der Aufgabe des Kultivierens von
    Denk und Fühlgestrüpps zu widmen.

    Jeder Mensch ist eine Prüfung seiner Mit-Menschen.
    Was fangen sie mit ihm an?
    Wie behandeln sie ihn?
    Lassen sie ihn leben? Lassen sie ihn am Leben?
    Verletzen sie ihn, zerstören sie ihn, richten sie ihn zu Grunde?
    (Ein Nazarener: "Was ihr dem geringsten antut, habt ihr mir getan.")

    Zumindest Notiz will ich bleiben dem Lebendigen.
    In merk-würdigen Farben will ich erscheinen.
    Dass manche aufmerken, was sonst noch ist, was außen außerhalb unserer Köpfe ist.

    Zufall

    Indem sie es Zufall nennen, glauben sie zu verstehen, zu begreifen.
    Was nennen sie Zufall?
    Sie sprechen von Zufall.
    Was einem Menschen zu fällt.
    Und benennen unbegreifbares unverständliches.
    Und träumen es sei durch Benennen fassbar, mit ihren Primatenhänden.

    Won Gott gelenkt oder zufällig?
    Gäbe es eine Wahrheit, müsste man nicht antworten: sowohl als auch,
    beides nicht und noch vieles mehr.
    Denn Begreifen ist Primaten-, ich meine, Menschen-Natur.

    Entscheidend darüber, ob das Leben ewig werde, ist nicht, sich an Werke des
    vergangenen Tages, des vergangenen Lebens zu erinnern.
    Wir werden den Tod nicht mehr erfahren, sobald wir uns an unsere Ziele Pläne
    Vorhaben Ideale erinnern, trotz neuem Erden-Dasein.
    Dies tut zu seinem Gedächtnis.

    Ich stelle mir nicht voe, es gäbe nur eine Form des Seins.
    Es ist glaubenswert, glaubwürdig anzunehmen, ein erträumter Elefant sei
    wirklich, zwar anders als ein materieller, aber als Traumbild als Vorstellung
    als Erleben wirklich.
    So wirklich wie jeder mit Händen greifbare Gegenstand, nur von anderer Art.
    Welche Arten Formen des Seins gibt es noch?
    Wer soll sie überschauen? zählen?
    Wirklichkeitsebenen - Dimensionen - Ebenen des Erlebens

    Gerechtigkeit ist ein Märchenmotiv wie Frau Holle oder der Klapperstorch.
    Man verwendet diese Begriffe bei lehrreichen Erzählungen.
    Wer jedoch in der uns beinhaltenden Realität nach diesen Gespenstern sucht,
    ist verwirrt, gleich einem Meteorologen, der im Telefonbuch nach Frau Holles
    Nummer sucht.

    Gespenst Gespinst - versponnen

    Ein Ingenieur muss auch die Grenzen des Technisch-Möglichen kennen.
    Ebenso ist es nicht möglich, das Instrument des Erkennens anzuwenden,
    sobald Bereiche des Seins erfasst werden sollen wie: ich, Bewusstsein,
    Ursprung des Seins oder die Ursache der physikalischen Eigenschaften.

    Mantra: Wir sind, was wir uns vorstellen zu sein.
    Denn Vorstellen Imaginieren Bildermalen d.h. die Wirklichkeit Abbilden,
    ist unser Tun.
    Und wir sind durch unser Tun. Endet unser Tun, sind wir bewusstlos oder tot.

    Das Nicht-Sein als Form des Seins: Da alles was ist, Schöpung ist,
    da was nicht ist Nicht-Schöpung ist, muss die Ursache von Sein und Nicht-Sein
    realer wirklicher sein als Sein und Nicht-Sein.
    Darum ist Nicht-Sein ebenfalls Sein Dasein Schöpfung.
    Ein Träumer, der nicht träumt, ist nicht-träumend.
    Auch die Abwesenheit einer Vorstellung ist ein Tun.
    Alles Tun, Alles Erleben, Alles Erfahren ist sein.
    Wer die Augen schließt und nur Schwärze sieht, nimmt die Schwärze wahr.

    Sind wir nicht, während wir ohnmächtig sind, oder traumlos schlafen?
    Wir sind.
    Ebenso ist das Ewige ohne Sein im Nichtsein ohne Schöpfung.
    Es ist und bleibt und war und wird sein überwirklich.

    Wahr unwahr - richtig falsch sind Begriffe der Mathematik.
    Sie sind brauchbar nützlich in Bereichen der Wirklichkeit, die sich mathematisch
    abbilden lassen.
    Ja, Nein, Ja und Nein, weder Ja noch Nein, soviel Ja und soviel Nein, soviel
    Nicht-Ja und soviel Nicht-Nein.

    Wahrscheinlichkeits-Beurteilungen:
    Ein Urteil über die Richtigkeit einer Aussage: "Zu 80% stimme ich zu"
    bedeutet: bei ca. jedem 5. Geschehen ist eine Aussage nicht zutreffend.

    Zauber Formel Mantra:

    Es gibt keine Wahrheiten.
    Indem wir vergleichen verstehen wir.
    Wir beschreiben erzählen Geschichten, indem wir vergleichen.
    Das ist alles.

    Das Ich ist nicht zu beschreiben.
    Wir können beschreiben, was in seinem Gedächtnis zu finden ist.
    Dort befinden sich Gewohnheiten Verhaltensweisen Eigenarten.
    Welche sich in biochemischer Form oder sonstwie im Gehirn finden,
    und welche bleibende Seelenformen sind, kann man wohl zukünftig lange
    erforschen.
    Doch das Ich ist ein Anderes.
    Es ist kein in Aktenschränken verwahrter Kram.

    Erster Gedanke

    Du kannst das Sein die Natur das Ewige austricksten, indem du Vorschriften,
    moralischen religiösen, von Idolen vorgegebenen folgst.
    Entspricht solches Tun dir nicht bleibt es Imitation.
    Kinder spielen gerne Erwaschsensein.
    Ein Ziel ist dann die treibende Kraft die Ursache Quelle des Gutseins.
    Solange ein Grund nötig ist für solches Gutsein, bist du es nicht von selbst,
    ist es nicht dies Eigen-Sein.

    Zweiter Gedanke

    Unser verborgenes Eigen-Sein erwacht, indem wir uns vom Tiersein befreien,
    uns lösen von den Fress- Kampf- Jagd- Gewohnheiten unserer irdischen
    Menschennatur.

    Zuerst ist es ein So-tun-als-ob, ein Tun-aus-welchen-Gründen-auch-immer.
    Doch wenn das Tier schweigt, kann Eigenes Inneres Ewiges andere Töne leise
    erklingen lassen.

    Tiere bemerken oft, dass ich weniger in Träumen gefangen bin, scheint mir.
    Ist das Geheimnis der Faszination, dass wir vom sozialen Traumgefüge entfremdet,
    entrückte Bereiche bewohnen? Verrückte Bereiche.

    Hentai

    Indem unsere tierhaften Gefühl bei Macht-Ohnmacht-Spielen vorherrschen,
    verringert sich die Macht unserer sozialen Prägungen.
    Wir lassen Nähe zu, ohnmächtig geworden, geben uns hin, distanzlos.
    -
    Outkast: von der Gemeinschaft Ausgestoßene "Perverse" genießen ihr
    Anderssein, das sie zu Verfemten Verbannten Verachteten macht für Normale
    Angepasste für in der Gesellschaft Eingegliederte Wohlerzogene.
    -
    Schuldgefühle werden geringer durch Leiden durch Bestraftwerden, Büssen.
    An den Pranger gestellt nähert man sich einer Erlösung von Schuld.
    Auch ist ein bereits Ausgestoßener den Zwängen Pflichten nicht mehr in gleicher
    Weise unterworfen.
    Ist er doch bereits verbannt verachtet, ein Feind der erwiesen Guten Pflichtbewußten.
    Schuldgefühle werden überflüssig für einen zum Nichtleben in der Gesellschaft
    verurteilten, für einen gerade so noch geduldeten, am Leben Gelassenen, vom
    Leben Verbannten.

    Schöpfung ist Tun,
    Tun ist Geschehen Bewegung Zeit.
    Die Temperatur der Sonne ist Bewegung ihrer Atome.
    Sie ist darum ein Tun, ein Sichbewegen der Sonne.
    Oder genauer: ein Sichbewegen der Ursache der Sonne.
    Dieses Sichbewegen ist das mächtigste umfassendste Tun in Erdennähe.
    Es wurde Tun Atons genannt.

    Wir leben und dies ist unser Tun unsere Bewegung.
    Das Ewige, das göttliche Lebendige bewegt sich auch auf diese Weise.
    Dies ist unser Werden.

    Frage: Wodurch entstand Logos?
    Unverstehbare Antwort: Entstehen, Werden und Sein ist im Logos.
    Eigenschaften der Materie der Energie des Raumes sind Logos, d.h. sie sind
    geordnet bestimmt geregelt, sind logos.
    Ohne logos ist kein Werden und darum auch kein vorher kein stattfinden kein
    nachher.
    Was ist Zeit ohne Werden?

    Antwort auf die Frage: Wie oder woraus entstand Logos?
    Entstehen wurde durch Logos.
    Ohne Logos ist kein Sein und Werden, da Logos bestimmt welche Eigenschaften der
    Materie und welche dadurch existierende Ursache-Wirkung-Geschehen stattfinden,
    welche Kausalketten natürlich sind.
    Ohne Logos ist Chaos - also Nichtsein, da keine Eigenschaft andauert.
    Die Materie hat feste Eigenschaften, da sie Logos ist, geordnet geformt ist.

    Geflohen war er vor der alles blockierenden konservativen Macht der ägyptischen
    Priesterbeamten, die im Geiste Amuns, im Geiste der Behördenvorschriften,
    im Befolgen der Regeln ihres Gottes jede Veränderung und damit auch jede
    Entwicklung aufhielten.
    Sein Ziel war das Land der Seefahrer, die Fremdes kannten, kennen mussten,
    die fremde Gesetze Regeln Riten Eigenarten verstehen mussten als Händler
    an den Küsten des Mittelmeeres.

    Was sagte der Hutmacher zu Alice als sie das Wunderland verließ?

    Nichts. Denn er hielt alle Menschen für taub und blind.

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